Reformation mit Playmobil – Teil 3

Sonntag, 1. November 2015 von Tobias

Pünktlich zum Reformationsfest habe ich den dritten Teil der Playmobil-Reformation fertiggestellt. Er wird in den kommenden Tagen auch in den dazugehörigen Sammelartikel eingearbeitet.

reformation Teil 3-1000

Add-On zum Auftritt der Landeskirche

Donnerstag, 29. Oktober 2015 von Tobias

Seit heute ist der neue Webauftritt der Württembergischen Landeskirche unter elk-wue.de online. Dazu gibt es von mir noch ein kleines Add-on, das es auf keiner mir bekannten Webseite irgendwo gibt: eine Übersichtskarte aller Kirchenbezirke mit hinterlegten Webseiten.

Die Karte basiert auf HTML mit Javascript, läuft also sogar auf (Apple-)Geräten ohne Flash-Unterstützung.

Kirchenbezirk Aalen Kirchenbezirk Backnang Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen Kirchenbezirk Balingen Kirchenbezirk Bernhausen Kirchenbezirk Besigheim Kirchenbezirk Biberach Kirchenbezirk Blaubeuren Kirchenbezirk Blaufelden Kirchenbezirk Böblingen Kirchenbezirk Brackenheim Kirchenbezirk Calw Kirchenbezirk Crailsheim Kirchenbezirk Ditzingen Kirchenbezirk Esslingen Kirchenbezirk Freudenstadt Kirchenbezirk Gaildorf Kirchenbezirk Geislingen Kirchenbezirk Göppingen Kirchenbezirk Heidenheim Kirchenbezirk Heilbronn Kirchenbezirk Herrenberg Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck Kirchenbezirk Künzelsau Kirchenbezirk Leonberg Kirchenbezirk Ludwigsburg Kirchenbezirk Marbach Kirchenbezirk Mühlacker Kirchenbezirk Nagold Kirchenbezirk Neuenbürg Kirchenbezirk Neuenstadt Kirchenbezirk Nürtingen Kirchenbezirk Öhringen Kirchenbezirk Ravensburg Kirchenbezirk Reutlingen Kirchenbezirk Schorndorf Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd Kirchenbezirk Schwäbisch Hall Kirchenbezirk Stuttgart Kirchenbezirk Sulz am Neckar Kirchenbezirk Tübingen Kirchenbezirk Tuttlingen Kirchenbezirk Ulm Kirchenbezirk Vaihingen an der Enz Kirchenbezirk Waiblingen Kirchenbezirk Weikersheim Kirchenbezirk Weinsberg

Pastor erschießt Mann im Gottesdienst

Dienstag, 20. Oktober 2015 von Tobias

Diese Geschichte gehört zu den Dingen, die man sich hierzulande kaum vorstellen kann. Allein die Tatsache, als Pfarrer während Gebet und Predigt eine Pistole dabei zu haben… unfassbar.

Picture related.

ingunswetrust1000

Strichmännchen-Update

Donnerstag, 15. Oktober 2015 von Tobias

Auch in diesem Jahr waren meine Strichmännchen-Symbole wieder sehr gefragt. Auf Wunsch meiner aktuellen Schule habe ich noch einige neue Symbole für Wochendienste entworfen:

CanaDraw #1 – #12

Dienstag, 8. September 2015 von Tobias

Statt Urlaubsfotos – Zeichnungen aus Kanada und den USA…

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Bauer Hubers billige Milch

Donnerstag, 13. August 2015 von Tobias

Mein Versuch einer vereinfachten Darstellung eines hochkomplizierten Zusammenhangs. Kernpunkt ist doch: Jede Ware hat ihren Preis. Und wenn sie unter Preis verkauft wird, dann bedeutet das, dass irgendwo anders die Kosten wieder aufschlagen – sei es durch Subventionen oder auch durch die Unterstützung von Menschen, die aufgrund des Wirtschaftssystems benachteiligt sind. Das ganze würde natürlich nicht nur mit Milch funktionieren, sondern auch ähnlich mit Fleisch, Smartphones, Kleidung und allen Dingen, die im Ausland billig auf Kosten anderer Menschen produziert wird.

Bauer Hubers billige Milch

English version.

Luthers Ehe für alle

Freitag, 3. Juli 2015 von Tobias

Ich habe ja schon mehrfach ausführlich bzw. grafisch zum Thema Homosexualität Stellung genommen. Leider ist dieses Thema aber wie Unkraut, es kommt wieder und wieder und wieder mit immer denselben Argumenten. So ist es auch ganz aktuell geschehen.

