Bayrische Elche

Tim hat mich mit seinem Beitrag über Elche daran erinnert, dass ich kürzlich was über die „größte Hirschart“ gelesen habe. Es war bei br-online.de, dort steht, dass der Elch das Tier des Jahres 2007 ist.

Der Elch ist ein ausdauernder Wanderer – und er kümmert sich nicht um Grenzen. Deshalb halten es Wildbiologen für wahrscheinlich, dass der schwerste unter den Hirschen in Bayern wieder heimisch werden könnte. Im Dreiländereck Tschechien Deutschland Österreich haben sich einige der Tiere angesiedelt. Der Elch ist Tier des Jahres 2007, wie die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild bekannt gab.

Darum, wenn Tim meint, es gäbe in Skandinavien gar keine Elche: Die sind vermutlich in Richtung Bayern ausgewandert. Und da sie keine Schafe reißen, ist die Chance groß, dass sie dort auch nicht abgeschossen werden. Während in Norwegen die Elchjagd ja Volkssport ist. Wobei…

So mancher Irrläufer soll zudem hin und wieder in einer bayerischen Tiefkühltruhe verschwunden sein – heimlich, denn Elche gehören zwar laut Jagdgesetz zu den „jagbaren Tieren“, genießen aber hierzulande ganzjährige Schonzeit.

Das waren sicher Norweger!

Ein Mathe-Problem

Hab heute im StudiVZ eine Gruppe mit über 33000 Mitgliedern gefunden*, die „Mathe ist ein Arschloch!“ heißt. Das fand ich eigentlich schon lustig, noch viel lustiger ist jedoch, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich darüber aufregen, dass es diese Gruppe gibt.

Daher gibt es diverse Gruppengründungen („Mathe ist doch kein Arschloch“ etc.), und der Gründer der Mathe-Arschloch-Gruppe wurde sogar per Nachricht beleidigt, dass er ja wohl selber doof sei (er studiert Mathematik, DAS ist das eigentlich witzige an der Sache) und auch alle Mitglieder der Gruppe doof sind und überhaupt nicht analytisch denken können.

Als ob es sich lohnen würde, sich über eine StudiVZ-Gruppe aufzuregen, die Mathe doof findet. Es ist schon interessant, was manche Leute für Sorgen haben…

* Ja, Regina, ich hab die Gruppe in Deinem Profil gefunden! :-)

Apropos Waldparkplatz

Ich habe heute mein Fahrrad auf Vordermann gebracht und bin dann kurz entschlossen zu einer kleinen Testfahrt aufgebrochen. Nachdem ich außerhalb von Pfrondorf an die Stelle gekommen war, an dem bei Spaziergängen meistens Schluss war, bin ich einfach weiter in den Wald gefahren. Und siehe da, da war ein großer Grillplatz mit 5-6 Grillstellen für offenes Feuer – und ich wusste bisher gar nichts davon!

Es ging dann durch den Wald weiter, ich habe mich bei der Gelegenheit geärgert, dass ich meinen Fotoapparat nicht mitgenommen hatte, denn natürlich hätte es jede Menge zu fotografieren gegeben.

Irgendwann war ich dann immer weiter im Wald und immer weiter und es ging immer runter und ich sagte mir „wenn es immer runter geht, muss ich doch irgendwann auch wieder hoch!“ Zum Glück wusste ich die Himmelsrichtung, in der Pfrondorf lag, und so fuhr ich nach Gespür. Mein Gespür behielt auch recht, nur war ich inzwischen so weit bergab gefahren, dass es mich einige Anstrengung kostete, wieder nach oben zu kommen. Ich habs aber geschafft… nur beim nächsten Mal werde ich weniger Abfahrt genießen.

Warten, warten, warten…

Ich war heute mit meiner Großtante im Krankenhaus, sie hatte einen Termin in der Augenklinik. Der Termin war um 13:00 Uhr, ich war realistisch und tippte, dass wir um etwa 15:00 Uhr wieder rauskommen würden. Selbstverständlich habe ich ein Buch mitgenommen.

Es dauerte etwas länger. Genauer gesagt waren wir um 16:45 Uhr fertig. Ich konnte daher fast das ganze Buch lesen, was einen Vorteil darstellt. Der Nachteil liegt auf der Hand: Ödes Wartezimmergesitze mit jede Menge genervten Patienten und einer Großtante, die auch nicht gerade zufrieden war.

Das lustige ist ja, dass in solchen Situationen irgendwann der Frust in „Galgenhumor“ umschlägt und jeder anfängt, Witze über zu reißen. Den besten Spruch sagte ein älterer Mann, nachdem ich feststellte: „Em Krankahaus, do lernsch Geduld!“. Er antwortete mit: „Jo, do wirsch krank beim Warta!“.

