
Die Zosse-Posse war heute auf Tour durch unsere Landeshauptstadt. Auf den Stäffele und Straßen von Stuttgart ist dabei so einiges passiert. Die Bildergalerie zeigt die Höhepunkte der Tour – mit Balimann und jede Menge Stäffele: Zosse-Posse auf Stäffelestour
Das große Zosse-Posse-WM-Tippspiel
Falls sich schon jemand gewundert hat, was der kleine Hinweis „Tobis WM-Punkte“ in der Sidebar bedeutet: Es geht um das WM-Tippspiel. Wir tippen alle Spiele der WM und wer am Schluss am meisten Punkte hat, hat gewonnen. Klingt einfach, ist es auch…
Damit man meinen Punktestand verfolgen kann, habe ich diesen Zähler eingerichtet und zusätzlich eine ausführliche Auflistung meines Tipps gemacht: Tobis WM-Tipp.
Man weiß ja, dass es bei einer WM immer Überraschungen gibt, also habe ich versucht, Überraschungen einzubauen. Das Problem mit Überraschungen ist nur, wenn man sie einplant, sind es keine mehr… die erste Überraschung gab es schon gestern mit dem Sieg Equadors, was meinem Punktestand nicht gerade gut bekam. Wenn es so weiterläuft, wird das ganz bitter…
Jetzt gehts loooos, jetzt gehts loooos!
Deutschland wird Weltmeister!! Woher ich das weiß? Weil der Spiegel und die Wissenschaft es behaupten. Im Artikel „Warum Deutschland Weltmeister wird“ betreibt der Spiegel sogenannte Titel-Arithmetik und rechnet genau vor, dass Deutschland im Finale gegen Brasilien gewinnen wird. Unter anderem mit folgender Begründung:
Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den beiden vergangenen Titeln und dem wahrscheinlichen Sieg 2006: die Trainer. Beckenbauer war 1974 als Spieler Weltmeister (2:1 gegen die Niederlande) und holte den Cup 16 Jahre später auch als Teamchef – mit dem heutigen Bundestrainer als Aktivem. Folgerichtig wird Klinsmann es dem Fußball-Kaiser in einem Monat nachmachen, denn es sind wieder 16 Jahre vergangen.
Na dann ist ja alles in Butter! Hoffen wir das die Statistiker Recht haben, wenn sie behaupten, dass statistisch gesehen die Deutschen alle 4,5 Weltmeisterschaften den Titel holen. Aber demnach ist uns nicht nur dieser Titel sicher, sondern dann auch der von 2022:
Feiern könnte man erst wieder frühestens 2022. Wer dann Bundestrainer sein wird? Eins steht fest: Es wird einer der 23 Spieler sein, die 2006 den Titel holen
Statistik hin, Statistik her, auf jeden Fall muss Deutschland Costa Rica heute 3:0 weghauen, darauf habe ich nämlich getippt!
Überraschender Fund beim Heimatverein
Ich habe gerade ein wenig beim Heimatverein Schwaikheim gestöbert und mir die wirklich sehr gute und informative Seite angeschaut, als mir plötzlich etwas auffiel. Im Bilderarchiv bei den Hochzeitsbildern kam mir das letzte Foto seltsam bekannt vor. Nach einer kurzen Suche auf meiner Festplatte fand ich das Bild dann auch bei den Hochzeitsfotos meiner Oma, es zeigt tatsächlich ihren Hochzeitszug (angeblich übrigens die letzte „öffentliche“ Hochzeit, zu der das ganze Dorf eingeladen war). Da bei dem Bild kein Name steht, habe ich den Webmaster natürlich angeschrieben und ihm gleich noch ein paar weitere Bilder geschickt.
Ich kann die Seite des Heimatvereins jedem nur empfehlen, sie lädt wirklich zum Stöbern und Suchen ein und man findet immer wieder etwas Neues, was man noch nicht kennt (z.B. den „Hummelberggeist“).
Der gleiche Verein verantwortet im übrigen auch die Übersicht über alle Schwaikheimer Vereine, eine tolle Sache, wenn man mal schnell einen Ansprechpartner oder ne Vereinshomepage sucht.
