Webseiten-Jubiläum

Donnerstag, 25. August 2016 von Tobias

Heute gibt es ein kleines Jubiläum zu feiern: vor 20 Jahren ging meine erste Webseite online. Zumindest ist die älteste übrig gebliebene Datei von diesem Datum. Sicherheitskopien sind leider keine mehr vorhanden. Das “L@nl@nd” (bei Compuserve gehostet) war eine ziemliche Quatschseite, aber der Ursprung von theglade.com. Hier das damalige Logo mit Splinky von Mururoa. Voll 90er.

25878 oder ein Tag auf der Gamescom

Freitag, 19. August 2016 von Tobias

25878, soviele Schritte habe ich laut meinem Handy heute gemacht. Ich war dazu 14 Stunden unterwegs und habe knapp über 20 km zurückgelegt, die meisten davon auf der Gamescom in Köln. Diese Strecke verwundert nicht, schließlich habe ich alle für Besucher zugänglichen Stände besucht bzw. angeschaut, zum Teil mehrfach. Von den Spielen her habe ich das nicht geschafft, das wäre allein zeitlich gar nicht möglich gewesen.

Aus beruflicher Sicht war ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Evangelischen Jugend Köln und Umgebung sehr interessant, die dort auch einen Stand haben. Allerdings eben nicht mit digitalen Angeboten, sondern klassischer offenen Jugendarbeit mit Tischkicker & co.
Einen etwas anderen, eher missionarischen Ansatz hat die gamechurch, dort gibt es Bibelfassungen extra für Gamer. Spannenderweise sind das die einzigen konfessionellen Angebote, von kath. Seite gibt es nichts.

Nun zu den Spielen:
Mit meiner Pre-Entry-Karte kam ich vor der großen Masse in die Entertainment-Area und konnte so ohne größere Wartezeiten zumindest zwei “große” Spiele mal antesten. Das erste war Sniper Ghost Warrior 3, das ich allerdings für Sniper Elite 4 gehalten habe. Allein daran kann man merken, dass diese Spiele ziemlich austauschbar sind.

Ähnlich ging es mir mit Deus Ex: Mankind divided. Die Story ist (auch aus ethischer Sicht) hochspannend, das Gameplay jedoch ohne große Innovationen im Vergleich zum Vorgänger. Zumindest habe ich das nicht in der kurzen Zeit feststellen können. Ich war auch viel zu beschäftigt mit der PS4-Steuerung, die ist einfach aus meiner Sicht für Ego-Shooter nicht geeignet.

Fifa 17 macht einen sehr guten Eindruck, ist aber leider so gar nicht mein Ding.
Ebenso sieht auch Battlefield 1 echt gut aus, ob es aber wirklich so toll ist, das muss wohl die Open Beta zeigen (wenn es sie gibt). Ich konnte es nicht anspielen, da die Wartezeiten zum Teil über 4 Stunden (!) waren.

Bei Ubisoft gab es eine Präsentation zu Ghost Recon: wildlands, bei der die aktuelle Fassung des Spiels vorgestellt wurde. Es erinnert zwar etwas an Far Cry 4, ist aber auch vom Setting (Bolivien) und der Story neu. In den Trailern gab es auch einige religiöse bzw. kirchenkritische Elemente, so dass auch unter diesem Gesichtspunkt das Spiel interessant sein könnte.

Vor allem VR ist ein großes Thema auf der Gamescom. Auch da waren die Schlangen sehr lang, allerdings konnte ich dann doch an einem Stand kurz mal eine VR-Brille antesten. Unglücklicherweise war es ein Weltraumspiel, und daher fand in mir folgender Dialog statt:

Gehirn: Hey, wir haben gerade einen Looping gemacht!
Körper: Äh, was?
Gehirn: Da, schon wieder einer!
Körper: Das kann nicht sein, wir sitzen doch.
Gehirn: Doch! Ich seh es ganz deutlich!
Körper: Unmöglich.
Gehirn: Aber ganz sicher, gerade stehen wir auch dem Kopf.
Körper: Na toll, jetzt ist mir schlecht.

Mein Fazit zu VR: Es ist toll, aber man muss sich wohl echt langsam daran gewöhnen (und nicht gleich mit Flugsimulatoren starten).

