Merkel und das Geheimnis des Universums

Auf der Bundespressekonferenz zur Gesundheitsreform (Stern.de berichtet) sagte die Bundeskanzlerin einen Satz, der tiefgründiger und bedeutungsschwerer nicht sein könnte:

„Alles,“ sagte die Kanzlerin ernst und blickte das versammelt-sitzende Rudel Hauptstadtjournalisten fast geheimnisvoll an. „Alles hängt mit allem zusammen.“

Ich bin begeistert!

Frings und der Albtraum der Pizzerien

Frings darf morgen nicht spielen, Spiegel.de zitiert die FIFA-Begründung (Die Fifa-Begründung im Wortlaut):

„Der Spieler der deutschen Nationalmannschaft, Torsten Frings, ist heute von der Fifa-Disziplinarkommission für zwei Spiele gesperrt worden. Auf Grund einer zuvor erfolgten gegnerischen Provokation wurde die Sperre für das zweite Spiel auf sechs Monate zur Bewährung ausgesetzt. Frings kann deshalb, je nach Ausgang des Halbfinales vom 4. Juli zwischen Deutschland und Italien, im Endspiel oder in der Partie um den dritten Platz wieder eingesetzt werden. Zudem belegte die Disziplinarkommission Frings mit einer Geldstrafe von 5000 Schweizer Franken. Der Entscheid der Kommission ist endgültig.

Unglücklich, aber wenn die Schuld tatsächlich erwiesen ist (obwohl der angeblich geschlagene Spieler nichts bemerkt hat) nur gerecht. Die italienische Mannschaft hält sich vornehm zurück, wohingegen die italienische Presse (angeblich) vor Freude Luftsprünge macht. Bild.de schreibt (Schock! Frings fürs Halbfinale gesperrt!)

Italien, jetzt zufrieden?
Die italienische Presse wie z.B. La Repubblica hatte gefordert, daß Frings nicht spielen darf – und freut sich jetzt diebisch. Aber das Lachen wird euch noch vergehen…

Aha, und warum?

Weil wir ab sofort zum Pizza-Boykott aufrufen – und Ballack, Klose und Co. euch morgen richtig wegnudeln!

So so! Der Aufruf zeigt, dass ich mit meiner Vermutung nicht unbedingt falsch lag: die Pizzabäcker könnten alle in einem Dilemma stecken. Gewinnt Italien – haben sie gewonnen… aber die deutschen Fans gehen sicher nicht Feiern, und schon gar nicht zum Italiener…

Wie auch immer, morgen wissen wir mehr… Es ist auf jeden Fall nicht ratsam, schon wieder verbal gegen die Italiener zu schießen (siehe Bild.de), lieber sollte die Mannschaft (auch ohne Frings) mit dem Ball ins italienische Tor schießen.

Schwarz-Rot-X…

Die Leute von der Bildzeitung haben als ungeschlagene Phrasendrescher und Bescheuerte-Wortspiele-Fanatiker Deutschlands die Nationflagge entdeckt. Beziehungsweise die Farben der Nationalflagge. Und täglich überbieten sie sich mit neuen Wortspielen mit der Fahne, so z.B.

Schwarz-Rot-Geil

(z.B. hier, hier und hier)

Schwarz-Rot-goldig

(Als die Spielerfrauen feierten)

Dann wurde vor kurzem ein niedlicher Vogel im brasilianischen (!) Regenwald entdeckt:

Hier ist das Schwarz-Rot-Goldkehlchen

Das fand ich ja tatsächlich noch lustig, weil es mich irgendwie an die Rubrik „Tier des Monats“ erinnerte, die ich früher mal auf theglade hatte.

Heute aber der Abschuss:
Über der Überschrift „1. Flaggen-Razzia auf der Autobahn“ stand folgende Kombination:

Schwarz-Rot-Gefährlich!

Wenn das so weitergeht, brauchen die Redakteure unbedingt Unterstützung beim Suchen neuer Schlagwörter mit „G“. So könnte man sich auch noch folgendes vorstellen:

Schwarz-Rot-Gigantisch (Wenn Deutschland Weltmeister wird)
Schwarz-Rot-Gewinner (Für die Nationalmannschaft, wenn sie Weltmeister wird)
Schwarz-Rot-Griesgram (Falls Olli Kahn einen Rückfall bekommt)
Schwarz-Rot-Gehalten! (Beim nächsten Elfmeterschießen)
Schwarz-Rot-Getroffen! (Wenn Ballack mal endlich ein Tor schießt)
Schwarz-Rot-Gelbe Karte (Falls Ballack mal wieder für das Finale gesperrt wird)
Schwarz-Rot-Gesundheitsreform (Nach der WM braucht man auch noch Schlagzeilen)

Für mich aber die wichtigste Kombination im Blick auf die Artikel der Bildzeitung wäre allerdings: „Schwarz-Rot-Geschwätz„!