Denn beflügelt durch Entscheidungen in Irland und den USA wollte der Gesprächskreis “Offene Kirche” (OK) bei der gerade laufenden Tagung der württembergischen Landessynode die “Ehe für alle” zum Thema einer aktuellen Stunde machen – und war erbost, dass das nicht zugelassen wurde. Formal war die Ablehnung aber richtig, denn nach den Vorgaben für die aktuelle Stunde, die von allen Gesprächskreisen (also auch OK) einmal beschlossen wurden, waren die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt.

Nun können wir uns aber auch ganz pragmatisch fragen, was denn so eine Aussprache gebracht hätte. Außer, dass mal wieder jeder daran erinnert worden wäre, dass die einen halt dafür sind und die anderen dagegen, inklusive der üblichen unzählige Male ausgetauschten Argumente. Zu einem Konsens wäre man (angesichts der verhärteten Fronten sowie der Kürze der Zeit) sowieso nicht gekommen.

Viel spannender ist aber die Frage, ob denn die Synode überhaupt der richtige Ort ist, um über die “Ehe für alle” zu diskutieren. Was könnte denn die Kirche dazu überhaupt sagen? Schließlich ist dies ein politisches Thema, das auch politisch durch den Gesetzgeber gelöst werden muss. Mit der kirchlichen Sichtweise oder gar der kirchlichen Trauordnung hat das ja erstmal überhaupt nichts zu tun. Es ist schließlich für den Staat (und sogar in den meisten Fällen für die Kirche selbst) ja auch rechtlich schlichtweg irrelevant, ob und wie jemand kirchlich getraut wurde oder nicht. Das ist z.B. schön daran zu erkennen, dass die Urkunden zu Ehejubiläen in unserer Landeskirche auch Paare erhalten, die nur standesamtlich geheiratet haben.

Die Frage nach der “Ehe für alle” muss deshalb politisch gelöst werden. Und mit dieser Haltung bin ich ganz auf dem Boden der Reformation. Denn schließlich entspricht das dem, was Martin Luther 1529 in seinem Text “Ein Traubüchlein. Für die einfältigen Pfarrherrn” geschrieben hat. Ja, genau so heißt das Buch tatsächlich.

Dort steht als Einleitung:

So manches Land, so manche Sitte, sagt das gemeine Sprichwort. Dennoch weil die Hochzeit und Ehestand ein weltlich Geschäft ist, gebührt uns Geistlichen oder Kirchendienern nichts darin zu ordenen oder regieren, sondern lassen einer jeglichen Stadt und Land hierin ihren Brauch und Gewohnheit, wie sie gehen.

Wenn die “Ehe für alle” auch in Deutschland (wie in so vielen anderen Ländern dieser Welt) irgendwann beschlossen wird – was meines Erachtens auch konsequent wäre – dann hat das erstmal überhaupt nichts mit der Kirche zu tun. Das bedeutet auch nicht zwingend, dass die kirchliche Trauung dann dementsprechend angepasst werden muss, zumindest theoretisch. Denn an dem Punkt ist Kirchenrecht unabhängig vom staatlichen Recht. Ansonsten gäbe es ja auch keine Unterschiede bei der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in den verschiedenen Landeskirchen.

Wieso sage ich “zumindest theoretisch”? Weil neben den theologischen Punkten zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (die ich nicht nochmals ausführe, siehe in diesem Blog) hier auch das gelten könnte, was Luther im Traubüchlein für einfältige Pfarrherrn ebenfalls schreibt:

Aber so man von uns begehret für der Kirchen oder in der Kirchen sie zu segenen, über sie zu beten oder sie auch zu trauen, sind wir schuldig dasselbige zu thun.

Was das dann aber konkret bedeutet, das ist noch mal eine ganz andere Frage.

