Monatsarchiv für Mai 2006

„Und was für ein schöner Name: Reno…“ „… und Gomorrha!“

Sonntag, den 14. Mai 2006

Heute kam mal wieder Sister Act – ein Klassiker. Ich habe ihn zwar schon tausend Mal gesehen und deshalb nur immer wieder reingezappt, aber es war trotzdem extrem lustig. Weniger lustig ist, dass inzwischen jeder Chor schon mal Sister Act gespielt hat. Die Lieder wären ja noch ok, aber wenn das nächste Mal ein Chor wieder als Nonnen verkleidet mit Kerzen durch die Kirche zieht, dann krieg ich die Krise … ich hab das jetzt mindestens schon 7x miterlebt.

Was noch großartiger als Sister Act war: es kam außerdem „Die unglaubliche Reise im verrückten Flugzeug„. Auch wenn ich Lena damit nur mäßig begeistern konnte, dieser Film ist einer der lustigsten überhaupt. Da ich ihn schon lange mal mit Armin anschauen wollte, aber es nie geklappt hat (weil es ihn in Videotheken nicht mehr gibt), habe ich jetzt beide Filme (auch den zweiten Teil im Raumschiff) im Internet bestellt. Wenn er dann wieder da ist, können wir beide Klassiker anschauen – natürlich bei einem leckeren Fischgericht…

Ich hoffe, folgenden Dialog wird es dann zwischen uns nicht geben:

„… i muaß glei‘ spei’n.“ „Wos muaßt?“ „Spei’n muaß i!“

Schweinehals.de offline

Samstag, den 13. Mai 2006

Im Zuge meiner Umbauarbeiten an diversen Verträgen habe ich heute schwoiga.de gekündigt. Da alle meine Strato-Domains nun zu Puretec umziehen werden, habe ich heute auch den leider völlig vernachlässigten und dadurch auch total veralteten Klassiker „schweinehals.de“ vom Netz genommen.

Ich werde diese Webadresse selbstverständlich nicht hergeben, da sie doch meine wahrscheinlich wirkungsgeschichtlich wichtigste Seite ist. Allerdings ist schweinehals.de seit nahezu 4 Jahren nicht mehr aktualisiert worden – und das ist traurig. Sobald die Seite umgezogen ist, werden zumindest die alten Inhalte in neuer Form irgendwann wieder veröffentlicht. Leider ist es meines Erachtens nicht sinnvoll, auch schweinehals.de wie alle anderen Domains in theglade.com einzubauen, also muss ich mir dafür was Neues einfallen lassen…
Aber wer weiß, was die Grillsaison so für Ideen für die Zukunft bringt?

Glaubensgewissheit

Donnerstag, den 11. Mai 2006

Auch heute habe ich wieder tolle Sachen an der Uni gelernt (siehe auch Beitrag „Fundamentalisten“):

Zum Glauben kommen ist ein passivischer Prozess, es geht um die Schaffung einer Glaubensgewissheit. Wer Glaube als ein Ereignis der aktiven Entscheidung sieht, begeht einen Kategorienfehler.

Nur der Glaube aus Gewissheit lässt sich durchhalten, da er das Handeln als ganzes bestimmt. Ein Glaube, der auf Entscheidung beruht, ist nicht durchhaltbar und kommt früher oder später in eine Krise.

Ich denke, diese Sätze haben für einigen Unmut gesorgt – aber so ist das eben. In Kiel beim Zweifler wärs noch viel schlimmer…

Der Dr. ist im House

Mittwoch, den 10. Mai 2006

Gestern abend startete die schon länger angekündigte Serie „Dr. House“ auf RTL. Die Serie ist eigentlich recht gut, auch die Idee, einen Arzt Detektivarbeit leisten zu lassen, um die Ursache für eine Krankheit zu finden, ist zumindest neu. Ich erinnere mich an die Anfänge von Emergency Room und wie danach die Krankenhaus-Serien boomten, der Gipfel war dann diese Ärzte-Comedy Scrubs sowie „Grey’s Anatomy“ – das ich zugegebener Maßen noch nicht einmal gesehen habe. „Diagnose Mord“, CSI etc. fand ich dagegen immer toll, und diese Linie trifft sich jetzt mehr oder weniger mit ER.

