Verweigerer werden verweigert

Regelmäßig kommen in Idea Berichte über Schulverweigerer, christliche Eltern, die ihre Kinder nicht auf eine öffentliche Schule schicken wollen.

Die Eltern begründen dies damit, daß sie ihre Kinder wortgetreu nach den Vorgaben der Bibel erziehen und von Einflüssen fernhalten wollen, die den Geboten Gottes zuwiderlaufen.

In der kurzen Meldung „Schulverweigerer scheitern mit Verfassungsbeschwerde“ auf idea.de wird heute (überraschend emotionslos) darauf verwiesen, dass das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde nicht zur Entscheidung angenommen hat.

Fragt sich nur, ob das überhaupt etwas bringt. Dass Eltern, die ihre Kinder von weltlichen Einflüssen fern halten wollen und sie deshalb von einer staatlichen Schule nehmen, es überhaupt in Erwägung ziehen, Teile des selben Staates für eine Beschwerde anzurufen, kommt mir schon etwas seltsam vor. Dass sie sich dann aber an die Entscheidung dieses staatlichen und damit (bösen, gottlosen, von den Mächten beherrschten) weltlichen Organs auch halten, ist dann doch gänzlich unwahrscheinlich.

Die ultimative Zosse-Posse-Sprüchesammlung

Es ist an der Zeit, an der Zeit, endlich einmal alle Sprüche zu sammeln, die zum kollektiven Reservoir der Zosse-Posse gehören. Ich werde nun damit anfangen und hoffe, dass ihr noch weitere findet, an die ich mich nicht mehr erinnere. Diese Sammlung dient der Archivierung, auf das die besten Brüller nie vergessen werden…
Ich schreibe immer den Spruch und in der Klammer die Herkunft, kursive Wörter werden als Schlagwörter gebraucht und verweisen dann meistens auf den ganzen Spruch.

Zur Vereinfachung werde ich die Sprüche in verschiedene Kategorien ordnen:

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Gewitter…

Habt ihr schonmal ein Gewitter erlebt, bei dem der Donner konstant zu hören ist? Bei uns ist dies gerade der Fall und es ist unheimlich… der Himmel rot und voller Blitze… so muss die Apokalypse sein!

Erdbeeren gegen Funkmast

Man stelle sich folgendes (hypothetisches?) Szenario vor:
Ein Bauer protestiert gegen den Handyfunkmast auf dem Treibhaus der benachbarten Gärtnerei – und das darf er auch (wobei es fraglich ist, wie stark er tatsächlich betroffen ist, da die Gleichung „näher dran = mehr Strahlung“ nicht universal gültig ist).

Dieser Bauer verkauft nun seit Jahren Erdbeeren, die überall um den Bauernhof herum auf den Feldern wachsen und dort z.T. auch von den Kunden selbst gepflückt werden können. Nun aber denkt sich der Gärtner „was der kann, kann ich auch“ und bietet ebenfalls „frische“ Erdbeeren an, und zwar günstiger als der Bauer – und das darf er auch.

Nun ergibt sich aber folgendes Problem: Die ganzen Erdbeerfelder um den Bauernhof (und die Gärtnerei) gehören dem Bauern – das steht aber nirgendwo. Ebenso führen alle Schilder mit der Aufschrift „frische Erdbeeren“, die der Bauer aufgestellt hat, nun auch zum Gärtner und seinen billigeren Erdbeeren, die er sonstwo her hat (es wäre natürlich möglich, das er anderswo eigene Erdbeerfelder hat, das möchte ich hier gar nicht ausschließen).

Man könnte jetzt vermuten, dass die Kunden so hinters Licht geführt werden sollen und das sorgt natürlich für Unmut. Ich aber behaupte einfach, das die Leute ja nicht blöd sind und die ganze Sache durchschauen… und wenn nicht, dann gibt es für den Bauern nur eine Möglichkeit: In jedes Feld muss ein großes Schild, wem die Erdbeeren gehören – dann ist der Kas g’essn!

Antibiotika? Hols der Geier…

Vorher kam ein spannender Bericht auf ARD in der Sendung Weltspiegel. Es ging um „das Sterben der Geier“ in Indien, wo Millionen von Geiern in den letzten Jahren an einer mysteriösen Krankheit gestorben sind. Man hat nun herausgefunden, dass ein in der Tiermedizin verwendetes Arzneimittel daran schuld ist: Diclofenac

„Diclofenac wird mehr als alle anderen Medikamente verwendet. Mehr sogar als Antibiotika. Es hilft gegen Vieles – Fieber, Gelenkschmerzen und alle Art von Entzündungen. Deshalb spritzen wir es sehr häufig.“
[…]
Für die Nieren, vor allem aber die Leber der Geier, so fand Dr. Prakash heraus, ist der Pharmacocktail reines Gift. Innerhalb von vier Wochen ist das Ende des Vogels gewiss.

