Gerade habe ich via Skype gemeinsam mit meiner Cousine Helena ihr Blog eingerichtet. Zu finden ist es bei blogger unter: http://helles-blog.blogspot.com/
Kategorie: Internet
Globalisierung der Lehre
Bei einem Skype-Chat mit Juliane in Australien (während einer Vorlesung) sagte sie, dass sie die Vorlesungen in Tübingen vermisst. Daraufhin kamen wir auf die Idee, die modernen Kommunikationsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Ein kurzer Klick genügte, und sie konnte in Australien die Ausführungen über die Homosexualität (Römerbrief, Kapitel 1) mit anhören… Da die Qualität anscheinend wirklich gut war, werden wir das in Zukunft wiederholen – sie wird also die Vorlesung online mithören. Bis es dafür allerdings Scheine gibt, wird wohl doch noch ein wenig Zeit vergehen…
Vernunft und Ignoranz (am Beispiel des Tokio Hotel-Beitrags)
Ich habe letzte Woche ein Buch gelesen: „Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Anleitung zum subversiven Denken“ von Hubert Schleichert (ich dachte, in Tübingen kann das evtl. nicht schaden). In diesem äußerst religionskritischen aber dennoch interessanten Buch stellt der Autor fest, dass es im Grunde unmöglich ist, mit einem von einer Ideologie überzeugten Fundamentalisten zu diskutieren. Weder durch äußere, noch durch innere Kritik kommt man bei und auch Subversivität ist nur ein begrenztes Mittel.
Was das alles mit Vernunft und Ignoranz und Tokio Hotel zu tun hat? Wer mein Blog genau verfolgt, wird feststellen dass momentan die Gefühle in den Kommentaren zu einem Beitrag über Carolin Kebekus hochkochen.
Man kann an diesem Beispiel eindrücklich die von Schleichert erwähnten Prozesse der Überwältigung der Vernunft durch Ignoranz aufzeigen. Der Anhänger einer Ideologie (Tokio Hotel ist der Inhalt meines Lebens) sieht diese Ideologie durch einen Faktor gefährdet und beleidigt (Blasphemie durch Carolin Kebekus und ihre Parodie) und kämpft wider jede Vernunft dagegen an. Das geht soweit, dass mit klassischer, logischer Argumentation nicht mehr dagegen anzugehen ist.
Durch eine Substitution (auch von Schleichert sehr geschätzt) wird deutlich, was ich damit sagen will, wenn ich den Satz von oben nochmals schreibe: Die Anhänger der Religion (ist auch eine Art Ideologie) der (katholischen) Kirche sehen ihre Religion durch einen Faktor (Blasphemie durch den Film Sakrileg) gefährdet und gehen wider jede Vernunft dagegen an (sogar durch Hungerstreiks!!!). Auf die logischen Argumente, dass der Film dadurch wesentlich interessanter gemacht wird, gehen sie dabei gar nicht ein.
Diese Beispiele ließen sich jetzt endlos fortführen… Vernünftig wäre von beiden „Fundamentalisten“ das einfache Übergehen der Blasphemie, denn nichts wird schneller vergessen als etwas, über das keiner mehr redet (steht übrigens auch in dem Buch).
Schweinehals.de offline
Im Zuge meiner Umbauarbeiten an diversen Verträgen habe ich heute schwoiga.de gekündigt. Da alle meine Strato-Domains nun zu Puretec umziehen werden, habe ich heute auch den leider völlig vernachlässigten und dadurch auch total veralteten Klassiker „schweinehals.de“ vom Netz genommen.
Ich werde diese Webadresse selbstverständlich nicht hergeben, da sie doch meine wahrscheinlich wirkungsgeschichtlich wichtigste Seite ist. Allerdings ist schweinehals.de seit nahezu 4 Jahren nicht mehr aktualisiert worden – und das ist traurig. Sobald die Seite umgezogen ist, werden zumindest die alten Inhalte in neuer Form irgendwann wieder veröffentlicht. Leider ist es meines Erachtens nicht sinnvoll, auch schweinehals.de wie alle anderen Domains in theglade.com einzubauen, also muss ich mir dafür was Neues einfallen lassen…
Aber wer weiß, was die Grillsaison so für Ideen für die Zukunft bringt?
Domain schwoiga.de zu vergeben
Ich bin seit Jahren im Besitz der Domain www.schwoiga.de (in Anlehnung an meinen Heimatort Schwaikheim) und zahle dafür im Prinzip Geld. Das will ich ändern, und zwar schnell. Da weder ich noch irgendwer anderes eine sinnvolle Idee hatte, was man mit dieser Domain anstellen kann, werde ich sie abstoßen: Ich gebe sie umsonst ab, wenn sie jemand möchte. Hat irgendwer Interesse?
