Monatsarchiv für September 2006

Vegetarier-Sponsoring

Freitag, den 29. September 2006

Über eine Gruppe im Studivz bin ich auf diese überaus lustige Seite gestoßen.

Zuerst wird das Problem geschildert:

Ever get the feeling that vegetarians consider themselves morally superior to you? Like they think that not eating meat makes them so special that their shit doesn’t stink? As if when someone stops eating meat, they suddenly become holy and dignified and it excuses them for the years of inconvenience and frustration they inevitably inflict upon their friends, family and co-workers who just want to go to a restaurant and order a damn steak without constantly being reminded that they’re going to hell for eating an animal that spends most of its life shitting in a field.

Oh ja, das kenne ich. Aber was soll man dagegen machen? Die Antwort ist einfach: Vegetarier-Sponsoring!

What does it mean to sponsor a vegetarian? It means that you have to find someone in your life who’s a really big pain in everyone’s ass every time you want to go out to eat, and then you commit yourself to eating THREE times the amount of meat you’d normally consume to make up for all the meat that your vegetarian buddy isn’t eating. It’s that simple! That way, you can reverse the guilt trip that they’ve been laying on us for years by not only neutralizing their cause, but making it actually worse by eating more animals than would have ever been eaten had they not chosen to become vegetarians!

Diese Idee ist genial, man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe! Jetzt muss ich nur noch einen Vegetarier finden, den ich sponsorn kann!

Und vielleicht organisiere ich mir auch so ein T-Shirt, auf dem steht “For every animal you don’t eat, i’m going to eat three!”.

Wie die Wilden II

Mittwoch, den 27. September 2006

Die bereits erwähnte Reality-Europäer-werden-Buschmänner-Show ist vorbei.

Von den 13 Deutschen haben es nur 2 geschafft, in den Stamm aufgenommen zu werden. Es ist für mich nicht verwunderlich, dass es die Eltern der Familie in Indonesien war. Dort gibt es Wasser und Wald wie bei uns und die Menschen sind von der Mentalität nicht ganz so fremd (und vor allem so stolz!) wie Buschmänner in der afrikanischen Wüste.

Die Familie in Togo musste sogar früher gehen, weil der Sohn krank wurde. Im Hotel hat er sich jedoch sehr schnell erholt und konnte auch wieder alles essen… Alte Reiseerfahrung: Wer glaubt, dass er krank wird und Angst davor hat – der wird es auch.

Im namibischen Busch haben hat sich die deutsche Familie meines Erachtens am schlechtesten integriert. Mal abgesehen davon, dass die Kinder aller Familien überhaupt nicht mit der Situation im fremden Land umgehen konnten (Schlachten von Tiere etc), waren die Kinder in Namibia noch am unmöglichsten (die in Indonesien haben sich wenigstens zurückgezogen, statt ständig rumzujammern). Ich dachte, das Ziel wäre gewesen, in den Stamm aufgenommen zu werden, aber anscheinend wollten die Mädchen ja nichts dafür tun. Kein Wunder, waren die Afrikaner(innen) manchmal etwas eingeschnappt.

Um die ganze Problematik etwas konkret zu machen, hier der Abschlusskommentar eines Himbas, nachdem die Deutschen T-Shirts und Nippes verschenkt haben: “Wir verschenken solches nutzloses Zeug nicht. Bei uns bekommt man als Gastgeschenk eine Nacht mit der Ehefrau…”

Ha ha ha!

Das Freibad-Zehnerkarten-Dilemma

Mittwoch, den 27. September 2006

Die Gemeinde Schwaikheim unterhält ein Freibad. Der Eintrittspreis liegt bei 2,50 € für Erwachsene, wer öfter kommt, kann für 20 € eine Zehnerkarte kaufen und spart damit 5 €. Ein toller Rabatt (nämlich 20%), der allerdings beinhaltet, dass Zehnerkarten nur für die aktuelle Saison gelten und nicht in die nächste übernommen werden können (steht so an der Freibadkasse).