Nun mag sich der ein oder andere fragen, warum denn das mit den Geiern so schlimm ist, schließlich sind es doch häßliche Viecher und ernähren sich von Aas und überhaupt. Leider ist das Problem aber größer, als es auf den ersten Blick scheint. Der Geier ist das „heimliche Wappentier“ Indiens. In einem Land, dessen zu einem Großteil hinduistische Bevölkerung die meisten Tiere als heilig betrachtet und daher weder schlachtet noch sonstwie verwertet, ist ein Aasfresser ein wichtiger Garant gegen herumliegende Tierkadaver und damit für die Gesundheit von Tieren und Menschen.
Auf den Tierfriedhöfen, wo früher tausende von Geiern die abgeladenen Kadaver in Minuten verschwinden ließen, gibt es heute kaum noch Geier. Das verwesende Fleisch wird so nur zu einem Teil von wilden Hunden und Krähen gefressen, die den Job des Geiers übernommen haben. Es gibt dabei nur ein Problem:

Der aber war durch sein Immunsystem vor den tausendfachen Erregern im verwesenden Fleisch geschützt. Hunde und Krähen dagegen tragen sie in Dörfer und Städte.

Im Artikel „Schmerzmittel tötet Geier“ des Abendblattes wird die Veterinärmedizinerin Lindsay Oaks von der Universität Washington zitiert, die den Zusammenhang zwischen Diclofenac und dem Tod der Geier vor einigen Jahren herausgefunden hat:

„Es ist der erste erwiesene Fall, dass ein pharmazeutisches Produkt eine ökologische Katastrophe solchen Ausmaßes verursacht“

Wer nun mit Verweis auf diese Tatsache die Benutzung von Antibiotika oder anderen Produkten bei Tieren abschaffen will, muss dabei aber auch sagen, dass in Indien der Gebrauch von Medikamenten nicht in dem Maße beschränkt ist, wie hier bei uns. Das bedeutet, dass Diclofenac dort wesentlich schneller zum Einsatz kommt und noch dazu in viel höheren Dosen… Trotzdem muss man sich fragen, ob etwas ähnliches nicht auch bei uns passieren könnte.

Fußball und andere schöne Sachen…

Hallo zusammen, da ich jetzt schon von mehreren Seiten wieder gehört habe, dass von dem „Le“ im Blog nicht viel zu sehen ist, mal wieder ein Beitrag von mir. Ich weiß immer gar nicht so richtig was ich schreiben soll, weil ich immer denke, dass interessiert ja doch keinen. Aber anscheinden schon, also schreib ich eben was.
In den letzten Wochen wurde das Zusammenleben von Tobi und mir stärker als ich dachte durch die Fußball-WM beeinflusst. Nicht nur dass wir ständig Fußball schauen und dabei grillen (letzten 5 Tage ganze 4 mal!) sondern Tobi macht ja auch beim Zosse-Posse-Tippspiel mit (und ich net :-(). Seitdem hängt seine Stimmung des öfteren vom Ausgang eines Spiels ab, sowohl positiv als auch negativ. Ich persönlich finde das ein bißchen übertrieben, wobei ich die WM an sich ziemlich klasse finde und auch brav die meisten Spiele mit anschaue – man will ja mitreden können! Tobi wird jetzt wieder sagen ich lästere aber das stimmt gar nicht, das ist einzig und allein ein Tatsachenbericht *g*.
Bei der ganzen WM bin ich vorallem aber von den Deutschen positiv überrascht. Soviel Enthusiasmus und Energie hätte ich den Fans gar nicht zu getraut. Also ich finde das „neue deutsche Wir-Gefühl“ große Klasse! In diesem Sinne: Auch Du bist Deutschland und „A guats Nächtle!

Korber Straßenfest, so schön…

Heute war ich auf dem Korber Straßenfest und habe wider Erwarten dort jede Menge Schwaikheimer gesehen. Obwohl das von den Vereinen veranstaltete Fest dem Schwaikheimer Fleckenfest sehr ähnelt, waren wir uns einig, dass es an dieses einfach nicht rankommt. Aber ich denke, das dürfte normal sein und die Korber sagen das sicher auch vom Fleckenfest.
Neben den Schwaikheimern traf ich auch einige Leute von meiner alten Schule, unter anderem den Klima, den Svilg und vor allem Wulf, so schön… Leider musste ich ihm erzählen, dass unser Abi-Bild vom diesjährigen Abijahrgang übermalt wurde – er fands wie ich eine Schande!!!

Ole ole!

Obwohl ich mit dem Italien:USA-Spiel leider daneben lag, war dies ein großartiger Tag. Ich war der einzige, der auf Sieg für Ghana getippt hat – und zwar 2:0!!!