Nachtrag 18.05.: Jetzt ist sie laut Denic wieder frei…
Carolin Kebekus vs. Tokio Hotel
Wie ich gerade im Fernsehen bei Explosiv erfahren habe, gibt es zur Zeit eine Serie namens „Tokyo Motel“ bei den RTL Freitag Nacht News. Im Beitrag wurden Mädchen gezeigt, die sich furchtbar darüber aufregen, dass man sich über ihre Idole („BIIIILLLLLL, BIIIILLLLL“) lustig macht. Ich habe mal etwas gestöbert und im Forum der Freitag Nacht News Kommentare wie den folgenden gefunden:
Ich hasse Carolin Kebekus so eine wie die kann bill nicht das wasser reichen
die meint die wäre so toll wo denn diese SCH….. Ich Hsse Die
TH FOREVER
Anscheinend gibt es so ähnliche Beiträge auch im Gästebuch von Carolin Kebekus (Übrigens finde ich ihre Farbwahl für die Homepage völlig daneben, aber darum gehts jetzt nicht), wobei Leute ihr sogar gedroht haben sollen.
Jetzt mal abgesehen von der völlig katastrophalen Rechtschreibung – aber auch mit halbwegs korrektem Deutsch würden sich die Fans doch dabei völlig lächerlich machen! Fairerweise muss man zugeben, dass auch die Antifans ähnlich beleidigend vorgehen. Das Ganze bringt uns also zu bereits vielfach erwähnten Problem der Degenerierung der Gesellschaft zurück – und zu den Kindern und der Bildung, der Verantwortung, der Vernunft, dem Umgang mit Kritik und was sonst noch dazugehört.
Vermutlich sind die Jungs von Tokio Hotel sogar froh, dass sie dadurch im Gespräch sind, aber soweit denken die Fans ja auch nicht…
Wer steht vor dem Wohnheim?
Ich finde Google Earth fantastisch. Auch wenn Süddeutschland noch lange nicht so hochauflösend ist, wie z.B. Kiel, kann man trotzdem sogar erkennen, welches Auto bei uns vor dem Haus steht. Nun aber die Preisfrage: Es steht eine Person vor dem Vordereingang des Hauses Düsternbrook, aber man kann nicht erkennen, wer. Wenn das noch gehen würde, das wär’n Ding!
Nachtrag: Hier die .kml-Datei mit den Daten für Kiel, Schwaikheim und Tübingen.

Quelle: Google Earth
Kwick! und kein zurück…
Bei mir in der Gegend ist die Online-Community Kwick! der Hit unter den Jugendlichen, ganze Schulklassen kwicken sich gegenseitig die Blogs und Gästebücher voll und der Laie fragt sich, was ist eigentlich Kwick?
Kwick! ist nicht nur eine virtuelle Gemeinschaft im Internet, sondern das Sinnbild für Unterhaltung, neue Freunde und jede Menge Spaß. Wir veranstalten regelmäßig Singlepartys, Usertreffen und viele weitere Events um sich näher kennenzulernen.
Dabei ist allerdings die Sicherheit der meist minderjährigen Mitglieder sehr wichtig, denn:
Kwick! ist kein Platz für 0190-Tanten, geile Säcke und Spammer. Wir geben unser Bestes, um die Community sauber zu halten.
So weit, so gut. Vor einiger Zeit habe ich mich zum Spaß auch mal bei Kwick angemeldet und mich darum eigentlich herzlich wenig gekümmert. Ich bin ja schließlich eigentlich auch zu alt, da das Durchschnittsalter sicherlich so um die 16 liegt. Jetzt habe ich gestern erfahren, dass meine kleine Cousine bei Kwick ist und dort auch bloggt – und sowas interessiert mich natürlich. Ich wollte mir demnach ihr Blog anschauen und wusste sogar ihre Kennung – also alles kein Problem.
Von wegen. Ich hab mich zuerst eingeloggt. Ehrlich, wie ich bin, hatte ich bei meiner Anmeldung mein echtes Geburtsdatum angegeben. Großer Fehler. Aus Sicherheitsgründen kann ich nämlich als 27-Jähriger keine Personen unter 16 suchen. Ok, aber ich wusste ja ihre Kennung. Ich gab ihr Profil manuell in die Adressleiste ein – Seite nicht gefunden. Soll heißen: „du komms hier net rein!“.
