Komasaufende Killerspieler

Dienstag, 13. März 2007 von Tobias

Wie man bei Spiegel Online und Welt.de nachlesen kann, fordern Bundespolitiker von CDU und den Grünen eine generelles Alkoholverbot für Jugendliche.

Grund für diese Forderung ist die „Zunahme“ von Alkoholexzessen wie die des Jugendlichen, der in Berlin im Koma liegt.

Die FDP hält sich etwas zurück:

Die FDP sprach sich gegen ein generelles Alkoholverbot für Minderjährige aus. „Ich habe den Eindruck, Politiker beruhigen ihr Gewissen mit spontanen Aktionen“, sagte der drogenpolitische Sprecher, Detlev Pfarr. „Über Repression ist wenig zu erreichen“, argumentierte Pfarr. Die jungen Leute müssten lernen, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen. Daher sei mehr Aufklärung an den Schulen nötig.

Ich glaube, Pfarr hat recht. Nun, da die Killerspiel-Debatte gerade am Abflauen ist, bietet die Diskussion über das Komasaufen eine neue Möglichkeit zu Aktionismus. Natürlich ist es schlimm, wenn Jugendliche sich ins Koma saufen, und natürlich muss man versuchen, etwas dagegen zu unternehmen. Nur: Ein Verbot von Alkohol für Minderjährige wird nicht verhindern, dass dies wieder passiert. Weil genau wie bei den Killerspielen auch der Alkohol auf irgendeine andere Weise organisiert werden kann.

Um Kinder und Jugendliche nachhaltig und sinnvoll vor Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit zu schützen, braucht es mehr als ein Gesetz. Leider…

2 Reaktionen zu “Komasaufende Killerspieler”

  1. Wahnsinn Deutschland

    Ich les das jetzt heute ständig überall, aber wo gehts denn bitte mal zum Komasaufen? Habe eigene Flat-Pipeline – aber nix Koma, bin vorher immer schon müde und schlafe komafrei ein. Komisch. Vor allem, weil sich um mich wieder keiner Sorgen macht.

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