Alles in allem war es ein langer, anstrengender aber großartiger Tag auf der Gamescom, meine weiteren Erkenntnisse zum Schluss:

  • Auch auf der Gamescom kann man als Pfarrer angeworben werden
  • Die weiblichen Cosplayer scheinen etwas in der Überzahl zu sein
  • Gamer geben sehr, sehr viel Geld für allen möglichen Merchandising-Kram aus
  • Menschenmassen, unfassbare Menschenmassen
  • So viele Jugendliche – aber was spielen die dort überhaupt? Fast alle “guten” Sachen sind ab 18, das muss doch frustrierend sein (die Gespräche in der Bahn haben diesen Eindruck bestätigt).
  • World of Warcraft und Konsorten werde ich wohl nie verstehen.
  • Es gab viel weniger Pokemon als erwartet.

Material: Pokemon Go

Donnerstag, 14. Juli 2016 von Tobias

Material für: Schule, evtl. Konfirmandenunterricht
Thema: Medienkompetenz, Respekt
Schulart/Klasse: Klasse 3-7, das Material kann auch für höhere Klassen überarbeitet werden

Pokemon GO ist der aktuelle Hype unter Kindern und Jugendlichen bis hin zu junggebliebenen Erwachsenen. Mit der Outdoor-Nutzung sind auch einige Risiken und Schwierigkeiten verbunden:

Da sind auf der einen Seite reine Sicherheitsaspekte wie z.B. das Spielen im Straßenverkehr oder auch die das Eindringen auf fremden Besitz in Gärten etc.

Auf der anderen Seite stellt sich auch die Frage, inwiefern das Spielen an bestimmten Orten angemessen ist oder nicht. Zahlreiche Kirchen sind Pokestops, an diesem Beispiel kann mit den Kindern darüber gesprochen werden, wie das Spielen in oder vor der Kirche bewertet wird bzw. ob es Zeiten gibt, wo dies unterlassen werden sollte (z.B. während des Gottesdienstes).

Besonders kritisch ist die Nutzung auf Friedhöfen. Dass es zum Respekt vor anderen, ihrem Glauben und ihrer Trauer dazu gehört, auf eigene Wünsche möglicherweise zu verzichten, kann hier ganz praktisch und anschaulich vermittelt werden.

Zwei Arbeitsblätter:
AB Pokemon Karte – mit einfacher Karte zum Bewerten der verschiedenen Orte
AB Pokemon Orte – mit Tabelle zum Ausfüllen

Die Rolle der Hermeneutik im Böhmermann-Skandal

Freitag, 15. April 2016 von Tobias

In der Bewertung von Böhmermanns Erdogan-Gedicht gibt es in der öffentlichen Diskussion hauptsächlich zwei Sichtweisen. Die einen betonen den Schmähcharakter des Gedichts, das sie isoliert als Beleidigung betrachten. Diese Sichtweise teilt sicher auch Erdogan selbst. Die anderen betonen den satirischen Kontext, in dem dieses Gedicht eingerahmt war, und sehen es deshalb als legitimes und von der Meinungsfreiheit gedecktes “Kunstwerk”. So wird es auch Böhmermann vermutlich sehen. Zu beiden Sichtweisen gibt es inzwischen auch juristische Äußerungen, wobei die zweite Seite überwiegt, und das ist meines Erachtens auch schlüssig.

Im Grunde hängt nämlich die Bewertung des Gedichts von der Hermeneutik ab. Für sich allein genommen erfüllt es ganz sicher den Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung. Und wer es aus dem Kontext herausnimmt, wird auch zielsicher zu dieser Bewertung kommen. Legt man aber andere Kriterien an und betrachteten den Gesamtzusammenhang, sind auch andere Deutungen möglich, sogar notwendig.

Letzlich gilt hier das gleiche wie für Theologen im Umgang mit (kritischen) Bibelstellen. Eine isolierte Betrachtung kann zu Fehldeutungen und sogar Missbrauch von biblischen Texten führen, wenn der Kontext nicht beachtet wird. Schon in den Proseminaren lernen Theologen die verschiedenen Stufen von der Textkritik bis zur Traditionskritik. Vergleichbares kann man auf alle Texte anwenden, sogar auf die Satire von Böhmermann. Und so kann Fehlschlüssen und Verallgemeinerungen, die manche aus der Sache herausziehen, auch widersprochen werden.