Phishing im Trüben
Heute kam gleich zweimal eine nette Mail, die angeblich von der Adresse „security@sparkasse.de“ stammt. Ein kurzer Blick in den Email-Header zeigte jedoch, dass es bereits mit dem Absender gewisse Schwierigkeiten gibt: 66.17.51.2 is neither permitted nor denied by domain of sparkasse.de
Kommen wir zum Inhalt der Mail:
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass Online-Banking der Sparkasse jetzt noch sicherer ist!
Das freut mich!
Weltweit gilt das TAN-Verfahren als eines der sichersten Legitimations-Verfahren für Online-Bankgeschäfte. Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrügerische Art und Weise TAN-Nummern von Kunden zu erhalten und das Geld ins Ausland zu überweisen.
Ahaaaa…. Ohhhh… Wer macht denn sowas?
Zur Zeit ist uns das Verfahren, die die Betrüger für die Entwendung der TAN-Listen benutzen, nicht bekannt.
Ha ha ha! Nicht bekannt? Das ist ja eine mutige Aussage in einer Email, die meine TANs möchte!
Um Ihre Online-Geschäfte noch besser zu schützen, führt die Sparkasse zusätzliche Schutzmassnahmen ein.
Für den gewöhnlichen Schutz durch nicht nummerierte TAN-Liste haben Sie zwei gültige TAN einzugeben. Wenn sie den neuen iTAN Verfahren benutzen, müssen Sie 20 iTAN eingeben. […]
Großartig! Spätenstens hier müsste auch dem dümmsten User auffallen, dass mit dieser Mail etwas nicht stimmen kann. Was für eine Sinn sollte es denn haben, einmal 2 und einmal 20 (!) TANs einzugeben? Wer fällt denn bitte auf so einen Mist herein?
Achtung! Wir bitten unsere Kunden um Verständnis für diese Überprüfung. Alle Sparkassenkonten, die nicht innerhalb eines Tages authentifiziert werden, werden gesperrt!
Innerhalb EINES Tages? Ich würde sagen, darauf lasse ich es ankommen….
Die Abzocker-Gesellschaft
Kurt Beck hat die Schnauze voll, er beschwert sich über die Mentalität der Hartz IV-Empfänger und fordert, dass man nicht alles rausholt, was geht (Quelle: Spiegel).
Es gibt Dinge, die macht man nicht, sagt Kurt Beck.
Er habe sich nicht vorstellen können, dass Schüler in die Einliegerwohnung der eigenen Eltern einzögen, sich als Bedarfsgemeinschaft anmeldeten und nach dem Abitur Leistungen einstrichen.
[…]
Verantwortlich machte Beck in der Zeitung vor allem „falsche Beispiele“ in der Politik, aber auch in „der Beletage der Wirtschaft“. „Manager, deren Unternehmen bei besten Gewinnen keine Steuern mehr zahlen, sind als Männer des Jahres gepriesen worden“, sagte Beck. Da hätten sich die Leute gesagt: „Auf die paar Groschen für mich kann es ja nicht ankommen.“
Es mag ja stimmen, dass die Wirtschaftsbosse (und gelegentlich auch verschwenderische Politiker!) als Vorbilder dienen. Ich frage mich aber, warum die Bildzeitung z.B. nur äußerst selten über solche Hartz IV-Abzocker berichtet? Statt dessen kommen Berichte über den Abkassierer-Staat oder „was Arbeitgeber wirklich über ihre Mitarbeiter denken!“. Da wird Zorn geschürt, der sich dann darin äußert, dass man eben tatsächlich das rausholt, was geht! Kürzlich hat sogar der Chefredakteur der Bildzeitung in einem Vortrag über die Todsünden (Konkret: Zorn) die Zornlosigkeit zur Todsünde gemacht… (Quelle: Süddeutsche). Er fordert mehr Zorn (auf den Staat etc.) und sieht seine Zeitung als die, die etwas anprangern damit die Menschen zornig werden und dann etwas tun. Was die Bildzeitung aber tatsächlich macht, ist die Leute um des Zornes Willen (denn dadurch werden mehr Zeitungen verkauft) in Stammtischmanier für dumm zu verkaufen.
