Landessynode, Gesprächskreise und Kirchenbezirke – wie man es anders machen könnte

Montag, 9. Juli 2012 von Tobias

Seit meinem Vikariat im Rheinland überlege ich an den kirchlichen Strukturen in Württemberg herum, bezüglich ihrer Vorteile und Nachteile sowie der Auswirkungen der bestehenden Strukturen auf den kirchenpolitischen Alltag. Und je länger ich darüber nachdenke, um so deutlicher wird mir, dass die Wurzel vieler Probleme in der ELK-Wue die Urwahl der Landessynode darstellt.

Wie komme ich zu solch einer Schlussfolgerung?

In jeder Landeskirche gibt es auf jeder Ebene ein Gegenüber von Gremien wie Kirchengemeinderat, Bezirkssynode und Landessynode sowie den jeweiligen Vertretern der Kirchenleitung, also Pfarrer, Dekan und OKR. Dieses Gegenüber ist in den verschiedenen Systemen unterschiedlich stark ausgeprägt – aber immer vorhanden. Wir in Württemberg leisten uns jedoch zusätzlich ein weiteres Gegenüber, eine weitere (gestrichelte) Trennlinie – nämlich die zwischen Bezirkssynoden und Landessynode. Während in allen anderen Landeskirchen eine direkte Abhängigkeit zwischen beiden besteht, funktioniert in Württemberg die Delegation von Vertretern nur zwischen Kirchengemeinderat und Bezirkssynode, nicht aber zwischen Bezirkssynode und Landessynode. Konkret: In die Bezirkssynode kommt in der Regel nur, wer in einem Kirchengemeinderat des betreffenden Bezirks sitzt oder zumindest von dort delegiert ist. In die Landessynode kann aber jeder.

Das ist zunächst kein Problem. Allerdings hat die fehlende strukturelle Rückbindung der Landessynodalen an ihre Wahlbezirke im Lauf der Jahre dazu geführt, dass die Gesprächskreise erstarkt sind (ebenfalls wie in keiner anderen Landeskirche – Zufall? Wohl kaum.) Diese Gesprächskreise geben den Landessynodalen eine Struktur sowie eine Form der Organisation.
Mir ist klar, dass in § 17 des Kirchenverfassungsgesetzes folgendes steht:

§ 17
Die Mitglieder der Landessynode sind als Vertreter der gesamten Landeskirche anzusehen und an keinerlei Weisungen oder Aufträge gebunden.

Verantwortlich ist jedes Mitglied der Landessynode einzig seinem Gewissen bzw. Schrift und Bekenntnis. Auch wenn die Gesprächskreise keinerlei Weisungsbefugnis haben, so sind sie doch zumindest für die Meinungsbildung und Vergewisserung ihrer Mitglieder mit zuständig. Dagegen ist auch prinzipiell nichts einzuwenden.

Allerdings wird es schwierig, wenn wir uns die Kombination „Urwahl des Kirchenvolks“ und „Gesprächskreise“ kombiniert anschauen.

Warum wird jemand in die Landessynode gewählt? Drei Kriterien:
1. Bekanntheit
2. Zugehörigkeit zu einem bestimmten Gesprächskreis
3. Kompetenz

Diese Reihenfolge ist nicht willkürlich gewählt. Damit möchte ich niemandem Kompetenz absprechen, aber sie ist für die Wahl unter Umständen einfach nicht ausschlaggebend. Jemand sehr kompetentes, der aber nicht bekannt und/oder keine Unterstützung eines (nämlich des „richtigen“) Gesprächskreises hat, kommt kaum in die Landessynode. Ich befürchte, das Umgekehrte gilt manchmal leider auch. Noch schwieriger wird es, wenn auch bei Besetzungen nach diesem Schema verfahren wird – was ich nicht unterstelle und auch nicht hoffe.

Bezogen auf § 17 bleibt zudem jemand in der Landessynode, selbst bei Umzug in einen anderen Wahlkreis. Da Personen ja gewählt werden und nicht delegiert. Damit ist die Rückbindung von Landessynodalen an die Kirchenbezirke endgültig dahin.

