Monatsarchiv für Januar 2008

Noch mal DJ Tomekk

Dienstag, den 29. Januar 2008

Ich hatte ja DJ Tomekk schon als Dubbl des Monats bezeichnet, bin aber heute zufällig über etwas gestolpert, was zum Thema passt. Tomekk hat auf seiner Webseite ein Interview abgedruckt und zusätzlich den Hinweis dort stehen, dass er “noch vertraglich an RTL gebunden ist” und deswegen den Sachverhalt noch nicht endgültig aufklären kann.

Das folgende Video ist leicht propagandistisch, erklärt aber in der Tat ganz offensichtlich diesen Spruch über die Ausländer, den Tomekk gemacht hat.

Bleibt aber immer noch der Hitlergruß und das Deutschlandlied, was ihn dennoch einen Riesendubbl bleiben lässt.

Noch grotesker ist, was in diesem Zusammenhang von news4press.com erwähnt wird.

Ross Antony, sichtlich erleichtert und froh über den Sieg, könnte möglicherweise in den Skandal um das Nazi-Video des Dj Tomekk verwickelt sein. Ein Informant hatte vergangenes Wochenende brisantes Fotomaterial an eine britische Nachrichtenagentur weitergegeben. Auf einem der Fotos ist der Deutsch-Brite Ross Antony zusammen mit Shariar Ramzani zu sehen, wie der gerade mit einer kleinen Amateur-Kamera etwas in der Hotel Lobby filmt, in der Tomekk zur selben Zeit auch seine Nazi-Pose vollführt. Ramzani (derzeitiger Freund von Lisa Bund) dementiert jedoch irgendetwas mit dem Video zu tun zu haben und auch die Bildzeitung gibt an, den Urheber des Videos nicht zu kennen.

[...]

Letzten Informationen zur Folge hat die besagte britische Nachrichtenagentur 10.000 EUR ausgelobt für Denjenigen, der nachweist, dass zwischen Bildzeitung und dem Urheber des Videos ein Agrement bestand.

Die Aktion mit dem Geld find ich zwar lustig… aber ist das wirklich 10.000 € wert? Ich denke nicht.

Ab in den Blogger-Olymp!

Dienstag, den 29. Januar 2008

Ich habe es in die höchsten Sphären der deutschen Bloggerszene geschafft! Zumindest mit meinem Namen…

Ich zitiere aus dem Bildblog.de-Beitrag “Suche Publicity, biete Schlagzeile“:

Mit Dank an Ralph A., Alexander Z., Tobias S., Holger P., Stefan P. und tobito für den Hinweis.

Es ist allerdings bitter bis peinlich, dass ich ausgerechnet zu solch einem Thema auch noch besserwisserisch die Widersprüche gefunden hab (ich habe auf das YouTube-Video hingewiesen). Aber was solls… das war es wert, auf Bildblog zu kommen.

Java aufs Samsung U700 – direkt über USB

Montag, den 28. Januar 2008

Da hat man ein neues Handy, das Java-kompatibel ist… und dann sind weder Spiele drauf, noch hat man die Möglichkeit irgendwelche Games oder Anwendungen direkt drauf zu laden. Außer man zahlt, natürlich.

Nach etwas Frustration machte ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten, diesen Zustand zu beenden und wurde schnell fündig. Ich habe es also geschafft, Programme aufs U700 via USB zu überspielen, die sogar funktionieren. Kostenlose Programme zum Download gibt es übrigens z.B. auf getjar.com.

Ihr benötigt auf jeden Fall das Programm Bitpim sowie die Qualcomm USB-Treiber (Da ich nicht weiß, wie es da mit Copyright etc. aussieht nur der Google-Link. Mit ein bißchen rumsuchen in diversen Foren werdet ihr die Treiber aber finden).

  • Zuerst muss das Handy vorbereitet werden. Dazu gebt folgendes ein: *#0523#.
  • “#” so oft drücken, bis ein Menü mit dem Menüpunkt “[9] Common” auftaucht. 9 drücken und dann USB (6). Dort den Qualcomm-Treiber (2) auswählen. Danach raus aus dem Adminmenü (einfach zuschieben). Hinweis: Dasselbe Menü bekommt ihr auch, wenn ihr die Codes von weiter unten eingebt und im “Internals”-Menü auf “Test Mode” geht.
  • Wenn ihr jetzt das USB-Kabel verbindet, sucht er die Qualcomm-Treiber, die ihr dann auswählt und installiert (Keine Sorge, danach klappt auch PC Studio 3 noch ohne Probleme).
  • In den BitPim-Settings müsst ihr bei Phone “Other CDMA-Phone” auswählen und den richtigen COM-Port eingeben (vorher im Gerätemanager beim Qualcomm-Treiber nachschauen).
  • Wenn BitPim verbunden ist, seht ihr erstmal nix. Damit ihr das Dateisystem sehen könnt, muss im “View”-Menü beim Punkt “Show Filesystem” ein Häkchen gesetzt werden.
  • Nun könnt ihr unter “Media” den Unterordner “Games” erstelle, wenn es ihn nicht schon gibt. In diesen Ordner müssen die Programme. Aber Vorsicht: Am Anfang habe ich alles nur reinkopiert. Das hat genau ein Mal funktionert. Bis ich irgendwo gelesen hab, das es nur dann problemlos geht, wenn für jedes Spiel/Programm ein extra Ordner erstellt wird, in den dann JAR- und JAD-Datei (!) hineinkopiert werden.
  • Nach dem Kopieren und Trennen der USB-Verbindung müsst ihr noch mal ins Administrations-Menü durch Eingabe von *#6984125*#
  • Dann auf “Internals”, der Masterkey ist *#9072641*# . In den Internals zu den “Storage Settings” und dort “Update Java DB”. Jetzt aktualisiert das Programm die Datenbank und aktiviert die Spiele.