Natürlich prangert die Bildzeitung auch Ungerechtigkeiten bei Hartz IV an, aber immer nur so am Rande – denn sie weiß genau, dass die meisten dieser Empfänger vermutlich nicht die FAZ lesen.
Fazit: Da kann Beck mahnen so viel er will, solange die Bildzeitung das Feuer schürt, sind seine Worte nur einzelne Tropfen…
Omas Albtraum
Als ich letzte Woche bei meiner Oma war, fragte sie mich ganz traurig, ob das denn stimmen würde, was meine Mutter ihr gesagt hat, dass ich jetzt bald für immer nach Kiel gehen würde…
Ich weiß zwar nicht, wie sie darauf kommt, aber ich vermute, weil ich in Kiel war um das Thema meiner Zulassungsarbeit zu bekommen. Oder meine Mutter hat wieder mal Dinge erzählt, die an den Haaren herbeigezogen sind. Ich habe sie dann beruhigt und ihr gesagt, dass ich in den nächsten Jahren nicht vorhabe, nach Kiel zu ziehen. Daraufhin war sie zufrieden.
Zur Erklärung: Kiel ist für meine Oma etwa so weit weg wie Timbuktu oder das Taka-Tuka-Land!
Der abartigste BILD-Leitartikel aller Zeiten
Die Leitartikel der Bildzeitung sind ja berühmt berüchtigt, weil man sich manchmal in der Tat fragt, warum eine bestimmte Meldung so eine große Relevanz bzw. Anziehungskraft auf den Käufer haben soll. Und auch die Wortwahl der Überschriften ist manchmal an ungewollter Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Was aber ist der wohl abartigste Leitartikel aller Zeiten?
Obwohl der Klassiker „Wir sind Papst“ natürlich ganz vorne mitmischt, habe ich dennoch den König der schwachsinnigen Leitartikel gefunden. Vom 04. August 2001 (Man bedenke: Sommerloch).

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu den Falschmeldungen und fehlerhaften Artikel der Bildzeitung gibt es übrigens im Bildblog.
Retro-gaming deluxe: Privateer unter XP
Da wir am Wochenende mehrfach Besuch hatten, habe ich ein bißchen aufgeräumt und dabei auch meine PC-Spielesammlung sortiert. Bei der Gelegenheit wollte ich dann mal checken, ob ein Teil meiner alten Spiele auch noch unter XP läuft.
Die ersten Versuche scheiterten kläglich, aber dann fand ich glücklicherweise im Internet die Dosbox, und damit lief sogar das alte Kelloggs-Spiel „Tony and Friends in Kellogg’s Land“. Ich kann das Programm nur jedem empfehlen, besonders wenn man so viele DOS-Games hat wie ich.
Für jeden, der dies nicht hat, aber möchte, gibt es Home of the Underdogs, eine Seite mit hunderten von alten Spielen (meistens legale Vollversionen!). Dort fand ich auch Wing Commander Privateer, eines der besten Weltraumspiele aller Zeiten. Und es läuft in der Dosbox, sogar mit Speechpack!
Ich habe auch eine Seite gefunden, auf der man unter dem Namen Privateer Gemini Gold das komplette Spiel aus dem Jahr 1993 einfach für XP originalgetreu nachgebaut hat. Allerdings merkt man schon, dass es eine Kopie ist – und an das alte Original kommt die Version einfach nicht hin, auch wenn die Steuerung und die Grafik im Flug natürlich im Remake wesentlich besser sind.
Leider muss ich ne Hausarbeit schreiben, sonst würde ich die ganzen Ferien durchspielen…
Kleines Ratespiel für Theologen
Kürzlich in der Römerbrief-Vorlesung sprach der Prof von sogenannten „Asterix-Christen„, was könnte das denn sein?
Mir sin die wo gwinne wellet!
Bei SWR3 kann man sich alle Folgen des Klinscamps anhören – immer wieder lustig. Sogar Klinsi selbst findet die Serie „absolut genial“ und meint, er müsse sein Englisch noch verbessern (in „Der echte Klinsi über Klinscamp“).
Ich finde Klinscamp übrigens genau so gut wie Münte von NDR2, nur eben schwäbischer.