You can’t beat the feeling!

Mal wieder was von Idea.de, heute unter der Überschrift „Wenn Christus sich einen Schluck Coca-Cola gönnt„:

Ein italienischer Spielfilm darf zu Ostern nicht erscheinen, weil darin Jesus Christus aus einer Dose Coca-Cola trinkt. Aufgrund der Szene hat der Getränkekonzern Rechtsmittel eingelegt und Regisseur Claudio Malaponti gezwungen, die Szene herauszuschneiden.

[…]

Der Film mit dem Titel „Sieben Kilometer vor Jerusalem“ erzählt die Geschichte eines
Werbefachmanns, der in seiner Midlife-Krise eine Reise ins Heilige Land antritt. Unterwegs nimmt er einen Tramper mit – es stellt sich heraus, dass es sich um Jesus Christus handelt, der kurz darauf den umstrittenen Schluck aus der Dose nimmt.

Die Frage ist nun, warum der Konzern dagegen vorgeht, ist dies doch ganz offensichtlich ein (unbezahlter) Fall von product-placement. Ich vermute, dass Coca-Cola befürchtet, dass genau dies das Problem ist und aufrührerische Christen gegen den Konzern protestieren. Ich frage mich jedoch, ob das Trinken von Coca-Cola nun wirklich so ein schwerwiegendes theologisches Problem darstellt.

Mit dieser Meinung stehe ich anscheinend nicht allein:

Regisseur Malaponti ist über das Einschreiten von Coca-Cola verärgert. Die Veröffentlichung des Films verzögere sich nun um mindestens drei Wochen. Dabei habe der Streifen bereits Unterstützer im Vatikan. Angeblich habe ihm sogar der Papst einen Brief geschrieben, in dem er ihm versichere, die Cola-Szene verletze nicht die Gefühle der Christen.

Nun gut, ich weiß nicht, inwiefern der Papst für alle Christen und ihre Gefühle sprechen kann, aber in diesem Punkt hat er zumindest meine Zustimmung. Allerdings gibt es sicher auch Christen, die sich darüber aufregen würden, weil Coca-Cola doch so ein böser Konzern ist, der andere kaputtmacht und überdies das natürlich ein ganz schlechtes Vorbild für die Jugend ist, denn Cola ist doch so ungesund.

Dass es solche Reaktionen gibt, ist unvermeidbar, bei einer Flasche Wein wäre es auch nicht anders. Also alles Bähmulla bei Coca-Cola!

Die Welt geht unter!

Wir werden alle sterben! Verhungern, um genauer zu sein! Bald! Sehr bald! Genauer gesagt: an diesem Wochenende! Woher ich das weiß? Tausende von Hamstereinkäufern können nicht irren!

Was heute beim Real los war wird nur noch vor Weihnachten und Neujahr getoppt. Wie ich gehört habe, war es am Donnerstag bereits ähnlich. Es kann doch nicht sein, dass man wegen eines Tages mehr plötzlich Unmengen an zusätzlichen Einkäufen benötigt. Ich jedenfalls nicht.

Allerdings wurde ich auch ganz komisch angeschaut, weil ich kaum etwas im Einkaufswagen hatte. Vielleicht war das ein Fehler. Ich werde mich mal am Dienstag melden, ob ich verhungert bin.

Altes System

Vorher kam der Anruf eines Bekannten mit Computerproblemen. Er hatte versehentlich im laufenden Betrieb unter Windows das Windows-Verzeichnis umbenannt. Trotz sofortiger Reparierversuche konnte er zusehen, wie sein Windows sich von Sekunde zu Sekunde mehr verabschiedete, bis nur noch der blinkende Cursor hinter dem „C:\>“ da war.

Ein XP-System (mal abgesehen davon, dass das vermutlich gar nicht gehen würde) wäre wohl total aufgeschmissen. Es war aber ein Rechner von 1999 mit NT. Nach dem Neustart hatte das System es irgendwie im abgesicherten Modus in die Eingabeaufforderung geschafft. Komischerweise hat NT bei der Gelegenheit ein neues Windowsverzeichnis erstellt. Deshalb war der Bekannte (trotz DOS-Handbuch) mit dem Umbenennen überfordert.

Meine mit wenig Zuversicht ausgesprochene Anweisung, erst das neue Windows-Verzeichnis umzubenennen und dann das alte wieder in „Windows“ zu ändern, hat erstaunlicherweise auf Anhieb funktioniert. Und danach hat NT auch wieder ohne Murren gestartet.

Ob das wohl bei XP oder Vista auch geklappt hätte?

