Arabisch

Nur zur Bestätigung, dass ich in meinem Arabischkurs auch was lerne:  ??? ?? ???????

Was das jetzt heißt, müsst ihr selbst rausfinden. Ich gebe euch allerdings einen Tipp: Das hier: ??? ???????  heißt „Du bist Deutschland“. Das würde sich sicher gut auf einem T-Shirt machen und dabei möglicherweise sogar die Integration fördern. Noch besser wäre vermutlich eine Kombination aus beidem:

(Ich bin Deutschland) ??? ???????

Theologie-Blogs

Ich hab mich aus einer Laune heraus mal auf die Suche nach Blogs zum Thema Theologie und Kirche gemacht – und einfach mal drauf los gegoogelt..

Nummer eins war gleich Tobias Künnings täglicher Wahnsinn, eine Seite, die leider schon seit 3 Monaten keinen neuen Eintrag hat und auch nicht rein theologischen Themen gewidmet ist.

Platz zwei war jedoch ein echter Volltreffer. Auf Storchs Blog „Die Schönheit des Komplexen“ schreibt ein Mitglied des Leitungsteams der Jesus Freaks International über theologische Themen und anderes. Bei meiner Suche habe ich die jeweiligen Blogs nur überflogen, aber dieser war meines Erachtens einer der „theologischsten“ – auch wenn es inhaltlich natürlich Ansätze zur Diskussion gibt. Besonders zu beachten der Beitrag über „Doom3„!

Ebenfalls zu empfehlen sind Sebastians Theologie-Notizen – ein Blog, das anscheinend von ihm von der ganzen Welt aus gefüttert wird. Auch er hat sich bereits mehrfach auf die Suche nach theologischen Weblogs gemacht.

Von dort aus ging es gleich zu Karl Karzeleks Xrossblog. Er ist Theologiestudent an der Freien Theologischen Akademie Gießen. Großartig unter anderem sein Lied „Wenn ich einmal Fundi wär“ und sein zweiter Beitrag über Fundamentalismus !

Des weiteren fand ich ein Blog des Berufschulpfarrers Uwe Kühneweg aus Hessen. In seinen Gedanken eines Berufschulpfarrers schreibt er häufig sehr kurze Beiträge mit Zitaten oder eigenen Thesen. Interessant fand ich z.B. „Die wahre Krankheit zum Tode – ist das Leben.“

Ein vielversprechendes Weblog hat Patrick Huser mit seinen „Diskussionen zu aktuellen theologischen Themen„. Leider gibt es bisher nur drei Einträge… Schade.

Zu den bloggenden Pfarrern gehört auch Hans Spiegl mit seinem Blog „Glaube verleiht Träume„, ebenso wie der katholische Priester Ulrich T. G. Hoppe. Nach bloggenden Pfarrern sucht übrigens auch Falk Lüke im Blog der Zeit.

Auffällig in der Liste der Theologie-Blogs ist das Blog der Nordelbischen Kirche, das eigentlich eine Weblogcommunity mit vielen verschiedenen Blogs ist,  sowie das Bibelblog von Oliver Naujoks, das sich mit verschiedenen Bibelübersetzungen beschäftigt.

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn mit Sicherheit gibt es noch viel mehr Theologie-Blogs. Außerdem habe ich die Blogs meiner Theologiekollegen aus Kiel (Libertas Cara, Naturalbornkieler und Annonuem) sowie das Blog meines Bruders natürlich nicht vergessen. Falls jemand noch weitere Blogs kennt, bitte ich um einen Hinweis darauf!

