Archiv der Kategorie 'Kirche & Theologie'

Brennender Dornbusch in Assassin’s Creed Origins

Freitag, den 24. November 2017

Ich habe den ersten biblischen Bezug in Assassin’s Creed Origins gefunden: Wenn man durch die Wüste rennt, sieht Bayek irgendwann Visionen. Mal fallen Käfer vom Himmel, mal erscheinen Personen oder Sternschnuppen. Und manchmal sieht er auch einen brennenden Dornbusch.

Pixel-Luther veröffentlicht

Mittwoch, den 25. Oktober 2017

Die erste Release-Version von Pixel-Luther ist fertig und kostenlos im Web spielbar, sowie für Android und iOS im Store (und Mac als Download) erhältlich. Natürlich ist das Spiel nicht komplett abgeschlossen, aber es enthält jetzt die ersten drei Level bis zum Thesenanschlag. Weitere sind geplant und vorbereitet. Mehr Infos zum Projekt unter www.pixel-luther.de.

Steuerung: Cursortasten oder w-a-s-d
Springen: Leertaste
Aktion: e / ENTER
Buttons aus-/einblenden: h

Verfügbar in Google Play: Pixel-Luther

Verfügbar in iOS App Store: Pixel-Luther

Version für Mac zum Download: mac.tscs.pixelluther.pkg

Persönlich: Neue Wege

Donnerstag, den 12. Oktober 2017

konfispruch

Mein Konfirmationsspruch aus Johannes 15 begleitet mich seit nunmehr 25 Jahren. Es ist ein toller Vers, der jedoch bisweilen einen kleinen Haken hat:
Das Hingehen. Denn wer irgendwo hingeht, geht damit auch immer automatisch von woanders weg.

Ich werde im kommenden Frühjahr nach 5 Jahren in der Kirchengemeinde Willsbach auch wieder woanders “hingehen” – und neue Aufgaben übernehmen.

Ab März werde ich Leiter der missionarischen Dienste der württembergischen Landeskirche. Gemeinsam mit vielen Ehren- und Hauptamtlichen wird es meine Aufgabe sein, in ganz vielfältigen Arbeitsfeldern die Kirchengemeinden unserer Landeskirche in ihrer Arbeit zu unterstützen und dabei mitzuhelfen, dass der Glaube an Jesus Christus geweckt und gestärkt wird. Ich freue mich darauf, Bewährtes weiterzuführen und Neues zu entwickeln.

Das Weggehen fällt jedoch nicht leicht. Vieles ist in meiner Gemeinde gewachsen und viele gute Kontakte und Freundschaften sind entstanden. Und Umzüge sind Herausforderungen für die ganze Familie.

Auf der anderen Seite steht die Freude auf die neue Aufgabe, auch im Blick auf die Zusage aus meinem Konfirmationsspruch. Ich hoffe, dass es mir gelingt auch auf der neuen Stelle mit Gottes Hilfe viel Frucht zu schaffen.

Kaum zu glauben, geradezu unfassbar

Samstag, den 29. April 2017

Ich weiß gar nicht genau, wie ich diesen Beitrag schreiben soll. Hätte mir jemand noch vor einem Jahr das angekündigt, hätte ich ihn für völlig verrückt erklärt.

Gestern sind zwei unfassbare Dinge geschehen, die im weitesten Sinne miteinander zu tun haben. Erstens hat Pixel-Luther beim Ideenwettbewerb der Landeskirche völlig überraschend gewonnen – an meinem Geburtstag. Weitere Infos dazu gibt es noch, da ich zuhause gegrillt habe und bei weit abgeschlagenem Voting die Verleihung nicht besucht habe, weiß ich noch gar nicht genau, was dieser Gewinn bedeutet.

macpro3

Schon VOR dem Gewinn habe ich jedoch ein Geschenk bekommen, dass bei mir technisch gesehen alles auf den Kopf stellt. Unter meinem Schreibtisch steht seit vorhin nicht nur ein i7 mit Win7Ultimate / Win10 sondern auch ein Mac Pro.

Echt.

Ich kann es selbst kaum glauben.

Er ist gebraucht und nicht das neueste Modell, aber das reicht mir, denn ich brauche ihn eigentlich nur um Pixel-Luther auch fürs iPhone veröffentlichen zu können.

Inzwischen habe ich bereits eine Apple-ID und das Programm läuft jetzt auch, sogar der Transfer vom PC auf den Mac hat funktioniert. Ich muss nun mal schauen, ob und wie sich die Versionen für beide System unterscheiden damit ich dann auf dem System arbeite, auf dem es mehr Möglichkeiten gibt.