Nun gibt es aber Mitbürger, die damit ihre Probleme haben. Im Gästebuch der Gemeinde Schwaikheim fand ich einen interessanten Eintrag (vom Juli) mit folgendem Inhalt:

Mir stellt sich dieses Jahr wieder folgendes Problem: im letzten Jahr kaufte ich mir wieder fürs Freibad Zehnerkarten, in der Annahme sie problemlos aufbrauchen zu können.
Leider kam mir beruflich etwas dazwischen und so hatte ich nicht die Gelegenheit, mehr als 3 davon einzulösen. Als ich diese Tage mit einer dieser 2005-er Karten Einlass haben wollte, wurde mir erklärt, diese seien abgelaufen und ich müßte neu lösen. Ich denke aber, eine im Voraus bezahlte Dienstleistung dürfte kein Verfallsdatum haben (siehe Mobilfunkguthaben). Hier ist die Gemeinde wenig kundenfreundlich und ich hätte gerne Eure Meinung dazu.

Soweit der sich-übers-Ohr-gehauen-gefühlte Mitbürger. Man kanns ja mal versuchen. Die Gemeinde hat auch geantwortet.

Jeder Besucher erkennt die geltende Badeordnung mit dem Kauf seiner Eintrittskarte an. Die Badeordnung hängt im Freibad zur Einsichtnahme aus. In der Badeordnung ist auch geregelt, dass die gekauften Karten nur für die Freibadsaison von Mai bis September gelten. Weiter ist darin geregelt, dass es für verlorene oder nicht ausgenützte Karten keine Erstattung gibt.

Kling logisch und für mich auch einleuchtend. Man muss sich sonst eben ne Einzelkarte kaufen – oder in ein anderes Freibad gehen. Ich glaube aber, dem betroffenen Mitbürger reicht diese Antwort nicht aus.

Glücklicherweise haben wir auch noch andere Mitbürger, wie z.B. den mir gut bekannten Theo A., der prompt einen Beitrag in wesentlich schärferem Ton schrieb:

Manche haben ein eigenartiges Verständnis von Kundenfreundlichkeit der Gemeinde. Wieso sollte diese für die geschäftlich (oder privat?) verursachte Nichtinanspruchnahme von 10er-Karten aufkommen?

Richtig! Und weiter:

Wo kämen wir denn hin, wenn nicht aufgebrauchte Kärtchen erstattet oder im Jahr darauf noch gelten würden. Da wäre ja jeder ungeschickt, einen Einzeleintritt zu lösen. Jeder kauft sich gleich eine 10er-Karte, wenn man sich verschätzt, trägt das Risiko halt die Gemeinde.

Auch richtig. Vor allem könnte dann jeder einen Vorrat Zehnerkarten kaufen und wäre auch vor möglichen Preiserhöhungen geschützt, wenn alte Karten über Jahre gelten würden.

Außerdem sind wir doch mal ehrlich: Der gute Mann hat 12,50 € mehr gezahlt als wenn er Einzelkarten gekauft hätte… das wird ihn nicht arm machen. Das ist eben Pech. Nächstes Jahr soll er dann einfach Einzelkarten kaufen, dann zahlt er zwar unter Umständen 5 € mehr (bei 10 Freibadbesuchen), aber auch das wird ihn nicht arm machen.

Außerdem zu den Mobilfunkguthaben: ganz schlechtes Beispiel. Erstens beinhalten Prepaid-Karten keine 20% Rabatt und außerdem ist das Guthaben ein Geldwert und keine Eintrittskarte, damit fällt dieses Beispiel schon mal raus. Zweitens gibt es zwar Vertrags-Tarife, bei denen Freiminuten oder Frei-SMS im monatlichen Grundpreis enthalten sind (eine Art Rabatt), diese verfallen aber am Monatsende!

Gibt es eigentlich Theater, Kinos, Fußballstadien oder Konzertveranstalter, die nicht eingelöste Karten wieder zurücknehmen oder auf die nächste Veranstaltung übertragen? Ich denke nicht. Und warum sollte das dann ein Freibad machen? Gemeinde Schwaikheim: nicht beirren lassen!

Der Untergang der abendländischen Kultur?

Mittwoch, den 27. September 2006

Es ist doch seltsam:

Ein türkischer Film, der antiwestliche, antisemitische und antichristliche Tendenzen aufnimmt, darf trotz Absetzungsforderungen aus der Politik in Deutschland gezeigt werden und ist natürlich der Hit unter Türken (Wikipedia-Artikel: Tal der Wölfe).