So ist es zum Beispiel für die Bewertung wichtig, wer das Gedicht veröffentlicht hat. Es war nicht irgendein dahergelaufener Internetuser, der mal richtig auf den Erdogan Putz hauen wollte. Es war Jan Böhmermann, ein bekannter Satiriker, der sogar den Grimmepreis für eine seiner Satiren bekommen hat. Und er hat das getan in einer Satire-Sendung. Der “Sitz im Leben” dieses Gedichts mit Umrahmung war eindeutig im satirischer Kontext. Es war keine Kundgebung, kein politischer Vortrag, keine Hetzrede auf Facebook. Und deshalb kann das auch nicht einfach jeder nachmachen. Nicht jede Beleidigung mit dem Zusatz “das ist jetzt Satire” kann sich auf das Böhmermann-Gedicht berufen. Weil nicht jeder Böhmermann ist.

Dazu kommt noch die Frage nach der Intention, welches Ziel verfolgt wird. Böhmermann machte trotz seiner spöttischen Art klar, dass er das unmöglich ernst meint. Die vielen geschmacklosen Übertreibungen im Gedicht machen das mehr als deutlich. Seine Intention war vielmehr eine Verdeutlichung der rechtlichen Lage in Anspielung auf die Geschehnisse rund um den Extra3-Beitrag. Das einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist höchstens sein Hang zur Übertreibung. Denn es ist tatsächlich die Frage, ob eine Beleidigung in dieser ausführlichen Form weit unter der Gürtellinie dafür wirklich notwendig gewesen wäre.
Wer aber jetzt nur dumpf jetzt das Gedicht wiederholt oder das Gedicht (isoliert) als “gelungen” bezeichnet, der stülpt die eigene Intention über. Wer nur beleidigt um zu beleidigen, betreibt keine Satire und kann Böhmermann auch nicht für sich in Anspruch nehmen.

Es ist nun die Frage, welche Hermeneutik letztlich auf juristischer Seite den Vorrang bekommt. Ob es die eher fundamentalistische, wörtliche Auslegung der Beleidigung ohne Rücksicht auf den Kontext ist. Oder ob der Zusammenhang beachtet wird, und dann jenseits von Geschmacksfragen eine Bewertung des Gedichts im Gesamtkontext als Satire stattfindet.

Wenn es das Ziel von Böhmermann war, dass es einen öffentlichen Diskurs über Satire und die Meinungsfreiheit gibt, dann hat er das auf jeden Fall erreicht.

Böhmermanns Einzelfall

Montag, 11. April 2016 von Tobias

Zur Frage ob das sicherlich etwas übertrieben geschmacklose Schmähgedicht von Böhmermann tatsächlich als Satire oder als Schmähkritik bewertet wird, habe ich nun schon mehrfach folgende Argumente gelesen:

  • Wenn das Satire ist, dann könnten das ja auch jeder in Anspruch nehmen, der andere geschmacklos beleidigen will.
  • Wird der Name Erdogan durch Netanjahu oder Gauck ersetzt, wären die Reaktionen völlig anders.

Beide Argumente ziehen aber nicht.

Natürlich wären die Reaktionen ganz anders, wenn Böhmermann so ein Schmähgedicht über Netanjahu oder Gauck veröffentlich hätte. Denn es wäre auch was anderes und ganz sicher keine Satire mehr. Das ist ja genau der springende Punkt:
Netanjahu hat nicht den deutschen Botschafter wegen eines harmlosen Liedes einbestellt.
Gauck braucht keine Erklärungen, was nach deutschem Recht Satire und was Beleidigung ist.

Böhmermann hat das geschickt genutzt und genau zum passenden Zeitpunkt seine Satire platziert. Und deshalb ist es (trotz aller absurder Beleidigungen) Satire. Vielmehr musste er sogar so übertreiben um auch dem letzten (Anwalt) klar zu machen, dass er das selbstverständlich nicht ernst meint, dass das also keine Beleidigung im Sinne einer Tatsachenbehauptung o.ä. ist.

Ganz anders ist es hingegen, wenn jemand auf einer Demo “Erdogan ist ein A*****”-Plakate mit sich herumträgt. Das ist in der Regel ernst gemeint und kann nicht als Satire betrachtet werden. Auch für Hetze auf Facebook gegen Ausländer, Juden usw. gilt das.

Darum sind alle Argumente, die diesen spezifischen einzigartigen Kontext ignorieren, lediglich Blendgranaten und klassischer Whataboutism.

Böhmermann hat mit seinem Beitrag den Finger auf die Wunde gelegt, genau wie das Charlie Hebdo auch getan hat. Deren “Witze” sind übrigens durchaus vergleichbar. Der “Fehler” von Böhmermann war es letztlich, sich genau den falschen (also den richtigen) als Ziel seiner Satire auszusuchen. Darum gibt es auch keinen Solidaritätsmarsch der Politiker.