Globalisierung der Lehre

Bei einem Skype-Chat mit Juliane in Australien (während einer Vorlesung) sagte sie, dass sie die Vorlesungen in Tübingen vermisst. Daraufhin kamen wir auf die Idee, die modernen Kommunikationsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Ein kurzer Klick genügte, und sie konnte in Australien die Ausführungen über die Homosexualität (Römerbrief, Kapitel 1) mit anhören… Da die Qualität anscheinend wirklich gut war, werden wir das in Zukunft wiederholen – sie wird also die Vorlesung online mithören. Bis es dafür allerdings Scheine gibt, wird wohl doch noch ein wenig Zeit vergehen…

In Deutschland rockt der Bär

Es rauscht im Blätterwald Deutschlands und schuld daran ist ein Raubtier. Nach Luchsen in Baden und Wölfen im Bayrischen Wald ist seit kurzem auch wieder ein freilebender Bär in Deutschland gesichtet worden – und schon drehen alle durch. Während man Bären ja an sich ganz toll findet und sich auch für ihren Schutz einsetzt, sieht das plötzlich ganz anderes aus, wenn der Nachbar 3 Schafe an so einen „Killer“ verliert. Und schon wird er von Politikern zum Abschuss freigegeben. Würde Strauß noch leben, hätte er sicher schon seinen Bärentöter geschnappt und wäre selbst auf die Pirsch.

Der Fall zeigt das Problem der Ansiedlung von Tieren: Sie bleiben nicht da, wo sie sollen und scheren sich nicht um Ländergrenzen. Und alle sagen „Ja, Bären in Freiheit schon – aber doch nicht hier!“. In anderen Ländern (in Europa z.B. Rumänien, in den Pyrenäen etc.) gibt es immer noch freilebende Bären und die Menschen haben sich damit arrangiert. Man muss allerdings gestehen, dass die Bevölkerungsdichte dort geringer ist.

Mein Vorschlag: Lebendig fangen und im Bayrischen Wald wieder freilassen. Dort ist die Bevölkerungsdichte geringer, es gibt viel unberührte Natur und der Bär kann Rotwild jagen und sich mit den aus Tschechien über die Grenze gekommenen Wölfen darum prügeln.

Staatsfeind Nr. 1?

Bei meiner BILD-Lektüre bin ich auf ein Interview mit Vizekanzler Müntefering gestoßen. Das Interview an sich hat mein Interesse kaum geweckt, ich wusste sowieso was drinsteht und dass BILD polemisch von Abkassieren spricht während Münte auf das zwingende Ende des Spaarstaates verweist und die Steuererhöhung für Schulen, Strassen etc. verwenden will – was dann wieder Arbeitsplätze bringen soll.

Man beachte bei diesem Artikel aber die Gesamtkomposition von Überschrift und Bild. Der erste Eindruck ist überaus wichtig, meistens ändert man ihn auch nicht mehr. Das gilt auch für Artikel. Die Überschrift lautet „BILD sprach mit dem Bundesarbeitsminister über den Gier-Staat. Warum kassieren Sie uns immer mehr ab, Herr Müntefering?“, dazu ein Bild eines arrogant wirkenden, genießerisch rauchenden Münte. Was wird denn hier für ein Bild von Politik und Staat vermittelt?

  • „Gierstaat“ – sowas gibt es bei uns nicht! Wir leben in einer Demokratie…
  • „abkassieren“ – als ob das reine Schikane zum Eigennutz der Politiker wäre.
  • „Sie“ – als ob Münte davon etwas hätte! Das einzige, was ihm die Steuererhöhung bringt, ist Ärger…
  • „uns“ – Wen uns? Die BILD-Redakteure vielleicht? Den Springer-Verlag?

Kein Wunder geht die Wahlbeteiligung nach unten und die Politikverdrossenheit wächst. Das gleiche Interview mit einem anderen Bild (eher gestresst bei Pressekonferenz) und einer etwas modifizierten Überschrift hätte ein völlig anderes Bild vermittelt!