“Wir können Götter werden” – Deus Ex: Human Revolution

Dienstag, 23. Juni 2015 von Tobias

Nach Monaten habe ich endlich gestern Nacht die Zeit gefunden, “Deus Ex: Human Revolution” bis zum Ende zu spielen. Angefangen habe ich es eigentlich wegen des Titels, ich suche ja immer nach Spielen, die möglicherweise für Reli- und Konfirmandenunterricht was abwerfen. Diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Im Spiel geht es um eine Technologie, durch die Menschen die Fähigkeiten von Körper und Hirn mit Hilfe sogenannter “Augmentierungen” verbessern können. Sie werden also quasi Cyborgs. Die Hauptfigur Adam ist als Sicherheitsmann für die Firma tätig, die diese Augmentierungen herstellt und muss sich unter anderem mit Technologie-Gegnern herumschlagen und dabei einen Anschlag aufklären. Am Ende stellt sich heraus, dass der Erfinder der Technologie ebendiese wieder vernichten will, weil er der Meinung ist, die Menschen würden damit zu weit gehen.

Ganz zum Schluss muss Adam entscheiden, wie es weitergehen soll. Er hat die Macht, das Schicksal der Menschheit zu bestimmen, und wird damit selbst zum “Deus Ex”.

Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

1. Er schiebt den Technologiegegnern alles in die Schuhe und die Firmen können weiter an der menschlichen Evolution herumbasteln.

Wir können die Götter werden, die wir immer sein wollten. Und wir können sogar gute Götter werden.

2. Er bringt die Wahrheit ans Licht, damit die Menschen auf diese moderne Technologie um ihrer selbst willen verzichten.

Die Technologie gibt uns Stärke. Stärke fördert Dominanz, und Dominanz bereitet den Weg für Missbrauch.

3. Er vernichtet sich selbst und die Station und gibt damit den Menschen selbst die Möglichkeit, ihre Zukunft zu bestimmen.

Gewöhnliche Männer und Frauen müssen gemeinsam den Weg finden, den die Menschheit einschlagen soll.

Vor allem die Schlusssequenzen sind sehr interessant. Die Frage, ob der Mensch sich selbst durch den technischen Fortschritt mit Gott gleichsetzt, ihm “das Feuer wegnehmen kann”. Und inwieweit durch Technologie, die immer mehr ins “Menschsein” eingreift, Würde und Menschlichkeit verloren gehen können.

Ich überlege noch, wie ich das im Unterricht zum Thema Mensch und Technik einbaue.

PS: Wer das Video anschaut, dem dürfte klar sein, dass die Zielgruppe für solche Spiele nicht unbedingt 16jährige sind, die nur rumballern wollen.

Rundkirche auf dem Kirchentag

Sonntag, 14. Juni 2015 von Tobias

Material: Kirche und Glaube im Videospiel “Assassin’s Creed 3″

Dienstag, 5. Mai 2015 von Tobias

Material für: Schule, evtl. Konfirmandenunterricht
Thema: Bedeutung von Glaube, Kirche und christlichem Miteinander
Schulart/Klasse: Haupt-/Realschule Klasse 9/10

Material für die Verwendung von Videospiel-Szenen im Religionsunterricht.

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Material: Reformation mit Playmobil

Dienstag, 5. Mai 2015 von Tobias

Material für: Grundschule, Gemeindearbeit
Thema: Reformation
Schulart/Klasse: Grundschule

Nachdem meine Playmobil*-Bildergeschichten zur Reformation gut angekommen sind, habe ich sie mit dem neuen Playmobil-Luther nochmals überarbeitet und noch eine Fortsetzung gemacht.

Bei der Gelegenheit habe ich auch zusätzliches Material entworfen, das z.B. im Schulunterricht verwendet werden kann.

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Beeindruckend

Sonntag, 11. Januar 2015 von Tobias

Heute aufgenommen. Ich weiß gar nicht genau, warum mich das Bild fasziniert. Aber das tut es.

Alter Schimpanse

Wenn das Fundament bröckelt…

Donnerstag, 8. Januar 2015 von Tobias

Mein zeichnerischer Beitrag zu #JeSuisCharlie…

Die Angst der Fundamentalisten

Blasphemie – qu’est ce que c’est?

Mittwoch, 7. Januar 2015 von Tobias

Blasphemie ist die Verhöhnung oder Beschimpfung von Religionen bzw. deren Glaubensinhalten. In Deutschland ist das laut §166 des Strafgesetzbuches verboten, wenn dadurch der öffentliche Friede beeinträchtigt wird.

Aber was genau fällt nun unter “Blasphemie”? Das hier doch sicher. Und das hier auch. Vielleicht sogar das hier. Oder?

