Monatsarchiv für August 2006

Neue Homepage der Kirchengemeinde online

Dienstag, den 29. August 2006

Heute fand der Domainumzug von www.ev-kirche-schwaikheim.de von Strato zu 1und1 statt. Das bedeutet, dass die neue Homepage der Kirchengemeinde jetzt online ist. Ich muss dazu anmerken, dass ich inhaltlich nichts geändert habe, nur das Layout wurde erneuert und die ganze Seite ins CMS-System Contenido übertragen. Dadurch wird die Pflege jetzt einfacher und kann auch auf verschiedene Leute aufgeteilt werden. Ich bin froh, dass ich das jetzt geschafft habe, und hoffe, dass auch die Inhalte bald aktualisiert werden…
PS: Wann machen wir das eigentlich mit dem CVJM genauso?

Kurzurlaub “Die Camper”

Dienstag, den 29. August 2006

Am Wochenende waren Lena und ich mit Freunden in Bayern campen, genauer am Waginger See bei Petting (Ha ha!). Auch wenn uns das keiner glaubt, aber das Wetter war echt gut und es hat nur einmal kurz geregnet. Nähere Infos mit Bildern gibt es, sobald ich etwas mehr Zeit habe.

Es wird Zeit, Examen zu machen…

Donnerstag, den 24. August 2006

Ich bin seit einiger Zeit im Studentenverzeichnis www.studivz.net aktiv. Man kann dort mit Freunden an derselben oder anderen Unis in Kontakt bleiben und in Gruppen zu bestimmten Themen aktiv werden. Heute habe ich festgestellt, dass es dort auch eine Gruppe “Ev. Stift Tübingen” gibt. Als ich mir die Gruppe genauer angeschaut habe, stellte ich fest, dass ich von den 24 Mitgliedern nur eine (!) Person überhaupt KENNE! Und ich habe dort immerhin 4 Semester gewohnt und studiere inzwischen wieder in Tü! Irgendwas läuft schief…

Wie die Wilden…

Mittwoch, den 23. August 2006

… so heißt die neue Show auf Sat1. Dabei gehen 3 deutsche Familien für 3 Wochen zu Naturvölkern in Togo, Namibia und Indonesien. Sie leben dort mit den Menschen und ihr Ziel ist es, in den jeweiligen Stamm aufgenommen zu werden. Übersetzer gibt es nicht und auch keine sonstigen Errungenschaften der Zivilisation… Angeblich.
Also mir kamen beim Anschauen der Sendung spontan zwei Einfälle:

1. Das ist alles Show und weitgehend gestellt. Allein die Anwesenheit von Kameras bedeutet, dass da auch noch andere Leute (Europäer!) sind, und Übersetzer muss es auch geben. Auch die medizinische Versorgung etc. muss ja gewährleistet sein, sonst würde ein Sender nie riskieren, später eine aufs Dach zu kriegen.

2. Wenn es keine Show ist, dann ist es eine Schweinerei. Natürlich ist es lustig, wenn Deutsche plötzlich Affen oder Maden essen müssen und in Lehmhütten schlafen. Kulturschock deluxe! Aber was bedeutet es denn für die Angehörigen des Stammes? Sie haben überhaupt keine Vorstellung, woher diese seltsamen Weißen kommen. Und sie haben auch nicht die Bildung um zu verstehen, dass die Familien andere Dinge gewohnt sind. Ein afrikanisches Kind kann nicht verstehen, dass ein deutsches Kind weint, wenn es auf dem Lehmboden schlafen muss, oder wenn es Maden essen soll. Wie soll es das auch?

Wenn es also echt ist, ist es in meinen Augen falsch und Unterhaltung auf Kosten der Eingeborenen. Ich vermute aber, dass das vergleichbar mit den Massai-Shows in Kenia ist (wo jeder Krieger einen Taschenrechner für die Währungsumrechnung hat) und die meisten gezeigten Dinge gestellt sind. Man kann ja auch nicht nachprüfen, was die Leute sagen, oder kann einer von Euch Himba?

Noch einige Zitate von der Webseite von “Wie die Wilden…” unter der Rubrik Comedy&Show (!):

Bei den Himba ist es Brauch, dass einem Gast die eigene Ehefrau als Willkommensgeschenk angeboten wird. Das Abschlagen des Geschenks gilt als Beleidigung, und bedeutet Respektlosigkeit. In der Öffentlichkeit wird nicht geschmust.