Die 1. (internationalen) Nachdurst-Tage in Kiel

Am Wochenende war ich in Kiel, Hauptanlass war Maikäferfete in meinem alten Wohnheim. Freitag nachmittag direkt vom Bahnhof gings allerdings erst mal an die Uni um noch ein paar Leute zu treffen, danach ins Wohnheim zu Björn, wo ich auch geschlafen hab. Dort bin ich dann erstmal durch die Zimmer gezogen und hab die Leute besucht, danach wurde ich freundlicherweise von unserem ägyptischen Meisterkoch zum Essen eingeladen – übrigens praktisch die einzige „richtige“ Mahlzeit des Wochenendes.

Die Party war dann ganz gut, es waren zwar wesentlich weniger Leute da, als letztes Jahr, aber mir war das eher wurst, solange die da waren, die ich sehen wollte. Zu Beginn der Fete starteten wir mit Wodka-Cola, wobei wir uns gegenseitig immer wieder die Becher füllten und somit das Gefühl für die Menge uns völlig verloren ging. So gegen 2 Uhr machte ich dann eine kleine Pause in der Küche bei den Brezelbäckern und trank mal kurz fast einen Liter Wasser zwecks Verdünnung. In der Küche fand zu diesem Zeitpunkt anscheinend eine Erasmus-Party statt – sie war voller Austauschstudenten. Nach dieser Unterbrechung mit Salzgebäck ging es mir wieder gut und ich machte gleich darauf einen folgenschweren Fehler. An der Sektbar (in der Chillout-Zone) bestellte ich mit einer Spanierin und diversen anderen Sekt. Das Problem war nur, dass der Sekt in die Becher gefüllt wurde – und ich so mal kurz 0,2l Sekt in der Hand hatte!

Wähenddessen war Rode on Tour und bereits schon zweimal gegangen und wiedergekommen um sich auf der Tanzfläche zu verausgaben. Joachim musste allerdings an den Kieler Hecken und Pfützen vorbei von Katja nach Hause gebracht werden. 

Irgendwann landete auch ich auf der Tanzfläche doch so gegen 4:30 Uhr zeigte der Sekt seine Wirkung und ich wurde total müde. Ich ging in Björns Zimmer und schlief sofort ein. Als ich morgens aufwachte, lag ein ehemaliger Mitbewohner neben mir auf dem Boden. Wie ich später erfuhr, hatte er sich mit seinem Zimmergenossen gestritten, der – wie er mir später selbst erzählte – ganz „offiziell in den Papierkorb gekotzt hat“.

Als Gutmensch half ich natürlich beim Aufräumen, allerdings fiel das angekündigte gemeinsame Grillen aus – was mich doch etwas traurig machte. Abends war ich dann in der wg? und wir schauten gemeinsam den Song Contest und den Sieg der irren Finnen an. Ich trank keinen Alkohol mehr, weil ich so furchtbaren Durst hatte, dass ich mich wahrscheinlich total betrunken hätte. Insgesamt habe ich am Samstag locker 5 Liter Wasser getrunken – das lag sicher an den salzigen Brezeln vom Freitag!

Am Sonntag war ich dann noch in der Unikirche und habe anschließend Björn noch beim Tischkickern abgezogen. Alles in allem ein äußerst lustiges Wochenende, das sich in ähnlicher Form sicher wiederholen wird – denn bald ist Kieler Woche!

Vernunft und Ignoranz (am Beispiel des Tokio Hotel-Beitrags)

Ich habe letzte Woche ein Buch gelesen: „Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken“ von Hubert Schleichert (ich dachte, in Tübingen kann das evtl. nicht schaden). In diesem äußerst religionskritischen aber dennoch interessanten Buch stellt der Autor fest, dass es im Grunde unmöglich ist, mit einem von einer Ideologie überzeugten Fundamentalisten zu diskutieren. Weder durch äußere, noch durch innere Kritik kommt man bei und auch Subversivität ist nur ein begrenztes Mittel.

Was das alles mit Vernunft und Ignoranz und Tokio Hotel zu tun hat? Wer mein Blog genau verfolgt, wird feststellen dass momentan die Gefühle in den Kommentaren zu einem Beitrag über Carolin Kebekus hochkochen.