Meine „blaue Mappe“…

… kam heute mit der Post. Sie ist bis zum Rand gefüllt mit Informationen und Formularen für meinen Einstieg in das Berufsleben.

Ich habe die diversen Merkblätter mal quergelesen und weiß jetzt, dass ich ein öffentliches Gebäude (Schule) nicht mehr betreten darf, wenn in meinem Haushalt die Pest ausgebrochen ist…

Deutschland, deine Wurst! [Satire!]

Was es nicht alles gibt! Heute finde ich die „Familienwurst für Deutschland“ auf Bild.de. In einer groß angelegten Werbeaktion wird das besondere Wurstprodukt von Reinert beworben.

So heißt es bei den Tipps zum Wurst-Einkauf z.B.

Wer sich bewusst ernähren will, muss wissen, was in den Lebensmitteln steckt.

Problem: Für den Verbraucher ist nicht immer leicht zu erkennen, welche Inhaltsstoffe in bestimmten Produkten enthalten sind.

Wow, da wäre ich wohl nie selber draufgekommen. Das wäre doch wirklich toll, wenn man irgendwie feststellen könnte, was drin ist, in der Wurst. Die Inhaltsstoffe auf der Verpackung lesen? Tolle Idee! Aber wer garantiert mir, dass das auch drin ist? Die Lebensmittelgesetze? Der Hersteller? Der Gesundheitsminister? Ist mir auch Wurst – Hauptsache, das tote Tier schmeckt!

In den Details steht dann auf der gleichen Seite zum Thema Inhaltsstoffe:

Welche Teile von welchem Tier wurden verarbeitet?

Muskelfleisch ist besonders hochwertig. Risikomaterial, zum Beispiel Teile vom Rind mit erhöhtem BSE-Risiko (Hirn, Knochenmark) haben in der Wurst nichts zu suchen.

Das ist zuerst einmal nichtssagend. Dass Muskelfleich hochwertig ist, hat mit der Frage nichts zu tun, es steht ja nicht da, dass Muskelfleisch verarbeitet wurde. Welches Tier verarbeitet wurde, steht auch nicht da. Außerdem wird im zweiten Satz der Eindruck erweckt, dass (andere) Wursthersteller BSE-Risikomaterial verwursten. Das ist allerdings gesetzlich verboten! Eine eindeutige Formulierung wäre hier sinnvoll gewesen, aber dann hätte man sich den ganzen Absatz auch sparen können.

Es gibt natürlich auch einen „Promicheck „zum Thema „Familienwurst“. Dort werben ein weniger bekannter Schauspieler und ein vor 10 Jahren erfolgreiches Sportlerehepaar für die tolle Wurst:

Die Leichtathletin und der Tennisspieler sind seit 2005 verheiratet und gerade sind sie zum zweiten Mal Eltern geworden. Ihr Urteil: „So muss eine richtig gute Fleischwurst schmecken. Und bei Reinert weiß man eben, was auf den Tisch kommt.“

Weiß man das? Die Logik erschließt sich nicht sofort, denn schließlich steht wie bereits erwähnt im anderen Artikel, dass man von außen nichts über die Inhaltsstoffe von Würsten sagen kann. Aber Sportler haben ein großes Vertrauen, vor allem, wenn sie dafür bezahlt werden.

Jetzt die Preisfrage: Wo gibt es diese Wurst?
Auf jeder Seite des Familienwurst-Werbekomplexes sind unten die Logos der FamilienwurstfachverkäuferInnenarbeitgeber zu sehen, unter anderem Lidl, Real, Marktkauf und Toom (im Baumarkt?).
Edeka ist nicht dabei… damit ist es keine „Familienedekawurst“, sondern höchstens eine „Novo Familienwurst“ – was aufs Gleiche rauskommt, wenn man Portugiesisch kann.

Bahnhofserlebnisse

Wenn man am Wochenende spät mit der S-Bahn aus Stuttgart nach Hause fährt, ist eines sicher: es ist immer was los.

Gestern waren wir in Stuttgart essen und sind mit der S-Bahn um 0:15 Uhr in Schwaikheim angekommen. Wir (Lena, Dani, Regina und ich) waren schon am Auto, als zwei Dinge passierten. Uns fiel erstens auf, wie auf der anderen Gleisseite ein paar Jugendliche etwas Aufruhr machten, weil es einem der Jugendlichen nicht besonders gut ging (Stichwort: Komasaufen). Zweitens tauchte ein älterer Kurde auf, der nicht mehr aus Schwaikheim weg konnte, weil er die letzte S-Bahn verpasst hat. Ich gab ihm erstmal unsere Netzkarte und richtete den Fokus auf die Jugendlichen.