Allerdings kommt etwas hinzu, die seltsame Persönlichkeit der Hauptfigur. Scrubs soll ja Comedy sein, was meines Erachtens Schwachsinn ist, weil man mit Krankenhäusern keine Comedy machen sollte – das will doch keiner sehen, was die Ärzte alles verbocken, und wenn, dann nur um sich über die Ärzte aufzuregen (die jetzt ja auch noch mehr Geld wollen etc… aber das ist Stammtischgeschwätz).

Dr. House ist keine Comedy, zumindest nicht im eigentlichen Sinn. Die Hauptfigur ist auf den ersten Blick in seinem zwischenmenschlichen Verhalten ein Arschloch. Er mag seine Patienten eigentlich nicht und will sie auch gar nicht kennen lernen, es geht ihm um die Krankheit – die will er besiegen, und das kann er auch besser als jeder andere. Wenn er auf Patienten trifft, redet er nicht um den heißen Brei herum und schont sie in keinster Weise (vor allem nicht die, die eigentlich gar nicht krank sind).

Nach der Sendung habe ich mich gefragt, was diese Serie eigentlich über Ärzte aussagt. Sind richtig gute Ärzte automatisch EQ-Nullen? Ist ein George Clooney aus ER überhaupt realistisch? Oder warum sind Hauptdarsteller in Serien so oft geniale Gestörte (vor Dr. House kam „Monk“, ein brillianter aber neurotischer Detektiv)?

Oder ist das alles nur ein schlauer Schachzug der Serien-Erfinder: Das einfache Volk findet die Serien gut, weil da Gestörte auf den Putz hauen und das lustig ist (man denke an den großartigen Sledge Hammer) und die Intellektuellen verstehen die Ironie und den Sarkasmus und erfreuen sich an den intelligenten Plots. Bestes Beispiel dafür wären übrigens die Simpsons!

Ya, ya, yippi yippi yeh!

Mittwoch, den 10. Mai 2006

Heute bin ich kurz entschlossen zu Hornbach nach Lustnau. Dummerweise hatte ich kein Auto und so musste ich etwa eine halbe Stunde vom Bus laufen, aber das Wetter war ja auch grandios.

Also, ich habe Schraubhaken sowie Winkel für Antennenkabel gebraucht – und auf Anhieb gefunden. Wenn man „Hör mal wer da hämmert“ anschaut, ist dort immer die Rede davon, wie toll es für einen Mann ist, in den Werkzeugladen / Baumarkt zu gehen. Und seltsamerweise stimmt es, mir sind auf Anhieb tausend Dinge eingefallen, die ich noch kaufen könnte und die ganz toll sind. Ich bin eben doch, wie einige von euch wissen, ein „Bäschtler“… (Apropos: Die Geschichte müsste auch mal wieder erzählt werden… Simon?).

Gut ausgerüstet habe ich mit meinem neuen Bosch-Bohrer ein Regal und ein CD-Regal an die Wand geschraubt und die Esstischlampe aufgehängt und angeschlossen. Und wie in der Werbung kann auch ich sagen: Ich habs selbst gemacht!

Domain schwoiga.de zu vergeben

Dienstag, den 9. Mai 2006

Ich bin seit Jahren im Besitz der Domain www.schwoiga.de (in Anlehnung an meinen Heimatort Schwaikheim) und zahle dafür im Prinzip Geld. Das will ich ändern, und zwar schnell. Da weder ich noch irgendwer anderes eine sinnvolle Idee hatte, was man mit dieser Domain anstellen kann, werde ich sie abstoßen: Ich gebe sie umsonst ab, wenn sie jemand möchte. Hat irgendwer Interesse?

Nachtrag 18.05.: Jetzt ist sie laut Denic wieder frei…

Württembergisches Examen

Dienstag, den 9. Mai 2006

Da es im letzten Beitrag über mein Examen ein wenig Unklarheit gab, möchte ich hier nochmal die Vorteile des württembergischen (Noch-)Examens darlegen (Ab 2008 gibt es einige Veränderungen, die für mich aber glücklicherweise noch nicht gelten). Hier ein kleiner Auszug von der Seite des Prüfungsamtes über die Klausuren:

Es werden aus folgenden Gebieten Themen gestellt:

  • Altes Testament: 3 Themen aus dem Pentateuch, den Propheten, den Psalmen und 1 Zusatzthema aus dem übrigen Schrifttum des AT;
  • Neues Testament: 3 Themen aus den Synoptikern, Johannes, Paulus und 1 Zusatzthema aus dem übrigen Schrifttum des NT;
  • Kirchengeschichte: 5 Themen aus KG/DG I, KG/DG II, KG/DG III, KG/DG IV (bis 1800) und KG/DG V (einschl. Zeitgeschichte);
  • Systematische Theologie: 7 Themen aus den Bereichen Prinzipienlehre/ Fundamentaltheologie, Gotteslehre/ Schöpfungslehre/ Anthropologie, Christologie/ Soteriologie/ Hamartiologie, Pneumatologie/ Ekklesiologie/ Eschatologie, Grundlegung der Ethik, Sozialethik, Individualethik;
  • Praktische Theologie: 3 Themen aus der Homiletik, der Seelsorgelehre, der Religionspädagogik und 1 Zusatzthema aus den übrigen Themen der Praktischen Theologie
    (z.B. Prinzipienlehre, Amt und Gemeinde, Liturgik).

Und zur mündlichen Prüfung:

In jedem der fünf Grundfächer sind zwei Schwerpunkte für die mündlichen Prüfungen zu wählen und anzumelden. In einem der Fächer kann einer der beiden Schwerpunkte für die mündliche Prüfung auch aus einem Sonderfach gewählt werden, vorausgesetzt, das Thema der Zulassungsarbeit wurde nicht bereits einem Sonderfach entnommen.

Möbel selbst aufbauen und verzweifeln

Montag, den 8. Mai 2006

Am Samstag habe ich den Rest unserer Möbel im Wohnland abgeholt (Bestelldatum 15.03.) und mich gleich drangemacht, sie auch aufzubauen. Es waren ein Fernsehtisch, ein Hängeregal, ein Regal und eine Vitrine.

Der Fernsehtisch war noch überhaupt kein Problem, aufgebaut, Fernseher drauf, gut!

Dann die Vitrine. Ich habe geschraubt und gehämmert und geschraubt und überlegt und irgendwie fiel mir von Anfang an auf, dass irgendwas fehlt: die Vitrinentür aus Glas. Naja, irgendwann habe ich dann so gegen 22:00 Uhr aufgegeben und den Rest des Aufbaus auf heute verschoben. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass die Tür durch eine nicht nachvollziehbare Fügung des Schicksals in die Packung mit dem Regal gekommen ist – auch wenn ich für nahezu unmöglich hielt.

Heute morgen nach 2 Stunden Aufbauarbeit die definitive Erkenntnis: Dir Tür fehlt! Ärgerlich, äußerst ärgerlich – vor allem, weil ich die Frau an der Warenausgabe extra gefragt hatte, wieviele Pakete es denn sind. Man muss dazu sagen, dass die Möbel in unseren Twingo gar nicht reingepasst haben, meine Eltern sind sogar extra mit ihrem Auto hergefahren, damit wir die Möbel kriegen.

Ich war also leicht genervt und rief beim Wohnland an. Ich schilderte das Problem und die freundliche Dame meinte, sie ruft mich schnellstmöglich zurück, sobald das Lager geschaut hat, wo meine Tür ist. ETWAS später (die Herms-Vorlesung war schon in weite Ferne gerückt) rief sie wieder an und meinte, also, es wäre jetzt wohl doch tatsächlich so, dass die Tür gar nicht geliefert worden wäre… AHA! Aber sie würde sich darum kümmern, dass die Türe schnellstmöglich zu ihnen kommt und dann meldet sie sich wieder.

Wenn es wenigstens von den Leuten im Wohnland verbockt worden wäre, aber die können nicht mal was dafür – es war die Zentrale. Und damit muss ich vermutlich nicht nur eine Woche auf die Tür warten, sondern im schlimmsten Fall nochmal 6! Arrgghhh…

Juliane in Australien

Samstag, den 6. Mai 2006

Wer mal tolle Bilder von Julianes Aufenthalt in Australien anschauen will: http://juliinaustralien.myphotoalbum.com/albums.php

Am besten gefällt mir dieses Video: Tankstelle

Examen ist auch nur Examen

Freitag, den 5. Mai 2006

Ich war heute auf unserem Prüfungsamt um mich ein wenig über mein Examen im nächsten Jahr zu informieren. Das Gespräch hat mir gezeigt, dass mein selbstentworfener Zeitplan ziemlich genau dem entspricht, was mir geraten worden ist. Außerdem sollte das Examen nicht überbewertet werden (siehe Überschrift), was sehr schnell passiert, wenn man die Studenten hier so reden hört.