Mit diesem System ist die Landeskirche bisher gut gefahren. Allerdings hat es sich in den letzten Jahren doch gezeigt, dass die Schwierigkeiten zunehmen. Besonders aufgrund der Finanzen. Und vielleicht wäre eine grundsätzliche Kursänderung notwendig, die auch die Strukturen unter die Lupe nimmt. Und dazu gehört meines Erachtens zwingend eine Schwächung der Gesprächskreise und ihres manchmal recht lobbyhaften Einflusses auf die Kirchenpolitik.

Die Zukunft unserer Landeskirche hängt nicht davon ab, welchen Frömmigkeitsstil ein Oberkirchenrat pflegt. Sie hängt auch nicht davon ab, ob homosexuelle Partnerschaften abgelehnt oder befürwortet werden oder wie man mit Akademien umgeht. Die Zukunft unserer Landeskirche hängt von den Kirchengemeinden ab, von der Arbeit an der Basis in allen rund 1400 Kirchengemeinden in den 51 Kirchenbezirken, die wir haben.

Es wird Zeit, dass dies (wieder) in den Mittelpunkt gerückt wird. Und dafür ist eine Stärkung der Kirchenbezirke wichtig, denn die sind die Experten für ihre Situation vor Ort, für die Sorgen der Kirchengemeinden. Und darum plädiere ich dafür, dass die Landessynodalen stärker an die Bezirkssynoden zurückgebunden werden. Wenn die Bezirkssynoden sich sicherer wären, dass „ihre“ Synodalen auch ihre Interessen im Blick haben – dann würden Entscheidungen auch eine größere Akzeptanz finden. Momentan habe ich eher den Eindruck, dass sowohl OKR als auch Landesynode als „die da oben“ wahrgenommen werden, gegen die man sowieso nichts machen kann. Und dies kann wohl kaum die richtige Sicht auf das höchste kirchliche Gremium sein.

Ich schlage zwei einfache Schritte vor, der eine betrifft die Wahl der Synodalen und der andere die Zugehörigkeit zur Landessynode.

Änderung der Wahlmodalitäten
Hierfür gäbe es drei Möglichkeiten:

1. Abschaffung der Urwahl und Wahl der Synodalen von der Bezirkssynode
Das ist natürlich nicht durchsetzbar, auch wenn es andere Landeskirchen auch so machen. In Württemberg wird dies nach § 47 KWO nur als letzte Möglichkeit gesehen, falls es keinen Wahlvorschlag gibt. Da ich den demokratischen Charakter der Urwahl sehr gut finde, halte ich das auch für überzogen.

2. Nominierung der Kandidaten durch die Bezirkssynode
Würde die Bezirkssynode die Kandidaten nominieren, wäre das ein deutliches Zeichen. Wenn kirchenleitende Menschen eines Bezirks jemanden für fähig halten, die Interessen des Bezirks und der ganzen Landeskirche zu vertreten, dann gäbe das auch gewählten Synodalen einen ganz anderen Rückhalt – unabhängig von Gesprächskreisen. Diese Variante würde jedoch immer noch den Charakter der Urwahl verändern, da eben nicht mehr automatisch JEDE/R zur Wahl stehen könnte (wobei das bei der Pfarrerwahl ja entsprechend läuft).

3. Ranking der Kandidaten durch Bezirkssynode
Bisher war es so: Der Vertrauensausschuss stellt die Gesamtliste der Kandidaten eines Wahlbezirks zusammen, die Reihenfolge wird durch Los (§ 48 KWO) ermittelt.
Man könnte nun aber auch die Reihenfolge durch die Bezirkssynode bestimmen lassen. Das heißt, Menschen bewerben sich wie bisher durch Gesprächskreis-Listen oder wie auch immer. Aber dann müssen sie sich während bzw. am Ende des Wahlkampfs der Bezirkssynode vorstellen und diese führt dann eine eigene Wahl durch, die Auswirkungen auf das Ranking, also die Position auf dem Wahlzettel hat. Das Kirchenvolk wüsste dann: Den ersten auf der Liste hat die Bezirkssynode für den geeignetsten Kandidaten gehalten. Ob sich dann alle an diesen Wahlvorschlag der Bezirkssynode halten, ist dadurch ja noch nicht gesagt.
Das wäre relativ einfach umsetzbar und würde in meinen Augen auch etwas bringen.