Diese beschimpften einen älteren Mann, der dann auf unsere Seite kam und ganz offensichtlich die Polizei und Krankenwagen rief. Zurecht. Die Jugendlichen fingen an, ihren Kumpel Richtung Industriegebiet zu schleppen, nachdem sie dem Mann noch Prügel angedroht hatten. Zwischenzeitlich hat der Kurde immer noch ständig gefragt, wie er nach Stuttgart kommt.

Es tauchten die Leute aus der Bahnhofsgaststätte auf, eine Türkin konnte dem Kurden nicht helfen, bzw. wollte nicht, wie es der Kurde später sagte („Faschisten“ war seine Bezeichnung).
Jedenfalls waren die plötzlich wieder weg, dafür kam die Polizei. Nach einem kurzen Gespräch mit uns tauchte auch der Anrufer wieder auf. Seine Ausführungen („Ich han Rot-Kreiz-Erfahrung!“) wurden geruchlich untermalt von einer nicht zu verachtenden Fahne. Die Polizei fuhr aber dann glücklicherweise doch auf die andere Seite, wo die Jugendlichen gerade wieder zurückgekommen waren (sie warteten auf die S-Bahn). Der Anrufer sagte noch, sie wollten keine Polizei, weil die Eltern nichts erfahren dürften.

Kaum war die Polizei weg, kam der Krankenwagen. Mit Blaulicht und Martinshorn. Er kam, und wir schickten ihn auf die andere Seite. Zweite Baustelle war immer noch der Kurde, der von mir mehr oder weniger verlangte, ihn nach Stuttgart mit dem Auto zu fahren, denn er wäre ja sowas wie mein Onkel. Er tat mir ja leid, aber ich hatte ja auch noch Mädels dabei und darüber hinaus muss ich heute Lena beim Umzug nach Emmerich helfen und wollte nicht die halbe Nacht durch die Gegend gurken. Außerdem war seine Geschichte von einem Bekannten, der nicht da war, und die Gründe für das Verpassen der S-Bahn eher dubios. Er wollte auch nicht nach Winnenden und dort mit dem Nachtbus weiter, und mit der Polizei wollte er auch nichts zu tun haben (er war angeblich Asylant). Das machte die Sache etwas schwierig.

Als die Polizei drüben bei den Jugendlichen auftauchte und sich um den Patienten kümmerte, verschwanden wir sehr schnell, es war dann auch schon fast Eins.
Mich würde jetzt nur interessieren, ob es am Bahnhof von Neustadt-Hohenacker genauso spannend zuging.

Zutat „Rauch“ nur noch im Burger!

Wie man auf Cafe-Future.net nachlesen kann, sind ab heute alle McDonald’s-Filialen Deutschlands rauchfrei.

Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung sollen insbesondere Familien und Kinder vor den schädlichen Folgen des Passivrauchens geschützt werden.

[…]

Entsprechend der Unternehmensphilosophie ’Offen. Fair. Verlässlich’ übernimmt McDonald’s damit eine Vorreiterrolle im Nichtraucherschutz.

McDonald’s hat offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt. Es ist nicht zu unterschätzen, welche werbende Wirkung diese (sinnvolle!) Maßnahme wohl haben wird. Die Profilierung als Unternehmen, dem die Gesundheit der Kunden am Herzen liegt, wird weiter vorangetrieben – und zwar erfolgreich! Die Selbstverpflichtung trifft die Zielgruppe Familien voll, denn bei einer Entscheidung für ein Fast-Food-Restaurant wird eine Nichtraucherfamilie das Rauchverbot bei McDonalds sicherlich in die Überlegungen miteinbeziehen.

In Zukunft wird es also die Zutat „Rauch“ nur noch in der Barbecue-Soße und im McRib geben, und wer weiß, ob die nicht auch noch irgendwann verschwinden. Beim McRib wäre es jedenfalls kein Verlust.

Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis Burger-King nachzieht. Wobei da natürlich schon die Frage ist, wie sich „über dem offenen Feuer gegrillt“ und „rauchfrei“ miteinander veträgt…

Urheberrecht

Es wird dem einen oder anderen auffallen, dass einige Videos auf ToLeBlog gelöscht wurden. Nachdem ich zufällig über eine Seite gestolpert bin, auf der Blogger von Abmahnungen berichteten, weil sie gewisse YouTube-Videos auf ihren Blogs gepostet haben, war mir die Sache etwas zu heiß.

Videos, die ganz offensichtlich geschützt sind, habe ich deshalb entfernt (hoffentlich hab ich keines vergessen). Meine eigenen Videos gibt es natürlich weiterhin!