Ein Apple-Jünger und Mac-Poweruser werde ich aber wohl kaum werden…

Pfarrplan RUN!! – Das Spiel zum Pfarrplan 2024

Donnerstag, den 23. März 2017

Der sogenannte “Pfarrplan 2024″, ein Prozess zur Umstrukturierung und Einsparung von Pfarrstellen in unserer Landeskirche hat mich dazu inspiriert, das bereits veröffentlichte “Steinmetz RUN!” etwas umzubauen. Herausgekommen ist: “Pfarrplan RUN!!” – das Spiel zum Prozess.

Als kleiner Pfarrer rennt man durch die Regionen der Landeskirche und sammelt Gemeindeglieder(-münzen) ein. Ziel ist es genug einzusammeln, damit die Pfarrstelle erhalten bleibt.

Die aktuelle Version ist mit 12 Leveln komplett.

Das Spiel ist in Google Play für Android Geräte verfügbar.

Hier die Browservariante, Steuerung per Maus oder “Leertaste”. Die Version im Browser kann evtl. vereinzelt Grafikfehler haben, diese sind in der Androidversion nicht vorhanden.

Luther, Luther, immer wieder Luther

Freitag, den 28. Oktober 2016

Der Playmobil-Luther ist aktuell auf der ganzen Welt unterwegs und taucht ständig überall auf. Zusätzlich zu dem, was ich in diesem Blog bereits zum Thema Reformation und Playmobil gemacht habe, gibt es in diesem Jahr nur noch eine neue Grafik von mir.

Ein Luther ohne Bibel, sondern passend zum Reformationstag mit Hammer und (Thesen)-Papier. Die hochauflösende Grafik kann sogar bis zu einer Größe von 1,5x1m gedruckt werden – ich habe es ausprobiert, wie man unten sehen kann. Dadurch, dass das Thesenpapier leer ist, kann man dort auch Zettel mit aktuellen Hinweisen, Terminen o.ä. drüberkleben.

Datei herunterladen: Luther hochauflösend

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lutheraufsteller600

#DoItLikeDeMaiziere – the Jesus version

Donnerstag, den 19. November 2015

jesusverunsichert1000

English Version

Pastor erschießt Mann im Gottesdienst

Dienstag, den 20. Oktober 2015

Diese Geschichte gehört zu den Dingen, die man sich hierzulande kaum vorstellen kann. Allein die Tatsache, als Pfarrer während Gebet und Predigt eine Pistole dabei zu haben… unfassbar.

Picture related.

ingunswetrust1000

Luthers Ehe für alle

Freitag, den 3. Juli 2015

Ich habe ja schon mehrfach ausführlich bzw. grafisch zum Thema Homosexualität Stellung genommen. Leider ist dieses Thema aber wie Unkraut, es kommt wieder und wieder und wieder mit immer denselben Argumenten. So ist es auch ganz aktuell geschehen.

Denn beflügelt durch Entscheidungen in Irland und den USA wollte der Gesprächskreis “Offene Kirche” (OK) bei der gerade laufenden Tagung der württembergischen Landessynode die “Ehe für alle” zum Thema einer aktuellen Stunde machen – und war erbost, dass das nicht zugelassen wurde. Formal war die Ablehnung aber richtig, denn nach den Vorgaben für die aktuelle Stunde, die von allen Gesprächskreisen (also auch OK) einmal beschlossen wurden, waren die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt.

Nun können wir uns aber auch ganz pragmatisch fragen, was denn so eine Aussprache gebracht hätte. Außer, dass mal wieder jeder daran erinnert worden wäre, dass die einen halt dafür sind und die anderen dagegen, inklusive der üblichen unzählige Male ausgetauschten Argumente. Zu einem Konsens wäre man (angesichts der verhärteten Fronten sowie der Kürze der Zeit) sowieso nicht gekommen.

Viel spannender ist aber die Frage, ob denn die Synode überhaupt der richtige Ort ist, um über die “Ehe für alle” zu diskutieren. Was könnte denn die Kirche dazu überhaupt sagen? Schließlich ist dies ein politisches Thema, das auch politisch durch den Gesetzgeber gelöst werden muss. Mit der kirchlichen Sichtweise oder gar der kirchlichen Trauordnung hat das ja erstmal überhaupt nichts zu tun. Es ist schließlich für den Staat (und sogar in den meisten Fällen für die Kirche selbst) ja auch rechtlich schlichtweg irrelevant, ob und wie jemand kirchlich getraut wurde oder nicht. Das ist z.B. schön daran zu erkennen, dass die Urkunden zu Ehejubiläen in unserer Landeskirche auch Paare erhalten, die nur standesamtlich geheiratet haben.