Ha ha! Ich glaube ja, dass die Tatsache an sich stimmt. Ich glaube aber nicht, dass der Oberstudienrat das wirklich gemacht hat… und demnach ist das auch mit Sicherheit nicht 100% echt!

Cebit 1987

Dienstag, den 22. August 2006

Cool, dass es 1987 schon portable Computer gab, und die CD war auch schon erfunden! Ich war damals in der 4. Klasse und wir hatten zuhause noch ein Telefon mit Wählscheibe…

Die Zeit läuft…

Montag, den 21. August 2006

Heute war ich auf dem Prüfungsamt und habe das Thema meiner Zulassungsarbeit geholt. Ab jetzt habe ich genau bis zum 16.10. um 16:00 Uhr Zeit, die Arbeit abzugeben – 40 Seiten mit 35 Zeilen mit 60 Zeichen… Na, dann mal los!

Der kleine braune Hitlerkäfer

Freitag, den 18. August 2006

Passend zu meinen letzten beiden Beiträgen berichtet die Stuttgarter Zeitung von einem bei rechtsextremen Sammlern äußerst beliebten Insekt.

Sein Name ist ein Fluch: Der “Hitlerkäfer” Anophtalmus hitleri ist bedroht, weil er wegen seines ungewöhnlichen Namens bei Sammlern stark gefragt ist. Der braune, blinde Höhlenkäfer werde von der Wissenschaft geschmäht und von Neonazis geliebt, berichtet das Magazin “National Geographic Deutschland” in seiner Septemberausgabe.

Die Zoologische Staatssammlung München ist im Blick auf den Hitlerkäfer schon völlig ausgeräubert, auf Börsen gehen die Käfer für vierstellige Beträge über den Tisch – sind aber glücklicherweise nicht vom Aussterben bedroht. Wie der Käfer zu seinem Namen kam?

Der kleine Braune wurde in den 30er Jahren entdeckt. Er lebt in Höhlen in Slowenien. Der Forscher Oscar Scheibel, ein glühender Anhänger des Deutschen Reichs, benannte den Käfer damals nach seinem Idol. Aus Berlin soll er dafür sogar ein Dankesschreiben erhalten haben. Bei der Namensgebung für neu entdeckte Arten lassen sich Forscher öfter von Menschen des Zeitgeschehens inspirieren: In den USA wurde erst kürzlich ein Schleimpilz fressender Schwammkugelkäfer Agathidium bushi benannt.

Ob der Forscher, der den Schwammkugelkäfer so genannt hat, wohl ein Bushfan war? Und ob George Walker (Das ist übrigens auch eine Käferart, der Walker) sich mit seinem Schleimpilz fressenden Namensvetter wohl identifiziert? Ich weiß es nicht, bin aber auf jeden Fall froh, dass ich bei einem kurzen Check im Internet nur eine Orchideenart, eine Echse sowie eine Zwergpuffotter gefunden habe, die das “schneiderii” im wissenschaftlichen Namen hat.

Grass und das Gras über der Waffen-SS

Freitag, den 18. August 2006

Alle Welt redet von Günther Grass, bzw. von seinem neuen Buch, bzw. von seinem “Geständnis”, dass er bei der Waffen-SS war. Libertas Cara hat darauf hingewiesen, dass Grass damit seine Glaubwürdigkeit verspielt habe. Das ist eine zweideutige Aussage, denn schließlich kann die Glaubwürdigkeit darunter leiden, dass er bei der Waffen-SS war, oder darunter, dass er mit dieser Geschichte mehr Bücher verkaufen will.
Nun gibt es bereits Stimmen, die Grass dazu auffordern, seine Danziger Ehrenbürgerschaft zurückzugeben, und auch von anderer Seite haut man auf ihn ein.