Tja, wer entscheidet das denn, was nun bereits Blasphemie ist oder noch (geschmacklose) freie Meinungsäußerung? So recht weiß das niemand. Und das ist auch das Problem. Denn das Empfinden von Gläubigen gleich welcher Religion, was als Blasphemie angesehen wird, ist unterschiedlich. Ich bin mir sicher (und ich weiß das sogar konkret von einem Fall), dass auch Zeichnungen oder Beiträge von mir schon als Blasphemie bezeichnet wurden. Das hier zum Beispiel.

Es ist also ziemlich unklar, was den Tatbestand der Blasphemie erfüllt. Das Gesetz selbst gibt da auch nicht viel her. Es bezieht die Strafbarkeit nicht auf den Inhalt, sondern lediglich auf den Effekt, den solch eine Blasphemie hervorruft. Etwas soll demnach dann verboten sein, wenn es Unruhen und Unfrieden befördert. Das bedeutet aber umgekehrt, dass dem Recht verschafft wird, der am lautesten schreit und die größten Unruhen hervorruft. Das kann ja eigentlich auch nicht Sinn der Sache sein, denn damit würde sich der Staat quasi selbst erpressbar machen.

Kirchenführer (vor allem bei den Katholiken) fordern immer wieder eine verschärfte Anwendung von §166. Aber auch da bleibt die Frage nach den Kriterien. Würde man alles das strafbar machen, was irgendjemand für Blasphemie ansieht, bliebe nicht mehr viel von der Redefreiheit übrig. Bereits das hier dürfte dann sicher nicht mehr verkauft werden, obwohl ich es gerne im Konfi-Unterricht benutze.

Blasphemie zu verhindern ist Bestandteil des Schutzes der Religionsfreiheit in einer Demokratie. Genau deshalb handelt §166 auch vom öffentlichen Frieden, der gewahrt werden soll. Was aber auf keine Fall passieren darf ist, dass demokratische Prinzipien wie Rede- und Pressefreiheit sowie der Schutz der Religionen gegeneinander ausgespielt werden. Oder dass Dinge nicht mehr geschrieben werden – nicht weil man sie selbst für falsch hält, sondern weil man Angst hat, dass es jemand übelnehmen könnte und es einem ergeht wie den Cartoonisten von Charlie Hebdo.

Als Christ gibt es letztlich nur ein Kriterium, wie mit Redefreiheit, Religionskritik und auch -satire umzugehen ist, nämlich das des Paulus aus 1. Korinther 10,23:

Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.

Auch dieses Kriterium ist freilich weich und subjektiv. Aber es verweist darauf, dass ein gewisser Respekt und Zurückhaltung im Umgang miteinander wichtig ist – selbst dann, wenn es um Satire geht.

Und wenn ich etwas sehe, was ich geschmacklos und schlecht finde oder was sogar meine religiösen Gefühle verletzt – dann darf ich mein Missfallen äußern und erwarte, dass das zumindest zur Kenntnis und Ernst genommen wird. Das gehört zur Demokratie dazu. Und ich kann gegen solch eine Veröffentlichung sogar klagen. Auch das gehört zur Demokratie.

Nicht zur Demokratie gehört, denjenigen, von dem die (subjektiv empfundene) Blasphemie ausgeht, umzubringen. Und jeder, der auch nur annähernd versucht die Schuld an dem heutigen Terroranschlag den Opfern durch die Hintertür wieder zuzuschieben, weil sie sich mit ihren Veröffentlichungen nicht “zurückgehalten haben”, der schwächt unsere demokratischen Prinzipien. Das ist in etwa genauso wie wenn man einem Vergewaltigungsopfer vorwirft durch einen kurzen Rock dieses Verbrechen provoziert zu haben.

Karikaturisten dürfen im freien Europa geschmacklose Cartoons über Mohammed, über Jesus oder über sonstwen machen. Selbst wenn das dem ein oder anderen nicht gefällt, sie dürfen es. Blasphemie hin oder her.

#jesuischarlie

Mondlicht gegen Weihnachtsstern

Montag, 22. Dezember 2014 von Tobias

Man kann es bei der FAZ oder in sämtlichen anderen Medien nachlesen: Der Zentralrat der Muslime schlägt laut Bildzeitung angeblich gemeinsam mit Politikern vor, im Weihnachtsgottesdienst ein islamisches Lied zu singen. Für den Frieden und die Völkerverständigung. Sogar einen (Nachtrag: im Gegensatz zum Rest offensichtlich halbwegs ernst gemeinten) Vorschlag gibt es:

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, machte einen konkreten Vorschlag: „Tala‘a al-badru alayna“ („Heller Mondschein leuchtet“) des zum Islam konvertierten Cat Stevens, der nun Yussuf Islam heißt. „Das wäre ein wunderbares Zeichen des Friedens und der Anteilnahme“, sagte Mazyek.