Man kann an diesem Beispiel eindrücklich die von Schleichert erwähnten Prozesse der Überwältigung der Vernunft durch Ignoranz aufzeigen. Der Anhänger einer Ideologie (Tokio Hotel ist der Inhalt meines Lebens) sieht diese Ideologie durch einen Faktor gefährdet und beleidigt (Blasphemie durch Carolin Kebekus und ihre Parodie) und kämpft wider jede Vernunft dagegen an. Das geht soweit, dass mit klassischer, logischer Argumentation nicht mehr dagegen anzugehen ist.

Durch eine Substitution (auch von Schleichert sehr geschätzt) wird deutlich, was ich damit sagen will, wenn ich den Satz von oben nochmals schreibe: Die Anhänger der Religion (ist auch eine Art Ideologie) der (katholischen) Kirche sehen ihre Religion durch einen Faktor (Blasphemie durch den Film Sakrileg) gefährdet und gehen wider jede Vernunft dagegen an (sogar durch Hungerstreiks!!!). Auf die logischen Argumente, dass der Film dadurch wesentlich interessanter gemacht wird, gehen sie dabei gar nicht ein.

Diese Beispiele ließen sich jetzt endlos fortführen… Vernünftig wäre von beiden „Fundamentalisten“ das einfache Übergehen der Blasphemie, denn nichts wird schneller vergessen als etwas, über das keiner mehr redet (steht übrigens auch in dem Buch).

„Das Sakrileg“ oder der Umgang mit Kritik

Der Film läuft am Donnerstag an und alle Welt redet sich den Mund darüber fusselig. Soweit ich gehört habe, ist der Film längst nicht so gut wie das Buch und auch ansonsten eher schlecht (sagten die in Cannes zumindest). Heute habe ich allerdings schon wieder einen dreiseitigen Bericht in IDEA gelesen, wo wieder jeder einzelne der „Anschuldigungspunkte“ auseinandergenommen wurde. Mal abgesehen davon, dass ich es für völlig irrelevant für Christologie, Soteriologie und Eschatologie halte, ob Jesus nun Kinder hatte oder nicht – soooo neu ist das als Thema im Kinofilm nicht. Ich darf hier an den derb schwarzhumorigen Film „Dogma“ erinnern, in dem ebenfalls der „letzte Nachkomme“ (auch eine Frau!) Jesu Christi auftaucht. Darüber habe ich allerdings noch NIE irgendwo was gelesen… Wenn die katholische Kirche sich nicht so über Sakrileg aufregen würde, würden sich für den Film kaum Leute interessieren, aber so… Selbst schuld!
IDEA zieht wenigstens den vernünftigen Schluss, dass der Film immerhin Anlaß gibt, über Inhalte des Christentums zu reden. Und das mit Leuten, die das ansonsten sicherlich niemals tun würden. Ich werde mir den Film auf jeden Fall anschauen, egal ob die Christen in Indien zum Boykott aufrufen.

Zum Thema Film noch was: Ich habe heute „Königreich der Himmel“ angeschaut, den Film über die Kreuzzüge. Ich fand ihn gut, unter anderem war aber auch in diesem Film eine Kritik an der Kirche nicht von der Hand zu weisen. Was heißt Kritik an der Kirche – Kritik an Religion überhaupt und an den Absolutheitsansprüchen von Juden, Christen und Muslimen auf Zion/Jerusalem/al-Quds als ihre Heilige Stätte. Der beste Dialog fand am Schluss statt, als Saladin mit dem Helden über die Übergabe Jerusalems verhandelte.