Änderung des Verbleibs in der Landessynode bei Umzug
Der zweite Punkt betrifft das bereits angesprochene Verfahren bei Umzug. Ein Kirchengemeinderat, der umzieht, muss sich ummelden um KGR bleiben zu können. Ein Pfarrer wird bei Stellenwechsel automatisch Mitglied seiner neuen Bezirkssynode. Aber ein Landessynodaler, der umzieht und seinen Wahlkreis im Allgäu verlässt um in Stuttgart zu wohnen, bleibt Landessynodaler.
Was hat das für Auswirkungen? Wenn ich als Gemeindeglied möchte, dass mein Landessynodaler meine Interessen möglichst lange vertritt, dann muss ich jemanden wählen, der auch vor Ort bleibt. Bei einem „einfachen“ Pfarrer besteht immer die Möglichkeit, dass er aufgrund seines landeskirchlichen Engagements zum Dekan wird – hat es schon oft gegeben. Am Sichersten ist es bei den Theologen daher, einen Dekan in die Synode zu wählen. Denn der kennt sich erstens sowieso am besten aus und zweitens wird der höchstens noch OKR oder Prälat, und davon gibt es nicht so viele. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auch vor Ort bleiben wird. Außerdem ist er dazu auch noch sehr bekannt – siehe oben.
Wer sich also beschwert, dass so viele Dekane als Mitglieder der Kirchenleitung auch in der Landessynode sitzen – es liegt an der Urwahl und ihren Modalitäten.

Würden Landessynodale bei einem Wegzug aus ihrem Wahlbezirk auch ihre Mitgliedschaft in der Synode verlieren, würde das die Kirchenbezirke stärken. Weil dann tatsächlich immer auch jeder Kirchenbezirk vertreten wäre – momentan ist das nicht zwingend der Fall. Natürlich wäre dann die Voraussetzung für die Wahl die Zugehörigkeit zu einer Kirchengemeinde im jeweiligen Wahlbezirk.

Fazit:
Mir ist klar, dass man das auch ganz anders sehen kann. Und vieles von dem, was ich beschreibe, trifft auch auf einen Großteil der Kirchenbezirke, Gesprächskreismitglieder und Landessynodalen nicht zu. Dennoch halte ich die Strukturen dafür verantwortlich, dass die beschriebenen Dinge zumindest begünstigt werden.
Und auch wenn selbst Familienmitglieder von mir all dem oben geschriebenen nicht zustimmen können:
Eine Stärkung der Bezirkssynoden, die zugleich den Einfluss der Gesprächskreise verkleinern würde, könnte meines Erachtens eine positive Auswirkung auf das Miteinander der verschiedenen Ebenen, auf die Akzeptanz von Entscheidungen und nicht zuletzt auch auf die Beschlussfindung in der Landessynode haben. Etwas, was wir manchmal wirklich nötig hätten.

6 Reaktionen zu “Landessynode, Gesprächskreise und Kirchenbezirke – wie man es anders machen könnte”

  1. Tim

    Hallo aus de Palz,
    also der Einfluss kirchenpolitischer Gruppen kommt mir schon immer komisch vor und hilft glaube ich in der Sache oft wenig.
    Ich habe diesen Sachverhalt auch schon mit verschiedenen Landessynodalen verschiedener Landeskirchen diskutiert und stieß immer auf Unverständnis.
    Das Thema Urwahl habe ich ohnehin nie verstanden. Wie kann jemand der nicht Gemeinde und Kirchenkreis vertritt die Landessynode besetzen?
    Es gibt ja mancherorts schon schräge Vögel in den Bezrikssynoden, aber die werden wohl kaum in die Landessynode entsandt weil man es eben rechtzeitig merkt. Die Argumentation, dass Dekane in die Synode gewählt werden, weil sie für Konstanz stehen halte ich aber für irrelevant. Auch bei uns gibt es (ganz ohne Urwahl) die Tendenz das möglichst jeder Dekan gerne einen Sitz in der Landessyndode hätte um die Geschicke von dort mitzulenken.
    Mein Dekan sitzt zur Zeit nicht in der Synode, hat aber schon angeregt darüber nachzudenken ob sein Nachfolger nicht Synodaler werden sollte.
    Es geht dabei glaube ich eher um das Interesse die Politik des Dekanats auch landeskirchlich zur Sprache zu bringen, was man den Laien und einfachen Pfarrern wohl nicht so zutraut. Ob es allerdings wünschenswert ist die Synoden schwerpunktmässig mit Dekanen zu besetzten erscheint weiterhin fraglich.
    Der Umstand wiederum: „das die da Oben machen was sie wollen“ ist glaube ich unabhängig von Einflussmöglichkeiten der Ortsgemeinde.
    Da gilt der alte Grundsatz der Kirche: des war scho immer so!

