Noch mehr Phishing

Vor einiger Zeit habe ich von einigen betrügerischen Mails berichtet, die Sparkassenkunden zur Herausgabe ihrer Daten bewegen wollen. Natürlich gibt es diese Mails auch von der Volksbank, ich bekomme zur Zeit fast täglich eine davon.

Der Trick bei der Mail mit dem Betreff „amtlicher Bescheid vom […]“ ist, dass sie auf den ersten Blick wirklich aussieht, wie wenn sie tatsächlich von der Volksbank kommt. Die gefälschte Emailadresse ist von vr-networld.de, der Text klingt auch offiziell:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
Die Technische Abteilung der Volksbanken Raiffeisenbanken führt zur Zeit eine vorgesehene Software-Aktualisierung durch, um die Qualität des Online-Banking-Service zu verbessern.

Wir möchten Sie bitten, unten auf den Link zu klicken und Ihre Kundendaten zu bestätigen.

http://www.volksbank.de/networld/onlineid30771447/kunde.htm

Wir bitten Sie, eventuelle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, und danken Ihnen für Ihre Mithilfe.

Gibt man den Link in den Browser ein, kommt man tatsächlich auf den echten Webauftritt der Volksbank (die betreffende Seite ist nicht vorhanden). Ein Klick auf die angezeigte Adresse führt allerdings nicht auf dorthin. Das Problem ist nämlich, dass der ganze Text eine Grafik ist, die auf eine andere Seite verlinkt ist, die allerdings eine sehr ähnliche Adresse hat:
www.volksbank.de.networld.onlineid776293.alltdirect.info/kunde.htm

Die aufgerufene Seite (Norton meldet Betrugsversuch!) kopiert das VR-Layout und fragt nach allen Angaben (Adresse, Kontonr, Kundennr, VR-Netkey, Alias, PIN sowie 10 TANs), die zum Leerräumen eines Kontos notwendig sind. Wer also den Link als offiziell identifiziert und einfach mal draufklickt, landet bei den Betrügern… also lasst es!

Die Definition von „lustig“ und Kommentarschlachten

Ich habe heute etwas gefunden, was mich ein bisschen an die Tokio Hotel Kommentare hier im Blog erinnert hat. Als ich nämlich untenstehendes Video gefunden habe, fiel mir auf der Seite im Blogroll ein Blog mit einem äußerst ungewöhnlichen Namen ins Auge: belgiumchildp***.com.
Ich fragte mich, wie wohl jemand auf die Idee kommt, diese Domain anzumelden und vermutete sofort, dass dies eine Provokation ist. Und es stimmt. Natürlich hat die Seite nichts mit belgischen Kinderschändern am Hut, vielmehr verweist sie auf das Blog von „indecline„.
Der Autor aus dem Remstal kommentiert, was ihm so passiert, und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund (der Typ muss außerdem sehr viel Zeit haben, bei diesen ewig langen Beiträgen). Es ist die Frage, ob das jetzt wirklich lustig ist, aber zumindest hat er in einigen Dingen wahrscheinlich recht (nur würde ich das so nie öffentlich schreiben).

Was sein Blog bei Leuten, deren Toleranzgrenze wesentlich unterhalb meiner liegt, für Ärger hervorruft, fand ich in seiner Rubrik „dein Blog ist scheiße“ im Beitrag „Guilty as charged„. Er hatte nämlich immer wieder das Blog einer Schwangeren/jungen Mutter kommentiert und sich darüber lustig gemacht. Dieses empfanden viele Leser (des Schwangerschaftsblogs) als unter der Gürtellinie und beleidigten nun ihrerseits ihn. Nun ist ein Schwangerschaftsblog („heute hatte ich Seitenstechen etc“) vielleicht eine tolle Idee für das Kind, wer so etwas ins Interent setzt, muss allerdings damit rechnen, das Leute das auch weniger ernst nehmen. Diverse Ausführungen über die rechtliche Lage waren (in einem Hebammenforum) meines Erachtens an der Grenze zwischen „wenig ergiebig“ und „nichtssagend“.