Ein deutscher Film über eine Gruppe türkischstämmiger Jugendlicher, die einen Deutschen drangsalieren (wenn wir ehrlich sind, haben wir das ALLE irgendwann mal an der Schule erlebt!), wird im WDR nicht zur besten Zeit gesendet sondern nach hinten verschoben – aus Angst vor den Reaktionen (Welt.de: Wut über die Verschiebung des Filmes “Wut”).

Die Oper “Idomeneo” (Wikipedia-Artikel) von Mozart (!) wird aus dem Spielplan genommen, weil man befürchtet, dass es zu Übergriffen muslimischer Gewalttäter kommt.

Da ich mich darüber nicht auslassen möchte, weil es mich nur aufregt und ich überdies keine Zeit habe, zitiere ich an dieser Stelle Zeit.de, die meine Position ganz gut widerspiegelt:

Was auch immer man von einem geköpften Propheten halten mag – im Zusammenhang mit Jesus und Buddha kann die Pointe nicht auf ein islamfeindliches Ressentiment deuten, sondern nur auf eine allgemeine, wenn auch recht blutrünstige Religionskritik. Woher also die Panik? Die Panik kommt offenbar daher, dass wir uns daran gewöhnt haben, dass mit gewaltbereiten Islamisten nicht über Deutungen diskutiert werden kann. Sie schlagen zu, wo immer sie Anlass zu einer Kränkung sehen. Nur mit Grauen kann man daran denken, was geschähe, wenn wir uns ihre Sichtweise zu Eigen machten und überall mögliche Steine des Anstoßes zu entfernen suchten. Aus den Opernspielplänen müssten auch die Entführung aus dem Serail, auch Rossinis Türke in Italien verschwinden, ganz zu schweigen von der Italienerin in Algier, die sich mit besonderer Frechheit über einen muslimischen Würdenträger lustig macht.

Schwaikheimer Fotowettbewerb

Dienstag, den 26. September 2006

Gleich zweimal bin ich in den letzten Tagen auf den Schwaikheimer Fotowettbewerb gestossen, der vom Heimatverein Schwaikheim ins Leben gerufen wurde.
Ich wurde unter anderem sogar vom Verantwortlichen selbst gefragt, ob ich die Seite auf theglade.com in die Links aufnehme und auch mitmache. Bei beidem kann ich natürlich uneingeschränkt mit “JA!” antworten…

Beim Wettbewerb unter dem Motto “Schwaikheim von der schönsten Seite” kann jeder bis zu 10 Fotos in digitaler Form einreichen. Die besten drei werden prämiert. Zudem ist ein Bildband mit den eingegangenen Fotos geplant.

Aber kein Stress! Der Wettbewerb geht bis zum 14.09.2007 – also ist noch ein bißchen Zeit. Und in einem Jahr lassen sich doch sicher 10 tolle Motive auftreiben, oder?

CIA und Hollywood

Donnerstag, den 21. September 2006

Auf Spiegel.de gibt es heute einen Artikel über die Verschleppung von CIA-Gefangenen und Folter in Geheimgefängnissen.
Hier einige Auszüge:

Neuester Renner im Geheimdienst sind nun Rechtschutzversicherungen für beteiligte Agenten wie Fairing, die sich juristisch gegen Regressansprüche absichern wollen – “eine weise Maßnahme”, so kommentierte das ein CIA-Sprecher.

Die Sorge vor Klagen ist berechtigt. Denn nach und nach werden die Details eines Systems offenbar, das die USA diskreditiert hat wie sonst nur die Bilder aus Abu Ghureib und Guantanamo: jenes Geheimprogramm zur Überstellung von Verdächtigen, das die Regierung Bush nach dem 11. September 2001 gegen alle Bedenken forcierte und über das Alex Sands, Ex-Colonel der US-Armee, sagt: “Der eigentliche Sinn der Sondereinsätze ist es, Terror mit Teror zu bekämpfen.”

Ich frage mich, ob es auch eine Rechtschutzversicherung für “normale” Verbrecher gibt? Das wär doch was, ne Bank überfallen, ein paar Geiseln nehmen und danach nicht bestraft werden – denn die Versicherung zahlt alles und schickt ihre Angestellten in den Knast. Advocard ist Räubers Liebling!