Wie auch immer man es sieht, ich möchte auf Folgendes hinweisen, vor allem, nachdem ich vorhin auf Phoenix ein Interview mit ihm gesehen habe:

Grass hat immer freimütig zugegeben, dass er in der Hitlerjugend war. Und dass er mit 16 einberufen wurde. Er hat allerdings nie zugegeben, dass er zur Waffen-SS einberufen wurde. Grass selbst meinte, dass er keinem einen Vorwurf macht, der ihn anklagt, dies erst so spät öffentlich zu machen. Allerdings meinte er, er hatte dies einfach nicht früher öffentlich machen können, es wäre wie eine Last auf ihm gelegen. Ich glaube, dass er die Wahrheit sagt.
Man muss bedenken, dass er 16 war, ein 16-Jähriger, der seit dem 8. Lebensjahr heftigster Propaganda ausgesetzt worden war. Er wurde dieser Einheit zugeteilt, Verweigerung war unmöglich (Mein Opa kam nur dadurch um die Waffen-SS herum, dass ihm in letzter Sekunde einfiel, dass er Plattfüße hat). Mit 17 kam er in Kriegsgefangenschaft. Man schaue sich heutige 16- und 17-Jährige an, könnte man von denen erwarten, dass sie sich in jeder Lage moralisch und politisch einwandfrei verhalten?
Nach dem Krieg hat sich Grass politisch und schriftstellerisch für Frieden und unter anderem auch für die Versöhnung von Deutschen und Polen eingesetzt. Er hat Mißstände in der Gesellschaft aufgezeigt und ist als das moralische Gewissen Deutschlands aufgetreten. Vielleicht tat er dies alles auch, weil er selbst ein schlechtes Gewissen hatte und die kurze Zeit in der Waffen-SS als persönlichen Makel empfand, den er nun durch gute Taten wiedergutmachen wollte. Verwerflich ist dies jedenfalls nicht.

Gut, er war mit 16 in der Waffen-SS. Aber das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Wir haben auch einen Papst, der Flakhelfer war. Und unser ehemaliger Außenminister gehörte in seiner Studentenzeit zum Kreis der Steinewerfer. Sie haben sich alle geändert.
Man sollte bei Grass das Leben als Ganzes betrachten und nicht dieses eine Jahr über die 60 Jahre danach stellen.

Was man Grass vorwerfen könnte, ist, dass er erst jetzt mit dieser Geschichte rauskommt. Und dass er ständig sagt “lesen sie mein Buch”. Aber über ersteres kann letztlich keiner urteilen, denn niemand weiss, was Grass erlebt hat und was er fühlt. Und der zweite Punkt ist in soweit verständlich, als dass Grass natürlich sein Buch verkaufen will… Und die Werbung hat bisher ganz gut funktioniert.

Taubenschwänzchen

Freitag, den 18. August 2006

Taubenschwänzchen

Dieses possierliche Tierchen ist ein Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), eine Schmetterlingsart, genauer: ein Schwärmer. Diese Tiere kommen jedes Jahr aus dem Mittelmeerraum zu uns, da es im Winter hier für sie zu kalt ist. Sie fliegen ähnlich wie Kolibris an die Blüten und haben eine Flügelfrequenz von ca. 80 Schlägen pro Sekunde. Bei uns im Garten gibt es davon jede Menge, und dort entstand auch das Bild.

Hollywood gegen den Terror

Freitag, den 18. August 2006

Israelnetz berichtet, dass eine Gruppe von Hollywoodpersönlichkeiten eine Erklärung gegen die Terrorakte der Hisbollah und der Hamas unterzeichnet haben.

Die Erklärung richtet sich gegen die Terrorgruppen im Nahen Osten und verurteilt sie dafür, unschuldige Zivilisten zu verletzen oder zu töten. Zudem wird den Gruppen vorgeworfen, den Krieg im Libanon angezettelt zu haben.

Persönlichkeiten wie Sylvester Stallone, Bruce Willis, Nicole Kidman, Michael Douglas, Danny DeVito, Dennis Hooper, Don Johnson, William Hurt, Ridley Scott und Tennisspielerin Serena Williams unterschrieben die Stellungsnahme.

Initiiert wurde die ganze Aktion vom israelischen Konsulat, demenstprechend wird auch klar für Israel Position bezogen. Allerdings wird “Gewalt auf der Welt” verurteilt, also auch Gewalt, die von Israel ausgeht.

In der Erklärung geht es darum, den Terror auf der ganzen Welt zu beenden. “Wir, die Unterzeichnenden, sind schmerzerfüllt und niedergeschmettert aufgrund der zivilen Todesopfer in Israel und im Libanon, die durch Terrorakte von Terror-Organisationen wie die Hisbollah oder die Hamas verursacht wurden. Wenn wir nicht erfolgreich die Gewalt auf der Welt beenden können, wird Chaos regieren und Unschuldige werden weiter sterben”, heißt es in der Anzeige.