„Ich brenne Jerusalem nieder mit allen heiligen Stätten!“

Saladin: „Ich frage mich, ob das nicht das Beste wäre…“

Und etwas später, die beste Antwort auf den Grund für die Streitereien um Jerusalem, die ich je gehört habe:

„Was ist Jerusalem wert?“

Saladin: „Nichts….“ und nach ein paar Schritten „Alles!“

Gnadenlehre

Heute in der Römerbrief-Vorlesung:

Es ist ein anthropologisches Problem, dass die reine Gnadenlehre immer abgewandelt wird. Im Pietismus heißt dass dann: Gnade (Sündenvergebung bei der Bekehrung) plus Bewährung (im Leben nach der Bekehrung).

Und auch z.B. auf dem Kirchentag ist es immer Gnade plus. Gnade plus Jutetasche oder Gnade plus Dritte Welt oder Gnade plus „Bloß nicht mein BaföG bei der Deutschen Bank einreichen“.

„Und was für ein schöner Name: Reno…“ „… und Gomorrha!“

Heute kam mal wieder Sister Act – ein Klassiker. Ich habe ihn zwar schon tausend Mal gesehen und deshalb nur immer wieder reingezappt, aber es war trotzdem extrem lustig. Weniger lustig ist, dass inzwischen jeder Chor schon mal Sister Act gespielt hat. Die Lieder wären ja noch ok, aber wenn das nächste Mal ein Chor wieder als Nonnen verkleidet mit Kerzen durch die Kirche zieht, dann krieg ich die Krise … ich hab das jetzt mindestens schon 7x miterlebt.

Was noch großartiger als Sister Act war: es kam außerdem „Die unglaubliche Reise im verrückten Flugzeug„. Auch wenn ich Lena damit nur mäßig begeistern konnte, dieser Film ist einer der lustigsten überhaupt. Da ich ihn schon lange mal mit Armin anschauen wollte, aber es nie geklappt hat (weil es ihn in Videotheken nicht mehr gibt), habe ich jetzt beide Filme (auch den zweiten Teil im Raumschiff) im Internet bestellt. Wenn er dann wieder da ist, können wir beide Klassiker anschauen – natürlich bei einem leckeren Fischgericht…

Ich hoffe, folgenden Dialog wird es dann zwischen uns nicht geben:

„… i muaß glei‘ spei’n.“ „Wos muaßt?“ „Spei’n muaß i!“

Schweinehals.de offline

Im Zuge meiner Umbauarbeiten an diversen Verträgen habe ich heute schwoiga.de gekündigt. Da alle meine Strato-Domains nun zu Puretec umziehen werden, habe ich heute auch den leider völlig vernachlässigten und dadurch auch total veralteten Klassiker „schweinehals.de“ vom Netz genommen.

Ich werde diese Webadresse selbstverständlich nicht hergeben, da sie doch meine wahrscheinlich wirkungsgeschichtlich wichtigste Seite ist. Allerdings ist schweinehals.de seit nahezu 4 Jahren nicht mehr aktualisiert worden – und das ist traurig. Sobald die Seite umgezogen ist, werden zumindest die alten Inhalte in neuer Form irgendwann wieder veröffentlicht. Leider ist es meines Erachtens nicht sinnvoll, auch schweinehals.de wie alle anderen Domains in theglade.com einzubauen, also muss ich mir dafür was Neues einfallen lassen…
Aber wer weiß, was die Grillsaison so für Ideen für die Zukunft bringt?

Glaubensgewissheit

Auch heute habe ich wieder tolle Sachen an der Uni gelernt (siehe auch Beitrag „Fundamentalisten“):

Zum Glauben kommen ist ein passivischer Prozess, es geht um die Schaffung einer Glaubensgewissheit. Wer Glaube als ein Ereignis der aktiven Entscheidung sieht, begeht einen Kategorienfehler.

Nur der Glaube aus Gewissheit lässt sich durchhalten, da er das Handeln als ganzes bestimmt. Ein Glaube, der auf Entscheidung beruht, ist nicht durchhaltbar und kommt früher oder später in eine Krise.