Mich erinnert die ganze CIA-Geschichte an den Film “Ausnahmezustand” von 1998. Darin geht es um Terroranschläge islamischer Extremisten in New York, ausgelöst durch die CIA-Verschleppung eines Scheichs. Als Lösung gegen den Terror wird der Ausnahmezustand ausgerufen und Militär und CIA übernehmen das Kommando. Bezeichnenderweise werden dann willkürlich “Verdächtige” in Lagern eingepfercht und auch gefoltert bis zum Tod… von Amerikanern.
Am Ende siegt das FBI, das die demokratischen und freiheitlichen Rechte verteidigt und den bösen General unter anderem wegen der Folter verhaftet.

Bleibt zu hoffen, dass wie im Film auch in der Realität die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, und dass die US-Regierung irgendwann einsieht, dass man Demokratie nicht mit Terror verteidigen kann.

Der Papst im türkischen Gefängnis?

Mittwoch, den 20. September 2006

So klappts aber nicht mit dem EU-Beitritt, liebe Türken:

Angestellte der obersten türkischen Religionsbehörde forderten gestern in einer Petition an das Justizministerium ein Gerichtsverfahren und die Festnahme des Pontifex während seines Türkei-Besuchs im November – wegen Verletzung der Glaubensfreiheit, Islam-Beleidigung.

(Quelle: Spiegel.de)

Nachtrag: Ist es nicht blanke Ironie? Der Papst sagt, man darf den Islam nicht benutzen um Gewalt zu rechtfertigen, und die Reaktion darauf ist: “Der Papst hat den Islam beleidigt – bringt ihn um!”

Die spinnen, die Briten!

Dienstag, den 19. September 2006

Während bei uns in Deutschland TV-Shows wie “Hilfe, wir bringen die Kinder um!” und ähnliche Anti-Fettleibigkeits-Veranstaltungen laufen, ging Großbritanninen einen Schritt weiter. Fernsehkoch Jamie Oliver hat vor einiger Zeit dem ungesunden Essen in den britischen Schulen den Kampf angesagt (Quelle: kurier.at):

Eindrucksvoll führte der 31-Jährige letztes Jahr seinem Fernsehpublikum vor, wie ungesund britische Schüler in den Kantinen mit Burgern und Pommes verpflegt werden. Gemeinsam mit der Regierung entwickelte Oliver daraufhin einen neuen, ausgewogeneren Speiseplan, der vor zwei Wochen erstmals in Kraft trat.

Eine tolle Sache – sollte man meinen. Aber nicht für die Briten, denn bei denen ist alles etwas anders. Und so gibt es natürlich Proteste, hauptsächlich von den Schülern, die keine Pizza und keine Pommes mehr essen können, sondern Gemüse essen müssen (kam auch schon im TV). Aber nicht nur das:

“Die Schüler wollen diesen teuren, fettarmen Mist nicht essen”, kritisiert die Mutter Julie Critchlow den neuen Schul-Speiseplan.

Bitte, was? “fettarmer Mist?” In einem Beitrag auf RTL sagte eine der Mütter, dass man das “gesunde” (!!!!) Essen nicht richtig verdauen könnte. Das ist absolute Fehlkonditionierung, ähnlich wie bei den Leuten, die behaupten, dass Wasser ohne Kohlensäure ihren Durst nicht löschen kann.
Aber es kommt noch besser:

Gemeinsam mit anderen Müttern macht sich Julie Critchlow deshalb täglich um die Mittagszeit auf den Weg zur Schule ihrer beiden Kinder, Tochter Rachel, 15, und Sohn Steven, 11. In einem Einkaufswagen bringen sie Fast-Food von einem nahe gelegenen Imbissstand und reichen die fettigen Burger durch den Schulzaun.

Was soll man dazu noch sagen…

eDonkey und die Freibeuter des Netzes

Dienstag, den 19. September 2006

Vor einigen Tagen ist etwas passiert, was ich eigentlich schon seit Jahren erwartet habe, aber dennoch stets Hoffnung hatte, dass es nie geschehen würde: Mein eDonkey2000 funktionierte plötzlich nicht mehr und es erschien folgende Meldung:

The eDonkey2000 Network is no longer available. If you steal music or movies, you are breaking the law. … Respect the music, download legally. Goodbye Everyone

Nach einer kurzen Recherche im Internet fand ich die Bestätigung bei heise.de:

MetaMachine, Anbieter der Filesharing-Programme eDonkey2000 und Overnet, hat augenscheinlich die Waffen gestreckt. Die Webseiten sind offenbar abgeschaltet (www.edonkey2000.com, www.overnet.com), Links auf www.edonkey.com führen in Nichts, auch die Downloads sind nicht mehr vorhanden.