Ich finde, das klingt zuerst mal nicht schlecht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Sly Stallone auch ohne Probleme einen Film darüber drehen könnte, wie er für Israel die Soldaten aus der Hand von Terroristen befreit – mit der Uzi im Anschlag. Und Bruce Willis ist auch nicht gerade ein Friedensengel in seinen Filmen, von Miami-Vice-Nash-Bridges-Don Johnson mal gar nicht zu sprechen.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob mit “Gewalt auf der Welt” etwa nur “böse Gewalt” gemeint ist, also Terrorakte (gegen Israel, USA etc), während “gute Gewalt” in der Verteidigung erlaubt ist. Das spräche zumindest doch eher Israel aus der Seele, und Hollywood im Prinzip auch. Denn wenn es keine Gewalt mehr auf der Welt gäbe, wären Actionfilme doch eher langweilig…

Aber die Prominenten unterschreiben nicht nur, sondern handeln auch:

Der Schauspieler Adam Sandler setzte sich vergangene Woche auch aktiv auf einer Veranstaltung des Konsulats für Israel ein. Zum Ende dieser Konferenz kündigte er zudem an, 100.000 Dollar und 400 Playstations an Kinder in Israel zu spenden.

Super! Die 100.000 Dollar sind eine feine Sache, aber die Playstations sind noch besser. Jetzt können 400 israelische Kinder ihre Aggressionen beim Halflife-etc-Zocken abbauen und dabei für den Ernstfall üben, wie man Terroristen tötet. Vielleicht sollte man auch den Krieg ganz in die Virtualität verlegen und nur noch palästinensische und israelische Kinder auf LAN-Partys gegeneinander antreten lassen. Damit wäre zwar die Gewalt nicht ganz abgeschafft, aber zumindest kämen dabei weder Menschen noch die Infrastruktur zu Schaden.

Schlange @ AT

Donnerstag, den 17. August 2006

In Vorbereitung meiner Zulassungsarbeit habe ich gestern auf gut Glück Bücher in der UB bestellt – und dabei einen wahren Glücksgriff getan. Das Buch “Serpent symbolism in the Old Testament” habe ich durch Zufall gefunden, und es hat genau das zum Inhalt, was ich gesucht habe. Grandios… Allerdings ist es schon so alt wie ich, aber als Ausgangsbasis ist es genial. Damit kann die 8-Woche-Frist für die Zula beginnen!

Spaß am Dienstag

Mittwoch, den 16. August 2006

Am Wochenende in Kiel kam die Diskussion irgendwie auf “Spaß am Dienstag“. Ihr erinnert euch doch sicher noch daran: Werner und Zini (dieser wild herumfliegende Lichtwurm) moderierten eine Sendung für Kinder, in der verschiedene Serien kamen. Unter anderem erinnere ich mich an Dangermouse und diese Kinderserie mit dem Polizisten Hund (“Hund wie Katz’”) “Oh Schreck, das Kind ist weg!”. Jedenfalls war diese Sendung der Vorläufer von ähnlichen Kinderprogrammen wie “Li-La-Launebär” , “Bim Bam Bino” auf Kultsender Tele5 und schließlich auch “Disney-Club” (Mit der Gummibärenbande, Balu und seiner Crew, Ducktales und Chip und Chap, den Rittern des Rechts) oder “Tigerenten-Club” (den ich allerdings nicht mehr geschaut hab).

Was jetzt eigentlich das Problem ist: ich habe behauptet – und behaupte noch immer-, dass ganz gegen Ende, kurz bevor Spaß am Dienstag aufhörte, die Sendung mittwochs lief. Ich glaube auch nicht, dass es dann “Spaß am Mittwoch” hieß, sondern meine mich zu erinnern, dass tatsächlich “Spaß am Dienstag” einige Wochen lang immer am Mittwoch kam.

Kann mir irgendeiner zu diesem Thema ein (positives) Feedback geben? Sonst werde ich mir mein Leben lang darüber den Kopf zerbrechen…

In diesem Sinne: Tschüüüüü-hüüüüüüüüüüüüüüüüü-sssssssss!