Als Krönung las ich in einem Kommentar, dass es verboten ist, Textpassagen einfach zu kopieren und selbst zu verwenden. Nun ja, das stimmt… zumindest wenn man sie als eigene Idee verkauft. Wenn man jedoch zitiert und die Quelle angibt, sieht es wieder anders aus. Und die Bloggerszene lebt doch davon, dass zitiert und kommentiert wird. Wer nicht will, dass Textpassagen aus einem Blog kopiert und kommentiert werden, der will auch nicht, dass sie gelesen werden… und kanns damit lassen. Indecline hat also nur gemacht, was alle machen… nur deckt sich eben sein Humor nicht mit dem vieler anderer Leute und diese empfinden das als Beleidigung.

Natürlich ist Beleidigung nicht zu akzeptieren, aber wo hört Satire auf und fängt Beleidigung an? Diese Frage muss man sich im Comedy-Zeitalter ständig stellen und darüber ist auch schon Stefan Raab bei diversen Sprüchen gestolpert. Ich erinnere mich an die junge Mutter, die ihn verklagt hat. Allerdings hat er auch ein Millionenpublikum und eine Verleumdung/Beleidigung von ihm wiegt schwerer, weil sie sofort viel weiter verbreitet ist. Man kann also kaum die gleichen Maßstäbe ansetzen.

Die Betreiberin des Schwangerschaftblogs hat übrigens ihr Blog dicht gemacht (obwohl sie geschrieben hat, dass sie drüber steht). Was aber meines Erachtens der Hammer war, war ihr Schlusskommentar:

nun – die tagebücher sind sowieso schon längst weg und wer WO comments hinterlässt wo der andere beleidigt wird – das werden wir ja sehen

Beleidigung gegen Beleidigung? Gleiches mit Gleichem vergelten? Das ist nun wirklich nicht lustig…

Afrika-Puzzle

Gestern war Jugendkonferenz für Weltmission auf dem Killesberg. Ich habe den Stand für den CVJM-Weltdienst betreut und hatte als „interaktives Element“ ein Afrika-Puzzle aus Holz dabei. Eigentlich wollte ich mein Notebook hinstellen, denn ich habe auf schoolnet.na ein tolles online Flash-Puzzle der Länder Afrikas mit verstellbarer Schwierigkeit gefunden. Aber Strom hätte 50 € gekostet – und das war mir zu teuer.

WAP54G v3 mit kaputter Firmware via TFTP manuell flashen

Heute ist mein Accesspoint abgestürzt. Und zwar richtig, es ging gar nichts mehr, nicht einmal ein lausiges Ping hat noch funktioniert. Ganz offensichtlich war die Firmware abgestürzt und total kaputt. Was tun? Nach endloser Suche im Internet habe ich mir eine Vorgehensweise aus diversen Forenbeiträgen zusammengesucht und am Ende hat es dann sogar funktioniert. Für alle, die das gleiche Problem haben wie ich, hier eine kurze Anleitung, wie es geht:

  1. Firmware auf linksys.de downloaden.
  2. Den Accesspoint ausstecken und dann öffnen (Achtung: Garantieverlust!), dazu macht man folgendes:
    1. Die Gummieinsätze in den Füßen entfernen
    2. Die beiden Schrauben in den Vorderfüßen entfernen.
    3. Das blaue Vorderteil entfernen (Gewalt hilft)
    4. Mit einem kleinen Schraubenzieher in den Hinterfüßen so lange in den beiden Schlitzen rumdrücken, bis die Halterungen brechen und die Kiste aufgeht (es geht wohl nicht anders)
    5. Jetzt die beiden Schrauben auf der Platine lösen, damit man an die Rückseite der Platine kommt
    6. Auf der Rückseite ist ein Chip von SST, das ist das Flashbios.
  3. Den AP mit dem Rechner via LAN (feste IP!) verbinden. Auf dem Rechner Dauerping einstellen (Eingabeaufforderung: ping -t -w 99 192.168.1.245).
  4. Einen kleinen leitenden Gegenstand nehmen (z.B. abisolierte Büroklammer) und die Pins 15 und 16 des Flashbios kurzschließen. Die Pins befinden sich auf der linken Seite des Bausteins, wenn man die Schrift lesen kann, Pin 1 ist unten. Ich weiß nicht genau, ob das tatsächlich die Pins 15 und 16 sind, aber mit denen hat es jedenfalls funktioniert. Als Orientierung: vor Pin 15 ist der dritte weiße Strich von unten.
  5. Den Netzstecker des AP einstecken und die Pinüberbrückung noch etwa 2 sec halten, dann die Überbrückung entfernen
  6. Die letzten beiden Schritte so oft wiederholen bis der Ping klappt. Bei mir klappte es erst so beim 20. Mal, also nur Geduld.
  7. Unter Umständen hilft es auch, ein paar Mal bei eingeschaltetem AP die Pins zu überbrücken.
  8. Sobald das Ping klappt, mit STRG-C abbrechen und die Firmware via TFTP hochladen (tftp -i 192.168.1.245 put Dateiname). Es hat bei mir erst beim 5. Versuch funktioniert, ich vermute, dass es möglichst direkt nach dem funktionierenden Ping geschehen muss. Unter Umständen hilft es, den Befehl schon vorher einmal einzugeben, damit man ihn mit Cursor-auf direkt anwählen kann.
  9. Es sollte nach kurzer Zeit die Meldung kommen, dass die Übertragung erfolgreich war. Sollte statt dessen „Zeitüberschreitung“ erscheinen, war die Zeitspanne zwischen einschalten/überbrücken und TFTP zu lang – also das ganze nochmal von vorn.
  10. Wenn es erfolgreich war, den AP ausstecken und wieder einstecken und nochmal ein Ping versuchen. Klappt es auf Anhieb, das ganze Gerät komplett ausstecken und wieder zusammenbauen.
  11. Alles anschließen, im Browser 192.168.1.245 eingeben. Beim Login Benutzer freilassen, Passwort ist „admin“.
  12. Gerät wieder konfigurieren.