Die Frage nach der “Ehe für alle” muss deshalb politisch gelöst werden. Und mit dieser Haltung bin ich ganz auf dem Boden der Reformation. Denn schließlich entspricht das dem, was Martin Luther 1529 in seinem Text “Ein Traubüchlein. Für die einfältigen Pfarrherrn” geschrieben hat. Ja, genau so heißt das Buch tatsächlich.

Dort steht als Einleitung:

So manches Land, so manche Sitte, sagt das gemeine Sprichwort. Dennoch weil die Hochzeit und Ehestand ein weltlich Geschäft ist, gebührt uns Geistlichen oder Kirchendienern nichts darin zu ordenen oder regieren, sondern lassen einer jeglichen Stadt und Land hierin ihren Brauch und Gewohnheit, wie sie gehen.

Wenn die “Ehe für alle” auch in Deutschland (wie in so vielen anderen Ländern dieser Welt) irgendwann beschlossen wird – was meines Erachtens auch konsequent wäre – dann hat das erstmal überhaupt nichts mit der Kirche zu tun. Das bedeutet auch nicht zwingend, dass die kirchliche Trauung dann dementsprechend angepasst werden muss, zumindest theoretisch. Denn an dem Punkt ist Kirchenrecht unabhängig vom staatlichen Recht. Ansonsten gäbe es ja auch keine Unterschiede bei der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in den verschiedenen Landeskirchen.

Wieso sage ich “zumindest theoretisch”? Weil neben den theologischen Punkten zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (die ich nicht nochmals ausführe, siehe in diesem Blog) hier auch das gelten könnte, was Luther im Traubüchlein für einfältige Pfarrherrn ebenfalls schreibt:

Aber so man von uns begehret für der Kirchen oder in der Kirchen sie zu segenen, über sie zu beten oder sie auch zu trauen, sind wir schuldig dasselbige zu thun.

Was das dann aber konkret bedeutet, das ist noch mal eine ganz andere Frage.

“Wir können Götter werden” – Deus Ex: Human Revolution

Dienstag, den 23. Juni 2015

Nach Monaten habe ich endlich gestern Nacht die Zeit gefunden, “Deus Ex: Human Revolution” bis zum Ende zu spielen. Angefangen habe ich es eigentlich wegen des Titels, ich suche ja immer nach Spielen, die möglicherweise für Reli- und Konfirmandenunterricht was abwerfen. Diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Im Spiel geht es um eine Technologie, durch die Menschen die Fähigkeiten von Körper und Hirn mit Hilfe sogenannter “Augmentierungen” verbessern können. Sie werden also quasi Cyborgs. Die Hauptfigur Adam ist als Sicherheitsmann für die Firma tätig, die diese Augmentierungen herstellt und muss sich unter anderem mit Technologie-Gegnern herumschlagen und dabei einen Anschlag aufklären. Am Ende stellt sich heraus, dass der Erfinder der Technologie ebendiese wieder vernichten will, weil er der Meinung ist, die Menschen würden damit zu weit gehen.

Ganz zum Schluss muss Adam entscheiden, wie es weitergehen soll. Er hat die Macht, das Schicksal der Menschheit zu bestimmen, und wird damit selbst zum “Deus Ex”.

Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

1. Er schiebt den Technologiegegnern alles in die Schuhe und die Firmen können weiter an der menschlichen Evolution herumbasteln.

Wir können die Götter werden, die wir immer sein wollten. Und wir können sogar gute Götter werden.

2. Er bringt die Wahrheit ans Licht, damit die Menschen auf diese moderne Technologie um ihrer selbst willen verzichten.

Die Technologie gibt uns Stärke. Stärke fördert Dominanz, und Dominanz bereitet den Weg für Missbrauch.

3. Er vernichtet sich selbst und die Station und gibt damit den Menschen selbst die Möglichkeit, ihre Zukunft zu bestimmen.

Gewöhnliche Männer und Frauen müssen gemeinsam den Weg finden, den die Menschheit einschlagen soll.

Vor allem die Schlusssequenzen sind sehr interessant. Die Frage, ob der Mensch sich selbst durch den technischen Fortschritt mit Gott gleichsetzt, ihm “das Feuer wegnehmen kann”. Und inwieweit durch Technologie, die immer mehr ins “Menschsein” eingreift, Würde und Menschlichkeit verloren gehen können.

Ich überlege noch, wie ich das im Unterricht zum Thema Mensch und Technik einbaue.

PS: Wer das Video anschaut, dem dürfte klar sein, dass die Zielgruppe für solche Spiele nicht unbedingt 16jährige sind, die nur rumballern wollen.

Rundkirche auf dem Kirchentag

Sonntag, den 14. Juni 2015

Blasphemie – qu’est ce que c’est?