Aber ich gebe ja nicht so leicht auf. Ich hab mich ausgeloggt und dann nach ihr gesucht – und sie auch prompt gefunden. Ich konnte mir ihr Profil anschauen und in Blog und Gästebuch rumstöbern. Dann hab ichs drauf angelegt und mich in einem zweiten Browserfenster wieder angemeldet – und plötzlich war ich auch in ihrem Profil angemeldet. Ein Klick auf „zu Kontakten hinzufügen“ und die Sache war soweit erledigt. Leider konnte ich immer noch keinen Gästebucheintrag oder eine Email schicken, aber immerhin habe ich es geschafft, Kommentare ins Blog zu schreiben.
Wesentlich einfacher wäre natürlich gewesen, mich unter falschem Namen und mit falschem Alter anzumelden und so Kontakt aufzunehmen – und so könnte das auch jeder andere. Privatsphärenschutz und andere technischen Krimskrams bringen zwar schon was, aber letztlich hängt es doch am Nutzer selbst, wie naiv oder verantwortungsbewusst er oder sie in einer „Flirtcommunity“ mit anderen umgeht.
Nachtrag: Meine Cousine hat übrigens ihr Geburtsdatum falsch angegeben…
Das ToLeBlog
Ich bin heute über lustige Seite im Internet gestolpert: Das-nicht-der-blog.blogspot.com. Dort regen sich ganz viele Blogger auf, dass manche Leute „der Blog“ sagen. Ich muss zugeben, dass ich das bisher aus Gewohnheit auch so gemacht habe (weil Blogger.com nämlich auf seiner Seite männliche Blogs hat). Ein kurzer Blick auf Wikipedia hat gezeigt, dass „das Blog“ richtig ist, da dieses Kunstwort von Weblog und dieses von Web und Logbuch abstammt – und beides ist neutrum. Auch wenn ich es nicht schlimm finde, wenn jemand der Blog sagt (wohingegen ich es schlimm finde, wenn jemand „Der Evangelische Stift“ sagt), möchte ich in Zukunft „das ToLeBlog“ sagen.
Wer möchte, kann sich die Diskussion in obengenanntem Blog anschauen, allerdings möchte ich gleich vorausschicken, dass die Idee mit dem eingedeutschten Englisch zu nichts führt: Blog ist auch im Englischen neutrum.
Noch ein Toleblog
Habe heute über einen Kommentar noch ein Toleblog unter http://www.toleblog.net/ gefunden:
Ist zwar Spanisch, hab aber zumindest im Beitrag über unser ToLeBlog soviel verstanden, als dass zumindest das mit dem Theologie studieren rübergekommen ist… Ob Lenas Studiengang richtig übersetzt wurde, weiß ich nicht, vielleicht kanns Till ja rausfinden. :-)
Das Logo find ich übrigens toll, ich steh ja auf Löwen!
Reinklicken und Schulglocke
Mal wieder zwei Dinge aus der bunten Fernsehwelt:
Gestern fiel es mir bei Galileo mal wieder auf, es hieß am Ende „klicken sie doch mal bei pro7.de rein„. Wie müssen wir uns das vorstellen? Also wenn ich meine Browser öffne, komme ich nur auf Pro7 wenn ich in die Adresszeile www.pro7.de eingebe… außer natürlich, ich hätte es in meinen Favoriten. Oder ist damit gemeint, ich soll auf die Seite gehen und dann wild in der Gegend herumklicken… aber wo rein? Also, ich besuche ja gerne eine Webseite, oder komme vorbei, oder gehe drauf, oder schaue drauf, aber reinklicken? Das wird aber ganz häufig gesagt, die Frage ist, warum? Ich habe recherchiert, und tatsächlich wurde „reinklicken“ bereits 2000 in den Duden aufgenommen (siehe heise.de). Das erklärt zumindest, warum es das Wort überhaupt gibt, ob es sinnvoll ist, ist dadurch noch nicht erklärt. Ich behaupte auch einfach, dass „Jahr-2000-fähig“ heute ein 14-jähriger überhaupt nicht mehr versteht. Und wozu brauchen wir überhaupt das Wort „highlighten“? Ich werde auf jeden Fall auch weiterhin nicht auf Pro7 reinklicken.