Diese Beschreibung hilft hoffentlich allen, deren WAP54G v3 bzw v3.1 durch fehlerhaftes Flashen oder auch einfach nur so überhaupt nicht mehr reagiert. Natürlich geschehen alle Arbeiten am Inneren des Geräts auf eigene Gefahr – ein Ausrutscher mit der Büroklammer über die Platine und das Ding ist reif für den Müll!

Nachtrag: Dieser Beitrag wird anscheinend sehr häufig über Google abgerufen. Leider gibt es kaum Rückmeldungen und so weiß ich nicht, ob diese Beschreibung anderen überhaupt geholfen hat oder ob ich einfach nur Glück mit meinem WAP54G hatte. Ich wäre daher für eine Bewertung oder gar einen Kommentar dankbar, wenn es bei Euch geklappt hat (oder auch nicht) oder Ihr noch andere hilfreiche Hinweise habt.

Ich hab sie alle!

Am 07.03.2004 habe ich die erste „Nash Bridges„-Folge heruntergeladen und seit heute habe ich die 122 Folgen komplett. Die letzte Folge, die mir noch gefehlt hatte, war Episode 117 „Ferngesteuert“. Jetzt brenn ich mir die 40 GB auf DVDs und bin nicht mehr darauf angewiesen, dass VOX oder RTL2 die Serie irgendwann wiederholen.

Da die AVIs alles Fernsehmitschnitte (mit VOX-Symbol) und keine DVD-Rips sind, war die Download-Aktion sogar legal :-)

Du hast die Arschkarte gezogen!

Ihr solltet wirklich mal ausprobieren, einfach irgendwelche Domainnamen in den Brower einzugeben. Ich probiere es regelmäßig mit Wörtern, die mir gerade so einfallen. Heute gab ich arschkarte.de ein – und landete prompt bei einem Service, der eben solche anbietet.
Man kann dort entweder kostenlos digitale Karten verschicken, oder sich ein persönliches Kartenset bestellen um z.B. dem ungeliebten Kollegen eine Karte mit dem Aufdruck „Danke für die saubere Aktion“ ins Postfach zu legen.

Wem niemand einfällt, der eine solche Karte verdient hat, für den haben die Macher einige Vorschläge. Unter anderem finden sich dort Bill Gates, Stefan Raab oder auch „Bundeskanzler Gerhard Schröder“ – was dafür spricht, dass die Seite nicht ganz tagesaktuell ist.

Egal, der digitale Kartenservice funktioniert. Ich habs ausprobiert ;-)

Domains, Domains, Domains

Wie bereits erwähnt hat Freecity die Domain Zosse-Posse.de gekündigt. Simon und ich hatten einige Mühe, 1&1 und die Denic davon zu überzeugen, dass diese Domain nun von Simon auf mich übetragen werden soll (ohne Mehrkosten für Simon). Nach einigen (vmtl. nicht kostenlosen) Anrufen und diversen Mails hat aber jetzt alles geklappt und die Domain ist wieder freigeschaltet. Subbr Sach!