Schluss mit Tokio Hotel

Zum ersten Mal in der Geschichte des ToLeBlog habe ich die Kommentarfunktion bei zwei Beiträgen abgeschaltet. Wie ihr euch sicher schon denken könnt, handelt es sich um die Beiträge über Tokio Hotel und Carolin Kebekus (Carolin Kebekus vs. Tokio Hotel bzw. Vernunft und Ignoranz)… ich habe kein Bock, dass mein Blog nur von Fans und Antifans besucht wird, schließlich ging es mir eigentlich in den Beiträge darum darzustellen, wie bescheuert dieses gegenseitige Beleidigen überhaupt ist. Und 123 Kommentare, von denen in der Hälfte etwa das gleiche steht, reichen…

Ich habe die Kommentarfunktion für diesen Beitrag nicht abgestellt, werde aber Kommentare mit Inhalten wie „Tokio Hotel ist so toll!“, „Bill ich liebe dich!“ oder „Die Jungs von Tokio Hotel sind voll scheiße!“ sofort löschen bzw. gar nicht erst genehmigen…

Der Schneider, die Sau!

Man erinnere sich an die Figuren der Zosse-Posse, deren einer auch „Tynn, die Sau“ ist. Nun bin ich zufällig bei einer Google-Suche auf eine lustige Seite gestoßen, die vom Namen her eigentlich zur Zosse-Posse passen würde: www.sauschneider.info

Es ist die Seite der Musikgruppe „d’Sauschneider“, die hauptsächlich Gstanzl singen – meines Erachtens eine der lustigsten Liedgattungen, die es gibt. Das ganze ist zwar bayrisch, aber trotzdem lustig (für die norddeutschen Leser des Blogs ist das im Süden eh alles das gleiche).

Im selben Zusammenhang ist auch www.lumpenlieder.de zu empfehlen, auch dort eine Vielzahl an Gstanzln, aber auch schwäbisches Liedgut.
Die meisten Gstanzl sind extrem derb, vor allem im Blick auf Pfarrer, aber einen gemäßigten gebe ich euch noch mit auf den Weg:

Für die Flöh gibt es Pulver
für die Schuh gibt es Wix
für den Durst gibt es Wasser
bloß für d’Dummheit gibt’s nix.

In diesem Sinne…

Abzocke-Knast stürzt Papst!!!

Tim hat in seinem Blog auf den neuen Schlagzeil-o-mat bei Bildblog.de hingewiesen, der Schlagzeilen in unübertrefflicher Bildzeitungsmanier ausspuckt. Natürlich habe ich gleich mal ein paar erstellt (siehe auch Titel!):

Sekt-Naddel küsst Hund!
Drogen-Naddel erklärt Brot!

Naddel ist anscheinend immer eine Schlagzeile wert, beide Schlagzeilen wären auch ohne weiteres möglich – Naddel traut man schließlich alles zu!

Während

Luder-Klinsi frisst Tier!

schon etwas seltsam klingt, aber noch prinzipiell denkbar wäre, sind folgende Schlagzeilen schon jenseits von gut und böse:

Porno-Beichte frisst Schumi!
Käse-Tänzerin frisst Minister!

Dann kommen wieder durchaus im Sommerloch mögliche Schlagzeilen:

Geheim-Oma beißt Killer!
Florida-Onkel köpft Anwalt!

Ja ja, die Verwandtschaft…

Aber auch Oli Kahn kriegt sein Fett weg… wird hier vielleicht schon auf ein mögliches Halbfinale Deutschland-Iran angespielt?

Raffke-Titan würgt Mullah!

Zuletzt gehen wir in die Politik. Und endlich macht einer der von Bild sogenannten „Abzocker“ etwas für das Wetter:

Raffke-Politiker fordert Sonne!

In die Zeit von Schröder gehört offensichtlich diese Schlagzeile:

Chaos-Kanzler beißt Rente!

Das Allerbeste aber ist, wenn sich steuerflüchtige Pseudoprominente in die Politik einmischen und „endlich“ das deutsche Steuer- und Sozialsystem ändern:

Asyl-Naddel stoppt Hartz IV!

Speer @ Storch

Bekanntlich ist der Storch in Deutschland (wie in ganz Europa) geschützt und darf nicht gejagt werden. Da er aber ein Zugvogel ist, kommt er auch in Länder, in denen Jagd auf Störche gemacht wird. Israelnetz.de berichtet im Artikel „Tapferer Storch in Israel“ von einem Exemplar, das offensichtlich in einem Kochtopf landen sollte:

In der vergangenen Woche ist im Hule-Reservat in Nordisrael ein Storch gelandet, der von einem Speer durchbohrt war. Der Storch war auf seinem jährlichen Weg von Afrika nach Europa.
Laut Joav Perlman, einem Ornithologen der Naturschutzgesellschaft in Israel, konnte der Vogel seinen Flug fortsetzen, weil der afrikanische Jagdspeer zwar die Basis des Flügels, aber kein lebenswichtiges Organ durchbohrt hatte. So konnte das Tier mit dem Speer im Körper die Tausende von Kilometern von Afrika ins Huletal zurücklegen.

Der Storch wird wohl in Israel bleiben, wobei auf ein Einfangen und Entfernen des Speers wegen des Stresses für das Tier verzichtet wird.

Aber kein Wunder ist die Geburtenrate in Deutschland (und Europa allgemein) so niedrig, wenn die Störche alle in Afrika gegessen werden oder im Nahen Osten bleiben…