  2. Ellen Oberman

    Hallo Tobi,

    folgende Gegenargumente:
    – Dekane gehören m.E. überhaupt nicht in die Synode – siehe Entfernung der Landräte aus dem Landtag.
    – Urwahl garantiert, dass frische Kräfte antreten, Menschen, die deshalb vor Ort bekannt sind, weil sie sich engagieren in der Kirche
    – Wahlmännersystem: KGR, BezSyn, Lasy – damit kreiert man Superfunktionäre, die in drei Gremien sitzen. Welcher Ehrenamtliche, der berufstätig ist, kann das denn heute noch? Selbständige? Landwirte? Es wird dann eher zu einem Funktionärsparlament, das sich selbst ergänzt. Die machen dann auch nichts spannendes mehr. – Im Vergleich: wir sind die wohlhabendendste Laki nach Hannover, so schlecht kann das System nicht sein.

  3. Tobias

    – Der Vergleich zwischen Landessynode und Landtag hinkt. Und zwar deswegen, weil es im Landtag keine Quote für Landesbeamte gibt – bei uns durch das Verhältnis zwischen Ordinierten und Laien eben schon.

    – Ist das so? Urwahl „garantiert“ überhaupt nichts, außer dass der gewählt wird, der sich am besten verkauft. Und die Bekanntheit muss nicht mal damit zusammenhängen, dass sich jemand „in der Kirche engagiert“. Wie gesagt, die Urwahl ist durchaus sinnvoll, eine Rückbindung an die Bezirkssynoden aber auch… es gibt übrigens auch dort genug Menschen, die frischen Wind reinbringen.

    – Hast du meinen letzten Vorschlag überhaupt richtig gelesen? Es könnte doch immer noch jemand kandidieren, der völlig frei ist, nur muss er sich halt auch gegenüber einem Gremium, das sich auskennt, darstellen können.
    Und als Landessynodale sitzt du dann umgekehrt doch wieder in allen Gremien! Ob das nun von unten nach oben läuft oder ob du qua Amt in Bezirkssynode und KGR sitzt, ist doch völlig unerheblich. Vom KBA mal ganz zu schweigen, Stimmrecht hin oder her.

    – Ach, es kommt also darauf an, dass man möglichst wohlhabend ist, als Kirche. Dann ist man erfolgreich? Ich bitte dich…

  4. Matthias Hiller

    Hi Man,
    Deine Analyse der Stärken und Schwächen unserer drei-schichtigen kirchlichen Körperschaftsstrukturen kann ich in vielen Punkten teilen. Aber ich käme bei ähnlicher Diagnose zu einem ganz anderen Lösungs- (oder eher: Therapie) -Vorschlag:

    Die Bezirkssynode als „schwächstes“ Glied der drei Ebenen würde ich grudnsätzlich auch stärken wollen.