Wegen diverser markenrechtlicher Unsicherheiten im Bezug auf die jährliche „Orangenaktion“ des CVJM Weltdienstes Württemberg habe ich kurzentschlossen vor kurzem die Domain orangenaktion.de gesichert und auf die Homepage des CWD umgeleitet.

Der CVJM Schwaikheim bekommt nach der Kirchengemeinde Schwaikheim nun auch einen neuen Internetauftritt auf CMS-Basis. Momentan befindet sich die Seite im Aufbau unter der unser-cvjm.de/cms/, in Kürze wird auch die eigentliche Domain cvjm-schwaikheim.de von Strato zu 1&1 umziehen und mit unser-cvjm.de zusammengeführt.

In Planung ist weiterhin der Umzug von schweinehals.de ins theglade.com-Paket bei 1&1, dann sind endgültig alle meine Domains von Strato weg.

Die Counterstrike-Gesellschaft

Nach dem Amoklauf an der Schule in Emsdetten geht die alte Diskussion wieder los (Spiegel.de: Politiker streiten über Umgang mit PC-Killerspielen).
Während die Grünen grundsätzliche Dinge klären wollen

„Wenn die Informationen zutreffen, dass der Täter gesellschaftlich isoliert war und seine Zeit hauptsächlich mit dem Spielen von Killerspielen verbracht hat, dann muss jetzt verstärkt eine Debatte um Förderung von Medienkompetenz und einer sinnvollen Computernutzung geführt werden“, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck.

prescht die CDU richtig vor:

[…] der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach. „Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der 18-jährige Täter sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit sogenannten Killerspielen beschäftigt hat, müsste der Gesetzgeber nun endlich handeln“, sagte er. PC-Killerspiele wie „Counterstrike“ müssten verboten werden.

[…]

Bosbach forderte in der „Netzeitung“ eine Verschärfung des Jugendschutzes: „Wir brauchen einen wirksamen Jugend-Medienschutz, aber keine Killerspiele, die zur Verrohung führen können.“ Ähnlich äußerte sich der Brandenburgs Innenminister Jörg Schöhnbohm (CDU): „Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten. Deshalb muss konsequent gegen Spiele vorgegangen werden, die Gewalt verherrlichen“, sagte Schönbohm.

Es ist schön, wenn es so einfach ist. Die SPD sieht alles etwas differenzierter:

SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sprach sich dafür aus, ein Verbot gewaltverherrlichender Spiele zumindest in Betracht zu ziehen. Er stellte allerdings klar, dass nicht jeder, der ein Killerspiel spiele, „automatisch zum Massenmörder“ werde. Nötig sei vor allem eine generelle Auseinandersetzung mit den Ursachen von Jugendgewalt.

In der Tat. Es mag zwar sein, dass in Einzelfällen solche Spiele die Gewaltausbrüche gefördert haben, aber ein pauschales Urteil ist dann wohl doch zu hart. Schließlich müsste ich dann ebenfalls ein Massenmörder sein… und was für einer. Ich habe schließlich schon Gewaltspiele (DOOM und Wolfenstein 3D waren auf dem Index) gespielt, da konnte die Counterstrike-Generation noch nicht mal sprechen…

Das Problem ist ein grundsätzliches, wie auch der Präsident des Lehrverbandes, Josef Kraus, feststellte.

„Brutale Computerspiele und Videofilme gaukeln Jugendlichen den schnellen Sieg des Stärkeren vor“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Auswege für den Verlierer bieten sie nicht.“ Kraus kritisierte auch den Werteverfall in der Gesellschaft: „Drogen, Konsum, Spaß sind die einzigen Werte, die Pop- und TV-Stars noch vermitteln.“ Von Eltern und Lehrern verlangte er, ihren Kindern durch eigenes Handeln ein positives Zukunftsbild zu vermitteln.

Es ist Ironie, dass er dies ausgerechnet der Bildzeitung sagte, die mit ihrer Berichterstattung auch nicht wirklich gegen den Werteverfall arbeitet. Seine Forderung nach Vorbildfunktion und Vermittlung eines positiven Zukunftsbildes von Eltern und Lehrern (und damit auch dem Staat) ist jedoch völlig richtig. Allerdings ist das schwer. Viel schwerer, als einfach den Gewaltspielen die Schuld zu geben und sie zu verbieten.
Noch dazu kann niemand garantieren, dass es nach einem Verbot keine Amokläufe von Jugendlichen mehr gibt. Verbote von Spielen bringen sowieso nichts, solange sie in anderen Ländern gekauft werden können (oder online runtergeladen werden). Dieses Verbot würde das Problem nicht lösen, sondern wäre ein reines Selbst-auf-die-Schulter-Klopfen der Politiker.