Mittwoch, den 7. Januar 2015

Blasphemie ist die Verhöhnung oder Beschimpfung von Religionen bzw. deren Glaubensinhalten. In Deutschland ist das laut §166 des Strafgesetzbuches verboten, wenn dadurch der öffentliche Friede beeinträchtigt wird.

Aber was genau fällt nun unter “Blasphemie”? Das hier doch sicher. Und das hier auch. Vielleicht sogar das hier. Oder?

Tja, wer entscheidet das denn, was nun bereits Blasphemie ist oder noch (geschmacklose) freie Meinungsäußerung? So recht weiß das niemand. Und das ist auch das Problem. Denn das Empfinden von Gläubigen gleich welcher Religion, was als Blasphemie angesehen wird, ist unterschiedlich. Ich bin mir sicher (und ich weiß das sogar konkret von einem Fall), dass auch Zeichnungen oder Beiträge von mir schon als Blasphemie bezeichnet wurden. Das hier zum Beispiel.

Es ist also ziemlich unklar, was den Tatbestand der Blasphemie erfüllt. Das Gesetz selbst gibt da auch nicht viel her. Es bezieht die Strafbarkeit nicht auf den Inhalt, sondern lediglich auf den Effekt, den solch eine Blasphemie hervorruft. Etwas soll demnach dann verboten sein, wenn es Unruhen und Unfrieden befördert. Das bedeutet aber umgekehrt, dass dem Recht verschafft wird, der am lautesten schreit und die größten Unruhen hervorruft. Das kann ja eigentlich auch nicht Sinn der Sache sein, denn damit würde sich der Staat quasi selbst erpressbar machen.

Kirchenführer (vor allem bei den Katholiken) fordern immer wieder eine verschärfte Anwendung von §166. Aber auch da bleibt die Frage nach den Kriterien. Würde man alles das strafbar machen, was irgendjemand für Blasphemie ansieht, bliebe nicht mehr viel von der Redefreiheit übrig. Bereits das hier dürfte dann sicher nicht mehr verkauft werden, obwohl ich es gerne im Konfi-Unterricht benutze.

Blasphemie zu verhindern ist Bestandteil des Schutzes der Religionsfreiheit in einer Demokratie. Genau deshalb handelt §166 auch vom öffentlichen Frieden, der gewahrt werden soll. Was aber auf keine Fall passieren darf ist, dass demokratische Prinzipien wie Rede- und Pressefreiheit sowie der Schutz der Religionen gegeneinander ausgespielt werden. Oder dass Dinge nicht mehr geschrieben werden – nicht weil man sie selbst für falsch hält, sondern weil man Angst hat, dass es jemand übelnehmen könnte und es einem ergeht wie den Cartoonisten von Charlie Hebdo.

Als Christ gibt es letztlich nur ein Kriterium, wie mit Redefreiheit, Religionskritik und auch -satire umzugehen ist, nämlich das des Paulus aus 1. Korinther 10,23:

Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.

Auch dieses Kriterium ist freilich weich und subjektiv. Aber es verweist darauf, dass ein gewisser Respekt und Zurückhaltung im Umgang miteinander wichtig ist – selbst dann, wenn es um Satire geht.

Und wenn ich etwas sehe, was ich geschmacklos und schlecht finde oder was sogar meine religiösen Gefühle verletzt – dann darf ich mein Missfallen äußern und erwarte, dass das zumindest zur Kenntnis und Ernst genommen wird. Das gehört zur Demokratie dazu. Und ich kann gegen solch eine Veröffentlichung sogar klagen. Auch das gehört zur Demokratie.

Nicht zur Demokratie gehört, denjenigen, von dem die (subjektiv empfundene) Blasphemie ausgeht, umzubringen. Und jeder, der auch nur annähernd versucht die Schuld an dem heutigen Terroranschlag den Opfern durch die Hintertür wieder zuzuschieben, weil sie sich mit ihren Veröffentlichungen nicht “zurückgehalten haben”, der schwächt unsere demokratischen Prinzipien. Das ist in etwa genauso wie wenn man einem Vergewaltigungsopfer vorwirft durch einen kurzen Rock dieses Verbrechen provoziert zu haben.

Karikaturisten dürfen im freien Europa geschmacklose Cartoons über Mohammed, über Jesus oder über sonstwen machen. Selbst wenn das dem ein oder anderen nicht gefällt, sie dürfen es. Blasphemie hin oder her.

#jesuischarlie

Playmobil Reformation Teil 2

Samstag, den 1. November 2014

Hier die Fortsetzung vom letzten Jahr:

reformation part2_1000

Know ur church

Mittwoch, den 24. September 2014

Körperhaltungen in der Kirche

Assoziation aus dem Gorillagehege

Samstag, den 31. Mai 2014

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