Und Spiegel.de schrieb dazu folgendes:

Nach Jahren zermürbender Prozesse gaben nun die Entwickler der originalen eDonkey-Software auf, erklärten sich zur Zahlung von 30 Millionen Dollar bereit und dazu, ihre Software vom Markt zu nehmen.
[...]
Entwickler MetaMachine stellte nicht nur die Verteilung der Software ein, sondern deaktivierte auch bereits ausgelieferte eDonkey- und Overnet-Programme.

Ok. Mein eDonkey-Client funktioniert nicht mehr – das ist ärgerlich. Vor allem deshalb, weil ich ihn eigentlich dazu benutzt habe um alle Nash-Bridges-Folgen herunterzuladen, und das nicht illegal ist (denn mein Fernseher ist angemeldet). Noch dazu brauche ich nur noch 15 Folgen, dann habe ich nach mehreren Jahren Ladezeit alle 122 komplett. Sehr ärgerlich. Naja… aber andererseits: eDonkey ist nur ein Client für das Edonkey-Netz – und es gibt noch einen anderen: eMule.
Bei einem kleinen Besuch bei edonkey-faq.de sah ich dann diese Meldung:

12.09.2006 eDonkey angeblich “abgeschaltet”!
Das ist natürlich unmöglich, denn das wäre so, als würde man versuchen, das Internet abzuschalten.

Richtig. Nach einer Installation von eMule läuft auch alles wieder super. Meine angefangenen Downloads konnten sogar fortgesetzt werden. Ich werde also in naher Zukunft tatsächlich alle Folgen geladen haben – dann kann von mir aus auch eMule den Bach runtergehen. Allerdings ist das OpenSource, und wird daher vermutlich ewig leben.

Nun aber noch etwas: Als wäre es abgesprochen, wurde zeitgleich mit dem Ende von eDonkey eine neue Partei in Deutschland gegründet: Die Piratenpartei. Auf ihrer Webseite findet man zum Beispiel Sätze wie:

Wir kämpfen für das Recht auf Privatsphäre im Angesicht von Sicherheitshysterie und Überwachungsfetisch.

und

Weiterhin forcieren wir die Modernisierung des Urheberrechtes im Sinne der digitalen Kopie. Wir stemmen uns gegen innovationsfeindliche Elemente des Patentsystems: keine Patente auf Gene, Pflanzen oder Software.
Monopole auf Kommunikation verhindern die Entfaltung des digitalen Zeitalters: Weg damit!

Aha! Vielleicht kommt ja der eDonkey doch irgendwann wieder – im Rahmen des Wahlkampfes der Piratenpartei.
Aber wie auch immer, eines steht fest: Auch wenn die Aussichten auf Erfolg bei der neuen Partei relativ gering stehen – in vielen Punkten haben sie in der Tat recht. Und auch die Idee, sich öffentlich und politisch zu organisieren, finde ich gut.
Allerdings hätte ich einen etwas seriöseren Namen gewählt… oder kann sich jemand vorstellen, dass die Weltpresse in ein paar Jahren titelt: “Pirates rule Germany!” ?

YouTube & Co

Dienstag, den 19. September 2006

Ich habe gestern festgestellt, dass der Speicherplatz auf meinem Puretec-Account stetig abnimmt. Da die größten Speicherfresser Videos sind, habe ich mir überlegt, zukünftig meine Videos für das Blog bei einem der freien Videocommunities hochzuladen.

Hat denn einer von euch Lesern Erfahrung mit YouTube oder MyVideo (würde ich bevorzugen)? Ich schrecke noch ein bißchen vor der freien Zugänglichkeit zurück und der Tatsache, dass ich damit den direkten Einfluß auf das Video verliere…
Ein Vorteil wäre andererseits, dass Codec-Schwierigkeiten etc. und Konvertierungsprobleme wegfallen, da die Dienste eh alle Videos in Flash umwandeln.