Das zweite fiel mir gestern bei einem Film zum wiederholten Male auf. Folgende Szene: Man sieht einen menschenleeren Schulhof und ein großes Schulgebäude. Dann plötzlich ein schrilles Läuten der Schulglocke und wie auf Kommando stürmen hunderte von brüllenden Schülern mit dem Klingeln aus der Schule. Wie soll das den gehen? Sammeln die sich während der letzten Stunde alle schon im Flur? Lassen die Lehrer die Schüler bereits 10min früher ihre Schulsachen zusammenpacken? Ich habe es in meiner Schulzeit nie geschafft, mit meiner Schulklasse im Pulk während der Schulglocke das Gebäude zu verlassen. Vielleicht ist das in Amerika ja anders, aber ich bezweifle es. Ich möchte mal einen Film sehen, in dem die Schulglocke läutet, und dann nach 1-2 Minuten die ersten Schüler aus der Schule tröpfeln…
The Legend of the Zelda-Fanpage
Beim stöbern auf meinem Rechner bin ich auf meinen alten NES-Emulator gestoßen und haben angefangen, das alte NES-Spiel „The Legend of Zelda“ zu spielen. Meines Erachtens eines der besten Adventures, die es jemals gab. Da ich aber nicht so viel Zeit habe, wie früher jeden Screen für eine Karte abzuzeichnen und alles zigmal nach Items zu durchforsten, habe ich nach Karten im Internet gesucht. Auf einer tollen Fanseite für alle Zelda-Episoden (www.zfans.de) fand ich dann tatsächlich auch Oberwelt- und Palastkarten für Zelda 1. Total happy habe ich mich also Level um Level weitergekämpft und heute habe ich dann tatsächlich Level 6 geschafft (von 9), indem ich die Karte von zfans.de benutzt habe.
Soweit, so gut. Die Seite lief wunderbar, die Hinweise waren super und ich war guten Mutes, das Ding heute oder morgen zu beenden (früher haben wir Monate gespielt!). Als ich aber mit Level 6 fertig war und dann die Karte von Level 7 anschauen wollte, kam ein 404 Fehler. Nicht gefunden… Ich habe es mit Level 8 versucht… ging auch nicht. Erst habe ich befürchtet, dass die letzten Level nicht mehr auf der Seite waren, also Deadlinks auf der Übersichtsseite. Aber weit gefehlt… es war noch schlimmer. Als ich die Übersichtskarte laden wollte – fehlte sie auch. Ich überprüfte meine Internetverbindung, aber sie ging.
Also, nochmal ganz von vorn. Ich gab www.zfans.de in meinen Browser ein, und bekam plötzlich eine Baustellenseite „Hier entsteht eine neue Internetpräsenz“. Die haben mir also praktisch „unter der Maus“ die Homepage geschlossen. Ich war und bin erschüttert! Habt ihr sowas schonmal erlebt? Dass eine Seite dichtmacht, auf der ihr gerade seid?
Google und die Wirren des Internets
Angeregt von einem etwas veralteten Idea-Bericht über den „bösen“ Googlekonzern und seine finsteren Machenschaften in China und sonstwo, habe ich mich ein wenig über Onlinerecht und Datenschutz informiert. Begonnen habe ich bei Google und seinem Gmail-Service, der die Emails der Anwender auf Spam und Viren durchsucht. So weit, so gut. Zusätzlich sucht er nach Begriffen um dann Werbeanzeigen gezielt zu schalten. Also, man nehme an, ich schreibe eine Email über meinen Fernseher, dann bekommt der Empfänger von Google neben meiner Mail das Werbebanner von einem Unterhaltungselektronikhandel angezeigt. „Praktisch“ sagen die von Google, „kritisch“ sagen die Datenschützer, „unnötig“ – sag ich! Dass Google in China das Web zensiert um dort mit den Konkurrenten mithalten zu können (die das seit Jahren machen) kann ich durchaus verstehen. Bei idea-mäßigen Horrorszenarien, dass Google irgendwann bestimmt, wer welche Information bekommt, habe ich dann zudem Zweifel, ob hier nicht ein neuer Antichrist heraufbeschworen werden soll.
Was mich nachdenklich macht, sind die Fragen des Onlinerechts, die mich als Webmaster betreffen. Auf rettet-das-internet.de gibt es eine Vielzahl von Beispielen, die einem die Lust am Internet gehörig vermiesen können. Ich bin froh, dass meine Fotos, Grafiken und Zeichnungen alle von mir sind, sonst würde ich sie glatt runterschmeissen. Werbebanner auf der Homepage sind von vorneherein gefährlich, da sie nämlich jede private zu einer gewerblich genutzten Seite machen – und damit ein volles Impressum brauchen. Glücklicherweise hat mich noch nie eine Abmahnung getroffen, wenn man mal von fingierten Ebay-Rechnungen absieht. Aber dennoch erinnere ich mich mit Schrecken an den Typen, der unter meiner Email-Adresse in irgendwelchen illegalen Foren aktiv war – und mir Ärger mit der selbsternannten Internetpolizei einbrachte.
Ich werde mir jedenfalls meine Seite nochmals auf problematische Dinge checken und hoffen, dass ich auch weiterhin von gierigen Markeninhabern und ihren windigen Anwälten verschont bleibe. Das wünsche ich euch im übrigen auch!