    Die Kirchen-Verfassung setzt fest, dass die Steuereinnahmen der Kirche halbe-halbe geteilt werden zwischen Landeskirche und Gemeinden. Und die Gemeidnen finanzieren dann per Umlage aus ihrer Hälfte die Kirchenbezirke.
    Das System würde ich leicht verändern und dadurch die Kirchenbezirke stärken.
    Die halbe-halbe Geld-Teilung würde ich belassen. Die Hälfte geht weiterhin an die Landeskirche und die Landessynode wird weiterhin direkt gewählt. Aber die andere Hälfte würde ich den Kirchenbezirken geben, und deren Synoden werden dann auch direkt gewählt und übernehmen die finanzielle Verantwortung für die Gemeinden. Die Kirchengemeinderäte behalten aber die Leitungsverantwortugn auf Gemeindeebene.
    Mag sein, dass dann Anfangs die bestehenden Gesprächskreise die Bezirkssynoden beherrschen. Aber durch die lokale Anbindung würden die Gesprächskreise, die in den Konfrontationen der Vrgangenheit hängen geblieben sind, sicher bald aufgelockert durch Parochialgemeinden, Lokal-Piraten, Lokale Gemeinschaften etc, aufgemischt werden. Ich denke, wenn dort Kompetenz und Geld zusammenkommen würde, würden viele Diskussionen um neue Gemeindeformen direkt in die Praxis führen. Gemeinden zusammenschliessen, verkleinern, vergössern, vertiefen, soziologisch oder parochial gestalten u.v. a. wäre auf Bezirksebene viel eher möglich.

    Ganz abwegig ist das alles wohl nicht. Für so etwas gibt es durchaus funktionierende Modelle im Bereich der Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes. Aber die sind alle finanziell ärmer …

  5. Tobias

    Das ist ein ungewöhnliches Modell. Die Direktwahl der Bezirkssynodalen verstehe ich aber nicht. Wäre das nicht das hergebrachte System, nur dass Bezirkssynodale halt nicht mehr im KGR wären? Also wir wählen 6 KGR und einen Synodalen. Oder meinst du, dass die Bezirkssynode nicht auf Gemeindebene sondern ebenfalls auf Bezirksebene gewählt wird? Das wäre aber bei ungleichgroßen Gemeinden kaum gerecht. Und was ist mit den Pfarrern?

    Obwohl deine Idee interessant erscheint, halte ich sie (im Gegensatz zu meinem Modell 3 mit dem Ranking) für nahezu unumsetzbar. Das mit dem Geld wäre natürlich eine Überlegung wert. Allerdings ist es ja jetzt schon so, dass die Bezirksumlage von der Bezirkssynode beschlossen wird. Es wäre kein Problem, diese zu erhöhen um Geld für Projekte des Kirchenbezirks zu haben. Es stellt sich nur die Frage, ob die Synodalen da mitmachen – und die stellt sich egal, wie die gewählt werden, die kommen schließlich immer aus den Gemeinden.

  6. Gerlinde Feine

    Die Überlegungen finde ich auch mit meinem „Kirchengemeindetags“-Hut sehr spannend! Ich bin immer wieder überrascht, wenn Synodale sagen, die Interessen der Kirchengemeinden seien durch sie schon bestens vertreten, und dann stellt sich im Gespräch heraus, daß sie viele Vorgänge, die die Gemeinden gerade akut beschäftigen, gar nicht kennen, weil sie eben nicht im KGR oder in der Bezirkssynode vernetzt sind. Sie können also allenfalls zu den Interessen ihrer eigenen Gemeinde etwas sagen, bekommen aber die Probleme der „Fläche“ gar nicht mit. Dazu kommt, daß die Plattform „Gesprächskreise“ eben nicht den Austausch der sehr unterschiedlichen Gemeinden ersetzen kann.
    Also vielen Dank für diese Anregungen… und die kecke Frage, ob Sie die nicht mal im KGT einbringen wollen?!? Nächstes Jahr sind wieder Wahlen, und wir brauchen aus jeder Prälatur (gerade aus den „Randlagen“ ;-)) engagierte Leute. Und in Ihrer Gegend könnten wir auch noch ein bisschen stärker präsent sein… nicht für jede Sachfrage können wir alle Gemeinden (auch die Nichtmitglieder) anschreiben, deshalb ist es wichtig, daß wir auf der Mitgliederebene sehr repräsentativ bleiben.
    Und was Sie sich da überlegen, stimmt ziemlich genau mit den Intentionen der KGT-Gründer überein, deshalb… wie wärs? Änderungsideen bekommen dann besonderen Schwung, wenn sich viele dafür einsetzen.

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