Man hat mich (eigentlich unnötigerweise) eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass es mitnichten so ist, dass das Studium irgendwann aufhört und von der Examensvorbereitung abgelöst wird. Vielmehr macht man das Examen aus dem Studium heraus und wählt sich dementsprechend die Schwerpunktthemen, die man auch im Studium hatte. Na, dann mal los!

Google Earth deckt auf…

Freitag, den 5. Mai 2006

Ist eigentlich schon mal jemand aufgefallen, dass das Tübinger Theologicum von oben aussieht wie das Raumschiff Enterprise (Modell D)?

Wenn ihr mir nicht glaubt, schaut mal auf auf dieser Seite nach… oder geht mit dem Mauszeiger auf das Bild!

Stundenplanänderung

Donnerstag, den 4. Mai 2006

Ich habe gestern kurzfristig meinen Stundenplan umgebaut und mein Ugaritisch-Seminar zugunsten eines interessanteren und sinnvolleren Kurses geschmissen… :-)

Lustige Straßennamen

Donnerstag, den 4. Mai 2006

Heute im Bus ist mir ein lustiger Straßenname aufgefallen, und bei dieser Gelegenheit möchte ich ihn in die Reihe ungewöhnlicher Namen einreihen. Mir fallen diese Straßennamen nämlich öfter auf, z.B.

  • Emmerich: „Hinter dem Schinken“
  • Kiel: „Beamtenlaufbahn“
  • Tübingen: „Ob dem Himmelreich“
  • Für Schwaikheim fällt mir kein lustiger ein, höchstens ein ziemlich unbekannter: Wo ist denn der „Hindenburgplatz“?

Carolin Kebekus vs. Tokio Hotel

Dienstag, den 2. Mai 2006

Wie ich gerade im Fernsehen bei Explosiv erfahren habe, gibt es zur Zeit eine Serie namens „Tokyo Motel“ bei den RTL Freitag Nacht News. Im Beitrag wurden Mädchen gezeigt, die sich furchtbar darüber aufregen, dass man sich über ihre Idole („BIIIILLLLLL, BIIIILLLLL“) lustig macht. Ich habe mal etwas gestöbert und im Forum der Freitag Nacht News Kommentare wie den folgenden gefunden:

Ich hasse Carolin Kebekus so eine wie die kann bill nicht das wasser reichen
die meint die wäre so toll wo denn diese SCH….. Ich Hsse Die
TH FOREVER

Anscheinend gibt es so ähnliche Beiträge auch im Gästebuch von Carolin Kebekus (Übrigens finde ich ihre Farbwahl für die Homepage völlig daneben, aber darum gehts jetzt nicht), wobei Leute ihr sogar gedroht haben sollen.

Jetzt mal abgesehen von der völlig katastrophalen Rechtschreibung – aber auch mit halbwegs korrektem Deutsch würden sich die Fans doch dabei völlig lächerlich machen! Fairerweise muss man zugeben, dass auch die Antifans ähnlich beleidigend vorgehen. Das Ganze bringt uns also zu bereits vielfach erwähnten Problem der Degenerierung der Gesellschaft zurück – und zu den Kindern und der Bildung, der Verantwortung, der Vernunft, dem Umgang mit Kritik und was sonst noch dazugehört.

Vermutlich sind die Jungs von Tokio Hotel sogar froh, dass sie dadurch im Gespräch sind, aber soweit denken die Fans ja auch nicht…

Langes Wochenende

Dienstag, den 2. Mai 2006

Das Wochenende war lang – in jeder Hinsicht. Am Freitag abend gabs ne große Party (Bilder hier) und am Sonntag war die Konfirmation meiner Cousine (Bilder hier). Am Montag schließlich 1. Mai mit einem gepflegten Grillmittag.

Ich bedanke mich auf diesem Wege bei allen (Kielern), die mir ne SMS zum Geburtstag geschickt haben. Vielen Dank :-)

PS an meine „gudschte“ Freind: Eich dank‘ i au ganz b’sonders von Herza!