Heimliche Propaganda…

Montag, den 18. September 2006

… gab es gestern in der aktuellen NavyCIS-Folge (Die Spur des Geldes). Es ging um den Schmuggel von Sprengstoff, genauer gesagt Streubomben, in die USA. Dabei handelte es sich angeblich um Blindgänger aus dem Irak, die dort von Kindern aufgesammelt werden, weil sie dafür von Al Qaida Geld bekommen.

Anscheinend haben die Autoren von NCIS der Bush-Regierung geglaubt, dass Saddam und Bin Laden unter einer Decke steckten. Und um es noch ein bißchen dramatischer zu machen, haben sie noch die Kinder ins Spiel gebracht, die beim Auflesen der Bomben ihr Leben riskieren…

Polterabend Sabine und Tobias

Sonntag, den 17. September 2006

Gestern war der Polterabend von Sabine und Tobias, der zu einem feucht-fröhliche Saufgelage der Zosse-Posse wurde. Bilder gibt es hier bei den Pics’n’Stuff und dazu noch ein kleines Video:

Spam bis zum Abwinken…

Samstag, den 16. September 2006

… bekomme ich jeden Tag nicht nur per Email zugeschickt, sondern inzwischen auch als Kommentare im Blog. Ich tippe so auf ungefähr 5 Spam-Kommentare pro Tag, was eigentlich noch geht im Vergleich zu den hunderten von Spammails, die meine Filter täglich von mir fern halten.
Aber trotzdem kotzt es mich an!

Die bayrische Dönerverschwörung

Donnerstag, den 14. September 2006

Spiegel.de berichtet heute über die Entrüstung unter den türkischen Fleischproduzenten.

In diesen Tagen klafft zwischen den Berichten in der deutschen und der türkischsprachigen Presse eine besonders große Lücke. Anlass ist der Gammelfleisch-Skandal, über den in türkischen Medien mit einer interessanten These berichtet wird: Schnellimbiss-Betreiber wittern eine hinterhältige Attacke der westlichen Fastfood-Industrie auf ihr bestes Produkt – den Döner Kebap.

Ahhhh… ich wette, George W. Bush hat da auch noch irgendwie die Finger im Spiel. Schließlich kommt Fast Food aus Amerika!

Der Grund sei der schwindelerregende Erfolg des Döner, den ihm die Burger- und Würstchenverkäufer missgönnen, steht da zu lesen. Die hässlichen Enthüllungen im Gammelfleisch-Skandal würden nur dazu dienen, den Döner “durch den Schmutz zu ziehen”.

Das ist ja schon fast wieder lustig. Denn anscheinend war es ja vielmehr so, dass einige Dönerproduzenten das Fleisch vorher durch den Schmutz gezogen haben – und zwar wortwörtlich.

Es seien “die gleichen Leute, die letztes Jahr mit der Vogelgrippe ankamen”, die jetzt in Sachen Gammelfleisch dem Döner Übles nachsagen.

Eine groß angelegte Verschwörung! Und alles dient allein dem Zweck, die Türkei nicht in die EU zu lassen! Noch dazu kommt der Gammelfleisch-Skandal aus CSU-Stoiber-Bayern, der letzten Bastion gegen den EU-Beitritt.

Die Döner-Debatte in den türkischen Zeitungen spart die Frage größtenteils aus, was in der Branche schiefgelaufen ist angesichts des Gammelfleisch-Skandals – es gilt das Motto: Wer den Kebap beleidigt, ist der Gegner.

Und es ist auch völlig egal, ob der Gegner mit seinen Anschuldigungen zum Teil recht hat. Was ich mich allerdings frage: Ob die Wortführer der Dönerfreunde wohl noch Döner essen???

Ist man nirgendwo mehr vor denen sicher?

Donnerstag, den 14. September 2006


Jetzt werden schon die Jüngsten infiltriert! Ich erinnere mich mit sentimentalen Gefühlen an die ersten Happy Hippos, Crazy Krokos und wie sie alle hießen. Zum Teil hatte ich die Sets komplett, denn Kinderüberraschung war ne tolle Sache. Aber nun mit Bildzeitung? Ich weiß nicht…

Vielleicht sollte ich jetzt wieder anfangen zu sammeln, in 50 Jahren sind die sicher jede Menge Wert. Wer weiß?

Das einzig Gute an der Figur ist, dass Pete Paparazzo die Bildzeitung offensichtlich nur zur Tarnung hat – und sie zerreißt, statt sie zu lesen.

(Bildquelle: Bildblog.de)