Omas Albtraum

Montag, 5. Juni 2006 von Tobias

Als ich letzte Woche bei meiner Oma war, fragte sie mich ganz traurig, ob das denn stimmen würde, was meine Mutter ihr gesagt hat, dass ich jetzt bald für immer nach Kiel gehen würde…
Ich weiß zwar nicht, wie sie darauf kommt, aber ich vermute, weil ich in Kiel war um das Thema meiner Zulassungsarbeit zu bekommen. Oder meine Mutter hat wieder mal Dinge erzählt, die an den Haaren herbeigezogen sind. Ich habe sie dann beruhigt und ihr gesagt, dass ich in den nächsten Jahren nicht vorhabe, nach Kiel zu ziehen. Daraufhin war sie zufrieden.
Zur Erklärung: Kiel ist für meine Oma etwa so weit weg wie Timbuktu oder das Taka-Tuka-Land!

12 Reaktionen zu “Omas Albtraum”

  1. Helena

    *gg* na dann…

  2. Joachim

    „… dass ich in den nächsten Jahren nicht vorhabe, nach Kiel zu ziehen.“

    Warum nicht? Hier gibts Sonne, Strand, Meer, Biergärten, eine nette kleine Theologische Fakultät, die Kieler Woche, den Kieler Umschlag, das Duckstein Festival, das Hafenfest, das Festival der Biere.

    Und alle sprechen Hochdeutsch. ;-)

  3. Tobias

    Letzteres ist doch das Problem! Denn ich bin Schwabe und kann daher alles – außer Hochdeutsch!

  4. Tim

    Zum einen: Was ist schon alles, wenn kein Hochdeutsch dazugehört?
    Zum anderen: Was die Entfernung angeht, kann ich deine Oma gut verstehen. Auch für mich ist „da unten“ so weit weg wie das Taka-Tuka-Land.

  5. brucle

    Ich möchte darauf hinweisen, dass wir hier das Fleckenfest, Waiblinger Altstadtfest, Volksfest (übrigens das zweitgrößte der Welt), den 1.Mai auf dem Hannweiler Sattel, die Schwäbische Alb, den Schwarzwald, das schwäbische Meer, den Biergarten auf der Schwaneninsel, die berühmte Tübinger Universität und vieles mehr haben… vor allem haben wir Berge, Hügel und Täler und jeder versteht unsere Sprache!

  6. Joachim

    Wir haben die Holsteinische Schweiz, den Bungsberg mit Sessellift, die Plöner Seenplatte, Steilküsten, das Schleswig-Holstein Musikfestival, Jazz Baltica, Flensburger Pilsener, das berühmte Institut für Weltwirtschaft, das Düsternbrooker Gehölz.

    Hier kann man wahlweise Friesisch, Plattdeutsch oder Hochdeutsch sprechen (aber nur letzteres verstehen auch alle :-) ). Und die Kieler Woche ist das größte Segelereignis der Welt und das größte Volksfest Nordeuropas.

    Und jetzt kommst Du! :-)

  7. Tobias

    Wir haben ne niedrigere Arbeitslosenquote und ein höheres Bruttoinlandsprodukt (5x höher), und bei Pisa waren wir auch besser!

    Ach ja: und die CDU hat bei uns auch mehr Stimmen bekommen…

    Und das wichtigste: Unsere Landeskirche stellt noch ein, und zwar mehr als 6+x !!!!!!

    Und jetzt kommst Du! :-)

  8. Katja

    Das ist jetzt aber gemein!!! Von christlicher Nächsten- und Bruderliebe ist da nichts zu merken. Statt anzubieten uns arme Nordelbier bei Euch überfinanzierten (kostenloses wohnen im Stift) aufzunehmen, oder Solidaritätszuschläge zu zahlen, bohrst Du noch in der Wunde!

  9. Tim

    @Tobi: Na da sieht man doch, wir hier oben sind halt Missionsgebiet!
    Und ob alles was du aufgezählt hast so positiv ist? (Außer für Joachim vielleicht)?
    @ Joachim: und wir ham uns! Das sollte nicht vergessen werden!

  10. Tobias

    @Katja: Es hat alles vor und Nachteile. Ich bin Württemberger und freiwillig nicht mehr dort eingezogen… wie es für dich dann dort wohl wäre, kann ich mir gar nicht vorstellen…
    @Tim: Du alter Sozi! :-)
    @Tim@Joachim: Wir ham uns auch… und wir sind viel mehr ;-)

  11. Joachim

    @ Katja: Ich habe lange überlegen müssen, was Nordel-Bier ist. Vielleicht sollte ich doch eine Entziehungskur machen. :-)

    @ Tim und Tobi: Grundsätzlich ist das natürlich uneingeschränkt positiv! Aber es kommt nicht auf die Quantität, sondern die Qualität an: Peter Harry Carstensen ist physisch aber auch charakterlich dem BW-Ministerpräsidenten eindeutig überlegen. Und unsere Vizeministerpräsidentin ist Vorsitzende der KMK. Und wir haben den SSW. Und eine der ersten schwarz-grünen Koalitionen Deutschlands. Und gleich drei Bischöfe bzw. Bischöfinnen.

    Ach ja, in Kiel legen mehr Kreuzfarhtschiffe an, als in allen anderen Deutschen Hafenstädten. Und wir sind Bundesblumenstadt. Und auf Platz zwei bei der Fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands.

    Das beste zum Schluss: Schleswig-Holstein hat den höchsten Schuldenberg aller westdeutschen Flächenländer.

    Schach.

  12. ToLeBlog - Theologie und mehr » Blog Archiv » BW gegen SH

    […] Mit dem aktuellen Spiegel.de-Artikel “So sozial sind die Bundesländer” wurde ich an eine alte Diskussion in meinem Beitrag “Omas Albtraum” erinnert. Es ging darin um eine Aufzählung von Vorteilen und Nachteilen der Bundesländer Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein zwischen Joachim, Katja und mir. […]

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