Nachtrag: Bernd-Michael Haese hat zu dem Thema eine ähnliche Meinung, siehe nordelbien-blog.

Archiv theologischer Schriften

Bei meinen Recherchen zum Barnabas-Brief bin ich auf die Internet-Seite www.glaubensstimme.de gestoßen. Dort werden eine Vielzahl theologischer Texte angeboten, unter anderem auch die Kirchenväter. Zusätzlich gibt es ein Blog mit Hinweisen auf christliche Internet-Seiten und ein Forum.

Ich habe mich auf der Seite ein wenig umgeschaut, und inhaltlich ist sie sehr umfangreich. Es wäre meines Erachtens zwar wünschenswert, dass sie auch in den Punkten Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit optimiert wird, aber man findet auch so alles. Zur Zielsetzung und Ausrichtung der Seite gibt es folgende Infos:

In unserer heutigen Zeit kommen immer wieder neue Lehren auf – dabei wird zugleich vieles vergessen, was gut und richtig ist. Insbesondere die Lehren der Väter werden mehr und mehr vernachlässigt zugunsten neuer Lehren, die oft mit der Bibel oder dem Glauben der Christen nichts oder nicht viel zu tun haben.
Das Anliegen der Glaubensstimme ist es, diesem Trend entgegenzuwirken, indem das Wissen der Väter hier allen Interessierten zur Verfügung gestellt wird.
Dabei kommen auch die dunklen Seiten mancher Glaubensväter zur Sprache. Ziel ist es jedoch nicht, einzelne Zeugen des Herrn Jesus Christus zu verunglimpfen oder nur ihre dunklen Seiten zu betonen. Der mündige Leser vermag sehr wohl, sich selber ein Urteil zu bilden, alles zu prüfen und nur das Beste zu behalten.

Das ist in erster Linie keine schlechte Position, vor allem weil auch die „dunklen Seiten“ zumindest angesprochen werden.

Ist die Glaubensstimme konfessionell ausgerichtet?
Nun, ich selber bin reformierter Christ zum Glauben gekommen in den Freien evangelischen Gemeinden, von daher ist die Glaubensstimme evangelisch ausgerichtet. Allerdings bemühe ich mich, das ganze Spektrum des evangelischen Glaubens anzubieten. Insofern findet man hier Luther und Calvin, Krummacher und Spurgeon, Augustinus und Hofacker – und viele mehr. Der Grund dafür ist, dass meiner Meinung nach jeder Christ selber sich seine Überzeugung durch den Vergleich und das Prüfen verschiedener Auffassungen bilden soll.

Auch das ist lobenswert. Allerdings musste ich dann nur eine Seite weiter folgendes lesen:

Aus diesem Grund suche ich – mal wieder – Christen, die an diesem Archiv mitarbeiten. Wer von Euch also Texte zur Verfügung stellen kann, ist herzlich willkommen. Jedoch gibt es einige Einschränkungen:

[…]

Genauso sendet mir bitte keine Texte von Sekten oder über Sonderlehren (z.B. Allversöhnung). Solche Texte nehme ich zwar in mein persönliches Archiv auf, nicht jedoch auf diese Web-Site.

Ich bin etwas irritiert. Mal abgesehen davon, dass der von mir hochgeschätzte Prof. Rosenau in Kiel ganz offensichtlich ein Anhänger einer Sonderlehre ist (Allversöhnung: ein transzendentaltheologischer Grundlegungsversuch, Berlin/New York 1993). Aber wie ist das denn mit der vorher erwähnten Mündigkeit des Lesers und der Bildung einer eigenen Überzeugung? Bei der Allversöhnung ist damit plötzlich Schluss? Kommt nur mir das inkonsequent vor? Vor allem, weil es auch Kirchenväter gab, die diese Lehre vertreten haben (Clemens von Alexandria, Origines). Diese Schriften auszuklammern ist dann doch sehr zweifelhaft, oder sind das etwa die „dunklen Seiten“?
Eigentlich schade, aber da drückte sich wohl doch der pietistisch-evangelikale Hintergrund des Webseite-Betreibers durch… obwohl sogar der große Pietist Johann Michael Hahn ein Verfechter der Allversöhnung war.