Gott, der Papst und das Viertelfinale

Ich habe zufällig Ausschnitte aus der Pressekonferenz vor dem Viertelfinalspiel der Deutschen gesehen, und da fragte ein Reporter doch tatsächlich (Quelle: z.B. Deutsche Welle):

„Was kann man erwarten, wenn der Papst ein Deutscher ist und der Gott aus Argentinien kommt?“

Nun ja, es gibt wohl die weitverbreitete Meinung, dass Gott aus Argentinien kommt (Siehe z.B. Stern.de). Was ich mich dabei frage: Meinen die mit Gott Maradona? Oder meinen die, Gott kommt aus Argentinien, weil Maradona Argentinier ist? Ich weiß es nicht…

Auf jeden Fall macht die Frage des Reporters klar, dass so etwas abstruses entweder völlig fußballverrückte Südamerikaner fragen können – oder Katholiken (oder beides!). Vielleicht hätte mal jemand dem Reporter sagen sollen, dass der Hälfte der Christen in Deutschland der Papst völlig egal ist… aber das hätte vermutlich zu noch seltsameren Fragen an den armen Klinsmann geführt.

Und noch etwas: Ich dachte eigentlich immer, Gott lebt in Frankreich…

Der Schneider, die Sau II

Am Wochenende war ich bei meiner Großtante, sie schaute mich an und sagte:
„Du g’rotsch au wia a Seile!“ (Für die Norddeutschen: „Du gerätst auch wie ein Schweinchen“, ein Ausdruck, der seinen ursprünglichen Sitz im Leben in der Schweinemast hat und eigentlich Freude über das Anschlagen des Kraftfutters ausdrückt…)

Aber kein Wunder: Ich war allein an diesem Wochenende mal wieder dreimal Grillen! Aber ich hoffe, dass mein baldiger Aufenthalt im Libanon das halbe Pfund, das ich nach Werner Bäßlers Auffassung auf der Rippe zuviel habe (jeder Rippe wohlgemerkt), wieder verschwinden läßt. Inschallah…

Fußballkrimi

Das Spiel gestern war ja wirklich aufregend. Ich war nachmittags noch bei meiner Oma und hab dort die erste Halbzeit angeschaut. Dann bin ich 45 min nach Hause gefahren und hab damit das Tor gegen Deutschland nicht gesehen. Als ich dann bei meinem Onkel vor der Tür stand, stand es noch 1:0, ich klingle, lauf die Treppen hoch… 1:1… Bitter, bitter! Aber ich hätte nicht noch schneller fahren können, es war ja eh schon nix los auf der Straße.

Nach dem Spiel bin ich mit Lena und noch ein paar anderen nach Waiblingen zum Autokorso. Da war die Hölle los, zum Teil ging gar nichts mehr. Der Kreisel am Krankenhaus war so zu, dass die Polizei die Autos zwingen musste, wieder rauszufahren. Überall Polizei und verrückte Menschen, die aus allen Öffnungen ihrer Autos herausragten – aber die Polizei hat nichts gemacht. Ich bemitleide auf jeden Fall die, die gestern wirklich nach Waiblingen mussten und nicht durchkamen.. und natürlich die Busfahrer.

ToLeBlog in der Zeitung – Joachim auch!

So, endlich konnte ich den Artikel auch einsehen – Lena hat ihn aus der Zeitung ausgeschnitten. Zur Vorgeschichte: Vor einigen Wochen mailte mich Anne-Kathrin Bronsert von der Waiblinger Kreiszeitung an und befragte mich zum Thema Blogs. Ich schrieb eine längere Mail warum und wie und was ich blogge – und aus dieser Mail hat sie jetzt im Rahmen eines Artikels „Sind Blogs die Zukunft?“ unter anderem zitiert (Quelle: Winnender Zeitung vom 23.06.2006).

„Jeder kann bloggen“, meint Tobias Schneider, der aus Schwaikheim kommt und in Tübingen Theologie studiert. Sein Blogger-Dasein hat mit einem Online-Tagebuch begonnen, als er für einige Semester nach Kiel gegangen ist. „Damit meine Familie und Freunde immer informiert sind, was ich so mache, habe ich angefangen, das ‚Kieler Logbuch‘ zu schreiben.“

Dann folgt ein Abschnitt über das ToLeBlog (mit einer leider unvollständigen URL) und es wird ein Beitrag als Beispiel genommen: „Phishing im Trüben„. In diesem Zusammenhang wird dann tatsächlich der Kommentar von Joachim zitiert:

„Gegenüber den geradezu rührenden Versuchen der letzten Wochen (‚Biiten Sie geben fünv TANS ein‘) fand ich die erstaunlich gut aufgezogen – am erstaunlichsten aber: Es war die erste Phishingmail, die mein Spamfilter nicht als solche erkannt hatte.“

Und dann die Krönung des Abschnittes:

Solche Kommentare sind für Schneider das Schönste am Bloggen.