Übrigens: Whataboutism kann ich auch.

Hätte Böhmermann so ein Gedicht über den Papst gemacht – was wäre wohl passiert?
Nichts.
Der ist ja auch nicht so wichtig. *Ironie_off*

#DoItLikeDeMaiziere – the Jesus version

Donnerstag, 19. November 2015 von Tobias

jesusverunsichert1000

English Version

Reformation mit Playmobil – Teil 3

Sonntag, 1. November 2015 von Tobias

Pünktlich zum Reformationsfest habe ich den dritten Teil der Playmobil-Reformation fertiggestellt. Er wird in den kommenden Tagen auch in den dazugehörigen Sammelartikel eingearbeitet.

reformation Teil 3-1000

Add-On zum Auftritt der Landeskirche

Donnerstag, 29. Oktober 2015 von Tobias

Seit heute ist der neue Webauftritt der Württembergischen Landeskirche unter elk-wue.de online. Dazu gibt es von mir noch ein kleines Add-on, das es auf keiner mir bekannten Webseite irgendwo gibt: eine Übersichtskarte aller Kirchenbezirke mit hinterlegten Webseiten.

Die Karte basiert auf HTML mit Javascript, läuft also sogar auf (Apple-)Geräten ohne Flash-Unterstützung.

Kirchenbezirk Aalen Kirchenbezirk Backnang Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen Kirchenbezirk Balingen Kirchenbezirk Bernhausen Kirchenbezirk Besigheim Kirchenbezirk Biberach Kirchenbezirk Blaubeuren Kirchenbezirk Blaufelden Kirchenbezirk Böblingen Kirchenbezirk Brackenheim Kirchenbezirk Calw Kirchenbezirk Crailsheim Kirchenbezirk Ditzingen Kirchenbezirk Esslingen Kirchenbezirk Freudenstadt Kirchenbezirk Gaildorf Kirchenbezirk Geislingen Kirchenbezirk Göppingen Kirchenbezirk Heidenheim Kirchenbezirk Heilbronn Kirchenbezirk Herrenberg Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck Kirchenbezirk Künzelsau Kirchenbezirk Leonberg Kirchenbezirk Ludwigsburg Kirchenbezirk Marbach Kirchenbezirk Mühlacker Kirchenbezirk Nagold Kirchenbezirk Neuenbürg Kirchenbezirk Neuenstadt Kirchenbezirk Nürtingen Kirchenbezirk Öhringen Kirchenbezirk Ravensburg Kirchenbezirk Reutlingen Kirchenbezirk Schorndorf Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd Kirchenbezirk Schwäbisch Hall Kirchenbezirk Stuttgart Kirchenbezirk Sulz am Neckar Kirchenbezirk Tübingen Kirchenbezirk Tuttlingen Kirchenbezirk Ulm Kirchenbezirk Vaihingen an der Enz Kirchenbezirk Waiblingen Kirchenbezirk Weikersheim Kirchenbezirk Weinsberg

Pastor erschießt Mann im Gottesdienst

Dienstag, 20. Oktober 2015 von Tobias

Diese Geschichte gehört zu den Dingen, die man sich hierzulande kaum vorstellen kann. Allein die Tatsache, als Pfarrer während Gebet und Predigt eine Pistole dabei zu haben… unfassbar.

Picture related.

ingunswetrust1000

Strichmännchen-Update

Donnerstag, 15. Oktober 2015 von Tobias

Auch in diesem Jahr waren meine Strichmännchen-Symbole wieder sehr gefragt. Auf Wunsch meiner aktuellen Schule habe ich noch einige neue Symbole für Wochendienste entworfen:

CanaDraw #10, #11, #12

Dienstag, 8. September 2015 von Tobias

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CanaDraw #9 – at Meijers supermarket

Donnerstag, 3. September 2015 von Tobias

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CanaDraw #8 – The Dunes

Dienstag, 1. September 2015 von Tobias

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CanaDraw #7 – Lewis Farm Market

Dienstag, 1. September 2015 von Tobias

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CanaDraw #6

Sonntag, 30. August 2015 von Tobias

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Wir mussten an einem Samstag wegen einer Bindehautentzündung in die Notfallambulanz (USA). Es geht dort bei 300 Dollar los – auch wenn der Arzt unter einer Minute braucht…