Da überall von diesem Lied die Rede ist, habe ich danach gegoogelt und dann folgendes gefunden. Die ursprüngliche Quelle ist offensichtlich eine Seite für Salafismus in Facebook. Ich musste ob der Absurdität des Vorschlags von Herrn Mazyek tatsächlich lachen, als ich das gelesen hab.

Liebe Geschwister! Ich möchte die heutige Khotba mit einem Nasheed beginnen, der einst in Medina bei der Ankunft unseres geliebten Propheten(s.a.s) gesungen wurde:

Heller Mondschein leuchtet
oberhalb auf den Bergen von Wadä;
lasst uns Allahs Güte loben,
spüren wir doch stets seine Nähe’!

Bist uns gesandt, dir zu folgen,
Was du gesagt und getan.
Ehre für uns und Medina,
Sei gegrüßt, edelster Mann!

Mit diesem Nasheed begrüßten die Einwohner von Medina die Ankunft unseres Propheten Mohammad (s.a.s). Die Einwohner Median wussten ganz genau das mit der Ankunft ihres Gesandten, das Licht dieser Welt bei ihnen angelangt ist. Von nun an würde alles anders werden.

Es war schlichtweg der Anbeginn einer neuen Zeitrechnung für die Muslime, die nun im Besitz eines Staates und somit im besitzt eines Schutzes waren der sich durch seine Politik auszeichnete die auf der islamischen Aqida und somit auf die Gesetzgebungen Allahs fußte. Den trotz der vielen glorreichen Erfolge die die Muslime durch den Islam erlangt haben, ist und bleibt die Hijra der Muslime nach Medina der glorreichste Moment bei den Muslimen.

Denn mit der Hijra nach Medina, wurde die Errichtung eines islamischen Staates eingeläutet, der auf einen Schlag auf alle Menschen sowohl Muslime als auch Nichtmuslime die Gesetzgebungen Allahs anwandte, und somit einzig und allein nur den Gesetzgebungen Allahs Gültigkeit schenkte. Daher sind Ereignisse wie die Geburt unseres geliebten Propheten(s.a.s) oder der Sieg über die Quraisch in Mekka kein Vergleich zu der glorreichen Hijra der Muslime nach Medina.

[...]

Fassen wir nochmal zusammen: In diesem Lied geht es ursprünglich darum, dass im Propheten Mohammed der edelste Mann, das Licht der Welt (!) in Medina angekommen ist. Das war der Beginn der Zeitrechnung der Muslime, die Errichtung eines islamischen Staates (!), in dem einzig und allein Allahs Gesetze Gültigkeit haben.

Das in einem Weihnachtsgottesdienst zu singen, in dem wir feiern, dass Gott in Jesus (!) Mensch (und zwar zum edelsten Mensch) wurde und ER das Licht der Welt ist, ist doch absurd. Bei allem Verständnis für interkulturellen Dialog und Miteinander der Religionen… aber theologisch geht das überhaupt und ganz und gar nicht. Nicht einmal mit extrem viel gutem Willen.

Nachtrag:
Auf bildblog.de kann man die Entstehungsgeschichte dieser Meldung genau verfolgen. Wie das Zitat von Herrn Mazyek damit zusammenhängt, wird darin jedoch nicht erklärt. Herr Nouripour schreibt demnach auf seiner Facebook-Seite:

Der Vorschlag, wie er da steht, ist von der BILD-Zeitung – einem Politiker muslimischen Glaubens in den Mund gelegt. Mein Vorschlag war der eines Austauschs. Es würde auch vielen deutschen Moscheen gut zu Gesicht stehen, wenn dort die Weihnachtszeit besinnlich begangen werden würde.

Und hier steckt auch der Hund begraben. Denn der Vorschlag solch eines Austausches kann nur von einem Politiker kommen. Ein Theologe (auch ein islamischer) sieht das sicher ganz anders – und muss es auch anders sehen. Muslime können nicht Jesus als Sohn Gottes besingen. Und umgekehrt Christen nicht Mohammed als das Licht der Welt.