Parkplatzsolidarität
In Tübingen gibt es in der Nähe des Theologicums einen großen kostenpflichtigen Parkplatz, der hauptsächlich von Studenten genutzt wird. Die Stunde kostet 0,50 € und ab 4 Stunden kann man den ganzen Tag dort parken. Ich bin gestern so gegen 14:00 Uhr auf den Parkplatz gefahren (um diese Zeit ist dort auch wieder was frei) und wollte mir gerade einen Parkschein lösen, als mir eine den Parkplatz verlassende Studentin ihr Ticket gab – das den ganzen Tag galt. Während ich zum Auto lief, passierte das gleiche auch einem anderen Studenten.
Und da heißt es immer, die Leute werden immer egoistischer! Ich werde auf jeden Fall in Zukunft dasselbe tun, wenn ich den Parkplatz vor 19:00 Uhr verlasse…
Freiheit, die ich meine…
Die Lektüre von Joachims Artikel über das FDP-Flugblatt zur Freiheit hat mich zum Nachdenken gebracht. Joachim hat die Kernthese schon widerlegt, hat den einzelnen Punkten aber weitestgehend zugestimmt.
Ich dagegen muss mich gegen die Argumentation, dass Religion Privatsache ist, sträuben. Das hätte die FDP gerne so, aber das widerspricht leider der Grundlage für Glaube und damit Religion, nämlich einer persönlichen, durch Offenbarung begründeten Glaubensgewissheit, die mein Handeln und meine Weltsicht bestimmt. Diese Glaubensgewissheit drängt nach außen und möchte weitergegeben werden, denn der Anspruch, die einzige wahre Religion zu haben, bringt mit sich, dass man andere „missionieren“ will (außer man ist Gnostiker etc.). Daher würden Muslime auch niemals behaupten, dass Religion Privatsache ist, ihre Religion fordert sogar, dass man darauf hinarbeiten soll, dass die Macht im Staat in die Hände der Muslime kommt. Eine Trennung von Staat und Religion funktioniert daher auch nur bedingt, siehe Türkei, denn der islamische Idealfall sieht leider so aus wie im Iran.
Das Problem mit der Freiheit liegt in dem einen Satz: „Für uns ist die Basis friedlichen Zusammenlebens das Grundgesetz.“. Das stimmt. Freiheit braucht eine Basis, einen letzten Grund, der diese Freiheit garantiert. Das paradoxe ist, dass damit die Freiheit eingeschränkt wird. Denn die Freiheit kann nur dann garantiert werden, wenn alle sich insofern in ihrer persönlichen Freiheit einschränken, als dass sie sich dieser Basis unterordnen. Deshalb ist es so gefährlich, mit Verweis auf z.B. die Religionsfreiheit, Gruppierungen Rechte zuzugestehen, obwohl diese die eigentliche Grundprämisse für dieses Zugeständnis überhaupt nicht teilen.
In unserem Grundgesetz (Art 4) steht:
- Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
- Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Die ungestörte Religionsausübung wird allerdings dann nicht mehr gewährleistet, wenn damit gegen andere Verfassungsrechte verstoßen wird. Auch hier findet also eine notwendige Einschränkung der Freiheit statt, und so ist es auch kaum verwunderlich, dass Religionsgemeinschaften häufig im Visier des Verfassungsschutzes stehen.
Wie Joachim beim Start von Libertas Cara richtig feststellte, hat sich das Christentum „nicht trotz der zur Freiheit führenden Aufklärung bis heute gehalten. Sondern die Aufklärung konnte es nur geben wegen des Christentums.“ (Siehe dazu auch die umfangreiche Diskussion) Es ist bitter, dass die Freiheit soweit gekommen ist, dass sie sich von ihrem Ursprung abgelöst hat und Toleranz und Religionsfreiheit heute bedeuten, dass man gegen die „Vormachtstellung“ des Christentums vorgeht.
„Wir leben Toleranz“. Das ist schön, und ich unterstütze das. Aber Toleranz bedeutet, dass ich eine andere Meinung aushalte. Es bedeutet nicht, dass ich keine eigene Meinung mehr haben darf.
DSDS: Rammstein rulez!
Alt, aber trotzdem lustig:
Ist nicht mehr weit weg von „Press sie aus, die Zitrone!“… Quelle: eblogx.de