:-)
Im Anschluss folgen noch einige Sätze, warum ich so wenig über die Region blogge (Das ist in letzter Zeit aber besser geworden!!! Ein kurzer Blick in die Kategorien hätte gezeigt, dass es inzwischen 11 Artikel zu Schwaikheim&Region gibt). Dann wird sogar noch meine Artikel über Kwick erwähnt… mit einem Verweis auf die Kwick!-Mitgliederzahlen im Rems-Murr-Kreis.

Alles in allem kann ich zufrieden mit der Werbung für ToLeBlog sein… Danke, ZVW!

Für eine starke Kieler Uni…

… so lautet die aktuelle Aktion der CAU Kiel:

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) macht mobil für ihre Eigenständigkeit und für ein freies Studium: Mit einer groß angelegten Kampagne will sie die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass die von der Landesregierung geplante Änderung des Hochschulgesetzes den Wissenschaftsstandort Kiel gefährdet. Rektorat, Senat, Konsistorium und Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) stellten die Aktionen unter das Motto
»Für eine starke Kieler Uni, für eine starke Stadt, für ein starkes Land«.

Weitere Informationen: Für eine starke Kieler Uni

Im Blick auf McCorny’s Einsatz für diese Sache werde ich die nächste Woche zur „CAU-Woche“ auf ToLeBlog ausrufen und diese Aktion mit einem virtuellen Button unterstützen (Dafür verzichte ich dann auf das Tragen desselben an der Uni Tübingen…)

Kieler Woche I

Ich bin dieses Wochenende in Kiel – die Kieler Woche hat gerufen. Gestern war ich gleich mal dort, war aber etwas enttäuscht, da weniger los war als die letzten Jahre. Es heißt, dass viele der Stände in die WM-Städte Hamburg und Hannover abgewandert sind, weil dort mehr Kohle zu machen ist.
Egal, ich treff auf jeden Fall meine ganzen Freunde hier und war auch heute zum Frühstück in der wg? (großes Lob für vorzügliche Bewirtung) und im Anschluss einkaufen. Warum? Weil DVDs in Kiel im Schnitt 2 € billiger sind als in Stuttgart. Wenn man im Waiblinger Mediamarkt 3 DVDs für 20 € will, muss man eine davon klauen! In Kiel geht das ohne Probleme, wenn man Glück hat, kriegt man hier Klassiker für 6-7 €…

Mehr Infos und Bilder von der Kieler Woche folgen!

Die Stuttgarter Stäffele

Katja hat mir heute einen Artikel von Spiegel.de zugeschickt: „Treppenwitz der Geschichte„. Darin wird der Hintergrund für die Stuttgarter Stäffele beschrieben und unter anderem kommt sogar Schwaikheim drin vor:

In fast jedem württembergischen Ort wurde den Einwohnern von rivalisierenden Nachbarstädten ein Neckname verpasst: Die Sindelfinger sind die „Käsreiter“ (weil sie früher viel Käse herstellten), die Schwaikheimer die „Rotznahenger“ (weil sie angeblich keine Taschentücher benutzen und ihnen deshalb der Rotz „na hängt“) und die Kuppinger die „Mondfanger“ (weil einer von ihnen einst versucht haben soll, den Mond mit einer Gabel zu fangen). Und die Stuttgarter sind eben die „Stäffelesrutscher“.

Im Rückblick auf unsere Stäffelestour ein informativer Artikel, es wird unter anderem auch der Eugensplatz beschrieben – wo wir unser Eis gegessen haben.

Drecksaupreis extrem

Unsere Abizeitung war echt lustig, aber manche Artikel waren auch hart an der Grenze. Trotzdem gab es kaum Folgen, zumindest keine wie beim Abi 99 mit der schriflichen Entschuldigungsforderung der „Riesengurke“. Was hätte passieren können, zeigt das Schicksal des Abiturjahrgangs 2006 des Kreis-Gymnasiums in Wesermünde. Auf ihrer Homepage gibt es einen Zeitungsausschnitt der Nordsee-Zeitung vom 15.6., darin heißt es:

Gestern in der sechsten Stunde erfuhren die 88 Schüler ihre Abschlussnoten. Danach verlas der Lehrer, der die Prüfungen koordinierte, die Verfügung der Schulleiterin. Hausverbot, keine feierliche Abschlussfeier, kein Abistreich: Das habe die Rektorin als Strafe ersonnen für Beleidigung und Diffamierung ihrer Person und einiger Kollegiumsmitglieder […]

Naja, da fragt man sich, was denn nur so schlimm sein kann, dass eine Schulleiterin 88 Schüler einfach rausschmeisst?