Darwin vs. Schöpfung

Freitag, den 11. August 2006

Meine Seminararbeit ist endlich fertig, die letzten Tage habe ich nur geschrieben, gelesen, geschrieben. Jetzt bin ich total erleichertet, denn schließlich fängt die nächste Arbeit nächste Woche an… dann wird weitergeschrieben.
Am Wochenende bin ich übrigens in Kiel, ich will die Arbeit am Montag abgeben.

Der Mann mit dem grünen Helm

Dienstag, den 8. August 2006

Bildbearbeitung ist eine tolle Sache und man kann viele schöne Dinge damit machen. Oder schlimme Dinge. Oder man macht schlimme Dinge noch schlimmer. So geschehen im Libanon, wo ein Fotograf von Reuters einfach mal ein paar Bilder manipuliert hat. “Der Standard” berichtet:

Ein Foto israelischer Bombenangriffe auf Beirut, von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlicht, ist in plumper Weise mit einem Computerprogramm gefälscht worden. Rauchwolken waren auf dem Bild mitsamt Häusern herauskopiert und neben der ursprünglichen Rauchwolke wieder eingefügt worden, um den Eindruck von noch mehr Rauch und noch mehr Zerstörung zu erwecken.

Ähnliches gibt es auch in der Netzzeitung oder im englischen Blog “EU-Referendum“.
Als ob das noch nicht genug wäre, wird im selben Blog auch noch auf auffällige Bilderserien verschiedener Nachrichtenagenturen mit einem Mann mit grünem Helm und totem Kind auf dem Arm hingewiesen. Wer einen Blick auf “Qana – the directors cut” wirft, wird erschüttert sein. Es sieht tatsächlich so aus, als ob hier mit toten Kindern Propaganda-Bilder gemacht wurden. Hier ein kleiner Auszug aus dem ausführlichen Versuch einer Rekonstruktion der Bilderserie:

“Green Helmet” is making a “camera run”, carrying the highly photogenic corpse of a little girl, holding it is arms to maximise the shock value and the emotional impact.

Liest man im Blog noch etwas weiter, so findet man den Mann mit dem grünen Helm wieder. Er taucht z.B. auch noch in einem Video aus Tyrus auf, und in noch mehr Bildern, auch in alten Bildern. “Der Standard“:

Und dann sind die britischen Blogger auf eine interessante Spur gestoßen. Vor zehn Jahren, am 18. April 1996, unternahm die israelische Armee schon einmal einen Angriff auf Kana, bei dem ebenfalls viele Kinder umkamen. Auf Pressefotos von damals ist ein Mann zu sehen, der eine Leiche präsentiert. Der Herzeiger mit dem grünen Helm trägt zwar noch keine Brille, aber es ist derselbe, von dem vermutet werden darf, dass er eher als Hisbollah-Offizier denn als Mitarbeiter des Rettungsdienstes tätig ist.

Dass Kinder bei Angriffen der Israelis umkommen, ist schlimm. Aber dass die Hisbollah mit ihnen Propaganda treibt und ihren Tod dazu benutzt, auf emotionaler Ebene Stimmung zu machen, ist geschmacklos und verstößt gegen die Menschenwürde. Dass die Presse bei solchen Dingen mitmacht (und es ist offensichtlich, dass den Fotografen die “Präsentation” aufgefallen sein muss) ist ethisch und moralisch eigentlich nicht vertretbar und zeigt nur, dass es bei der Berichterstattung nicht um die Menschen, sondern vielmehr um die Bilder und die Einschaltquoten, also ums Geld geht.

Hochzeitsfeiern als Ideenbörse

Dienstag, den 8. August 2006

Am Samstag waren Lena und ich auf der Hochzeit von Lenas Cousine. Sie feierte auf dem Sonnenhof in Aldingen mit etwa 110 Gästen. Es war echt lustig und Lena und ich haben alles ganz genau angeschaut, um schonmal einige Dinge für unsere Hochzeit auszuloten. Aber natürlich haben wir nicht nur Brautkleid, Gottesdienst, Tischkarten und Programmablauf begutachtet, sondern uns auch noch köstlich mit der ganzen Family amüsiert. Highlight war der von mir vom Brautpaar erzwungene Wiener Walzer um 2:00 Uhr sowie Werners Aussage zum Zigarre-rauchen: “A bissle Spuckerle muss sein!”