Ich denke, diese Sätze haben für einigen Unmut gesorgt – aber so ist das eben. In Kiel beim Zweifler wärs noch viel schlimmer…

Der Dr. ist im House

Gestern abend startete die schon länger angekündigte Serie „Dr. House“ auf RTL. Die Serie ist eigentlich recht gut, auch die Idee, einen Arzt Detektivarbeit leisten zu lassen, um die Ursache für eine Krankheit zu finden, ist zumindest neu. Ich erinnere mich an die Anfänge von Emergency Room und wie danach die Krankenhaus-Serien boomten, der Gipfel war dann diese Ärzte-Comedy Scrubs sowie „Grey’s Anatomy“ – das ich zugegebener Maßen noch nicht einmal gesehen habe. „Diagnose Mord“, CSI etc. fand ich dagegen immer toll, und diese Linie trifft sich jetzt mehr oder weniger mit ER.

Allerdings kommt etwas hinzu, die seltsame Persönlichkeit der Hauptfigur. Scrubs soll ja Comedy sein, was meines Erachtens Schwachsinn ist, weil man mit Krankenhäusern keine Comedy machen sollte – das will doch keiner sehen, was die Ärzte alles verbocken, und wenn, dann nur um sich über die Ärzte aufzuregen (die jetzt ja auch noch mehr Geld wollen etc… aber das ist Stammtischgeschwätz).

Dr. House ist keine Comedy, zumindest nicht im eigentlichen Sinn. Die Hauptfigur ist auf den ersten Blick in seinem zwischenmenschlichen Verhalten ein Arschloch. Er mag seine Patienten eigentlich nicht und will sie auch gar nicht kennen lernen, es geht ihm um die Krankheit – die will er besiegen, und das kann er auch besser als jeder andere. Wenn er auf Patienten trifft, redet er nicht um den heißen Brei herum und schont sie in keinster Weise (vor allem nicht die, die eigentlich gar nicht krank sind).

Nach der Sendung habe ich mich gefragt, was diese Serie eigentlich über Ärzte aussagt. Sind richtig gute Ärzte automatisch EQ-Nullen? Ist ein George Clooney aus ER überhaupt realistisch? Oder warum sind Hauptdarsteller in Serien so oft geniale Gestörte (vor Dr. House kam „Monk“, ein brillianter aber neurotischer Detektiv)?

Oder ist das alles nur ein schlauer Schachzug der Serien-Erfinder: Das einfache Volk findet die Serien gut, weil da Gestörte auf den Putz hauen und das lustig ist (man denke an den großartigen Sledge Hammer) und die Intellektuellen verstehen die Ironie und den Sarkasmus und erfreuen sich an den intelligenten Plots. Bestes Beispiel dafür wären übrigens die Simpsons!

Ya, ya, yippi yippi yeh!

Heute bin ich kurz entschlossen zu Hornbach nach Lustnau. Dummerweise hatte ich kein Auto und so musste ich etwa eine halbe Stunde vom Bus laufen, aber das Wetter war ja auch grandios.

Also, ich habe Schraubhaken sowie Winkel für Antennenkabel gebraucht – und auf Anhieb gefunden. Wenn man „Hör mal wer da hämmert“ anschaut, ist dort immer die Rede davon, wie toll es für einen Mann ist, in den Werkzeugladen / Baumarkt zu gehen. Und seltsamerweise stimmt es, mir sind auf Anhieb tausend Dinge eingefallen, die ich noch kaufen könnte und die ganz toll sind. Ich bin eben doch, wie einige von euch wissen, ein „Bäschtler“… (Apropos: Die Geschichte müsste auch mal wieder erzählt werden… Simon?).

Gut ausgerüstet habe ich mit meinem neuen Bosch-Bohrer ein Regal und ein CD-Regal an die Wand geschraubt und die Esstischlampe aufgehängt und angeschlossen. Und wie in der Werbung kann auch ich sagen: Ich habs selbst gemacht!