Der Grund für die scharfe Maßnahme: Es müsse wohl an der zweiseitigen Abhandlung über die Aga-Kröte im Entwurf der Abizeitung gelegen haben […]. Dabei handelt es sich um einen Wikipedia-Text über die real existierende und überaus giftige Kröte, die das Redaktionsteam auf die Schulleiterin ummünzen wollte. Die Verbindung zur Person ergibt sich schon dadurch, dass die Initialen der Schulleiterin den Namen eben dieses amphibischen Tieres ergeben.

Die Schulleiterin wurde als bereits vorher über den Artikel informiert, um eventuelle Bedenken anmelden zu können – und reagierte sofort mit Rausschmiss… Ganz schlechter Stil! Dies meint übrigens auch der Kreisrat und hat Angst um den Ruf der Schule – zurecht.

Ich möchte aber jetzt einfach mal behaupten, dass unsere Abizeitung dies auch gerechtfertigt hätte, denn z.B. der Steri-Artikel ist mindest genausoschlimm. Robert und ich haben ja bereits einmal festgestellt, dass wir für unsere Aktionen heutzutage schon lange von der Schule geflogen wären („Roller roller ratta tatt“ sowie diverse Spielchen wie „019“ etc.), aber wenn heute bereits Artikel über Amphibien reichen – dann darf man ja gar nichts mehr machen!

Ich finde ja, dass unsere Lehrer da wesentlich cooler waren, wenn auch die Aktion der Schulleiterin des Kreis-Gys schon fast wieder witzig ist:

Kommentar eines Schülers: „Die Frau ist vielleicht lustig drauf!“

Biologischer Nachtrag: Armin hat übrigens zur Dezimierung der real existierenden Aga-Kröte einige Ideen, die er momentan in Australien ausprobiert. Vom Morgenstern ist er abgekommen – wegen der Tierschützer… Ich glaube, zur Zeit tendiert er zu Gräben mit Brandkalk!

Gute, Trute, Pythondöner!

Der Zoo von Ankara vermisst ein Tier, und zwar nicht irgendeinen Bären oder ein knuddeliges Löwenbaby, sondern einen 6m langen Python. Im Artikel „Pythonalarm in Ankara“ berichtet Spiegel.de, dass die Schlange anscheinend schon seit dem 10. Juni verschunden ist.

Der Zoo informierte allerdings erst am Montag über den Vorfall. Landwirtschaftsminister Mehdi Eker versuchte danach erst einmal, die Bevölkerung zu beruhigen: Die Schlange sei nicht giftig und fresse nur Mäuse und Kaninchen, versicherte er.

Puhh… was für ein Glück. Keine Gefahr, dass die Schlange Menschen frisst. Allerdings besteht anscheinend die Gefahr, dass Menschen die Schlange fressen:

Ein Kollege aus dem Umweltministerium, Osman Pepe, macht sich hingegen Sorgen, dass der 70 Kilogramm schwere Python im Fleischwolf eines Kebab-Verkäufers gelandet sei: „Ich empfehle, keinen Kebab zu essen, solange die Schlange nicht gefunden ist“, sagte er der Zeitung.

Soll das ein Witz sein? Meint der das ernst? Heißt das etwa, sowas kommt tatsächlich vor?
Es ist anscheinend völlig denkbar, dass ein Python im Fleischwolf landet… nun gut, aber was ist mit Ratten, Krähen, Hunden? Wer Pythons grillt, schreckt doch wohl auch sonst vor nichts zurück!

Ich gebe jetzt einfach mal allen Menschen in Bayern und Österreich einen guten Rat: Solange JJ1, auch bekannt als „Bruno“ der Bär, noch nicht gefangen ist, empfehle ich, auch dort keinen Döner mehr zu essen…

Den Entenwahn-Guide gibt es immer noch!

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es einen Online-Entenwahn-Guide gibt, in dem alle Figuren der Zosse-Posse (bis auf Alex und Jörg) genau erklärt werden. Mehr Infos über die einzelnen Figuren gibt es nirgends!
Das hat sich noch immer nicht überall rumgesprochen.

Entenwahn-Guide (Javascript benötigt).

Nachtrag zur Namensherkunft der Zosse-Posse:
Zufällig habe ich eine Seite mit Hilfestellung für Kreuzworträtsel gefunden. Wenn ihr „altes Pferd“ oder „Abart der Komödie“ eingebt, kommt ihr tatsächlich zu „Zosse“ und „Posse“…