PS: Für alle Kritiker: Ich weiß, dass die Allversöhnung in CA 17 verworfen wird.

Sletsam, sletsam

Diese Freecity-Geschichte verwirrt mich immer mehr. Ich kann es gar nicht verstehen, dass dieser gesamte Hype um die Domains, die jetzt alle „frei werden“, total an mir vorbei gegangen ist. Es wäre natürlich möglich, dass die Kündigungsemail mit den Infos direkt in den Spamordner wanderte. Anderseits läuft meine Domain noch, also wurde sie wohl kaum gekündigt. Nach dem Login erscheint „Paket0“ als Paket – aber das gibt es gar nicht, die kostenlose Domain wäre „Paket S“. Auf der Startseite ist ein Hinweis, dass es keine Neuregistrierungen mehr gibt – aber auch nur auf der Startseite! Das ist alles wirklich total verwirrend.

Glücklicherweise brauche ich im Gegensatz zu tausenden anderer genervter Freecity-Kunden meine Domain nicht unbedingt, von daher werde ich einfach mal abwarten, was weiter passiert… ich bin jetzt schon total überrascht!

Da ist was faul im Internet

Seltsame Dinge gehen vor im Internet… Bei Recherchen für Regina bin ich auf eine seltsame Seite der Denic gestoßen, auf der von administrativen Problemen bei der Domain www.mv-schwaikheim.de die Rede ist. Ein Blick bei Whois zeigte mir, dass diese Domain bei Freecity registriert war bzw. ist. Nun habe ich auch noch eine Domain bei Freecity, nämlich killdatailor.de, diese funktionert aber einwandfrei. Ein Check bei rattenjunge.de, zosse-posse.de und tomstock.de zeigten allerdings wieder die Denic-Seite.

Leute, was ist da denn los? Auf Freecity fand ich keinerlei Hinweise auf größere Migrationen von Domains, außerdem würde dann doch meine Domain auch umziehen. Oder kommt das etwa noch? Oder gibt es einen ganz anderen Grund?

Spontan fallen mir nur zwei Szenarien ein: Könnte es daran liegen, dass jemand trotz der AGBs von Freecity (nur eine Domain pro Person) mehrere Domains unter verschiedenen Adressen angelegt hat und dies irgendwie bei Admin-C-Änderungen etc. rausgekommen ist?
Oder gab es bei einigen Freecity-Domains den Versuch einer illegalen Übernahme und die Denic hat zur Sicherheit alle betroffenen Domains eingefroren?

Ich bitte um Aufklärung, sonst kann ich nicht mehr ruhig schlafen aus Sorge um meine kostbare Domain…

Falsche Erinnerungen

Heute habe ich einen spannenden Artikel auf Spiegel.de gefunden: „Das Leben, eine einzige Erfindung„. Es geht darin um Erkenntnisse aus der Erforschung des Gedächtnisses und es wird aufgezeigt, wie unser Gehirn uns täuschen kann.

Auch wenn der Artikel ziemlich lang ist, lohnt er sich auf jeden Fall… Man kann hinterher auf jeden Fall besser verstehen, warum die Erinnerungen zweier Menschen an das selbe Ereignis völlig unterschiedlich sein können.

Bei dr Jet gibts 24 Stunden Alkohol!

Robert hat mir die DVD vom Abischerz 99 gebrannt, da ich mir überlegt habe, daraus etwas zu machen. Nach dem Anschauen des Videos habe ich die Idee dann allerdings schnell wieder verworfen. Das ganze Ding ist eigentlich nur die Dokumentation eines Besäufnisses, das darin gipfelt, dass einer der Abiturienten vor dem Rektorat einschläft und nicht mehr geweckt werden kann. Allerdings fehlen die berühmten Sprüche, die dann während des Abischerzes selbst geäußert wurden, es geht eigentlich nur um die Nacht vor dem Abischerz. Im Interesse aller Beteiligten werde ich daher darauf verzichten, irgendwelche Szenen aus diesem Film zu veröffentlichen.

Für Simon und mich ist das Video jedenfalls eine Bestätigung, dass wir mit unserem Urteil damals auf unserer inoffiziellen Abi99-Seite nicht ganz falsch lagen…