Nach diesem Verfahren hat es bei mir mit der Installation der Java-Applikationen geklappt. Natürlich geht das auch mehrfach, allerdings muss jedesmal das Java-DB-Update durchgeführt werden.

Videoblog: I will bloß den Haxa – ond des Floisch dazu!

Samstag, den 26. Januar 2008

Vorab: Lena ist bei ihren Eltern. Ansonsten hätte die mich so einen Quatsch sicher nicht machen lassen…

Hier exklusiv eine Videodokumentation des ultimativen Versuchs: Lothar-Feeling selbstgemacht.
Auf was man nicht alles kommt, wenn die nächste Besenwirtschaft 500km weit weg ist.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Es sind natürlich Knochen dran, aber die schauen vor dem Braten nicht raus (machen sie vermutlich beim Lothar auch nicht – hinterher ist man immer schlauer).

PS: Es hat geschmeckt… und morgen faste ich. Ha ha ha!

Neues Handy

Samstag, den 26. Januar 2008

Ich habe meinen Vetrag verlängert und ein neues Handy bekommen (natürlich kein Nokia, aber das hatte ich von vorneherein vor).

Gestern war ich damit beschäftigt, meine Kontaktdaten vom einen auf das andere Handy zu bekommen (was nicht so ganz einfach war). Dadurch, dass auf meiner SIM z.T. noch alte Handynummern aus Schulzeiten waren, war in meinen Outlook-Kontakten plötzlich Chaos. Ich hab erstmal aufgeräumt, habe jetzt aber bei einigen Leuten mehrere Handynummern. Aber das wird sich irgendwie klären.

Mein SGH U700 sieht ganz fesch aus, die Bedienung ist aber gewöhnungsbedürftig. Stärke ist auf jeden Fall die 3,2 Megapixel-Kamera, allerdings brauche ich dafür wohl noch eine Speicherkarte. Ich bin mal gespannt, wer der erste Anrufer darauf sein wird.

In Kürze bekomme ich übrigens auch noch eine Reeser Festnetznummer fürs Handy, dann wird der Anruf sogar billig ;-).

Noch ein kleiner Nachtrag…

Donnerstag, den 24. Januar 2008

… zum Fotowettbewerb. Letzten Freitag war die Preisverleihung im Rahmen eines Heimatabends des Heimatvereins zusammen mit den Landfrauen.

Auf www.fotowettbewerb-schwaikheim.de gibt es ein Bild der Preisträger, den dazugehörigen Zeitungsartikel der Winnender Zeitung kann ich leider nicht verlinken.

PS: Auf dem Heimatabend war ich übrigens der Jüngste… aber das bin ich aus meinem Beruf ja gewohnt.

PPS: Wie man am Hintergrund des Fotos sehen kann, war es für mich ein Heimspiel.

DJ Tomekk: Der Dubbl des Monats

Mittwoch, den 23. Januar 2008

Manchem mag aufgefallen sein, dass ich “Vote the Dubbl” sang- und klanglos eingestellt habe. Grund dafür war die mangelnde Beteiligung… als Gag gut, auf Dauer also eher langweilig.

Heute jedoch gibt es einen Kandidaten, der auf jeden Fall das Rennen für diesen Monat gemacht hatte: DJ Tomekk.

Wie man z.B. bei Spiegel.de nachlesen kann, wurde er aus dem Dschungelcamp geworfen:

Der TV-Sender RTL reagierte gestern Abend auf einen Bericht der “Bild”-Zeitung und nahm den Bewohner DJ Tomekk aus dem “Dschungelcamp”. In einem Video, das dem Blatt vorliegt, salutiert der 31-Jährige mit dem Hitlergruß und singt dazu “Deutschland, Deutschland über alles”. Außerdem sage der 31-Jährige zum Ende der Aufnahme: “So viele Ausländer hier im Haus.”

So eine Aktion ist in erster Linie dumm. So dumm, dass man es mit Worten gar nicht ausdrücken kann.

Tomekk reagierte angeblich folgendermaßen:

” [...] Das kann ich mir im Moment überhaupt nicht erklären. Insbesondere nicht als was ernst gemeintes.”

Auch den Vorwurf, dass er fremdenfeindlich sei, weist DJ Tomekk zurück: “Ich bin in Wedding groß geworden, das ist ‘n Berliner Bezirk mit weit über Durchschnitt Ausländeranteil. Meine Freundin ist schwarz und ich bin alles andere als fremdenfeindlich.”

Selbst ein DJ muss doch mitbekommen haben, dass man solche “Witze” nicht bringen darf, schon gar nicht im Fernsehen.
Ich glaube ihm sogar, dass er nicht fremdenfeindlich ist. Vermutlich hat er gedacht, dass das ja klar sein müsste und deshalb jeder diese Aktion nicht ernst nehmen würde.

Falsch gedacht, zu wenig gedacht, überhaupt nix gedacht. War alles umsonst, die ganze selbstdarstellerische Dschungelkiste… Schau mal hier.

Sprüche über das Internet

Freitag, den 18. Januar 2008

Nachlesenswert: Die 50 besten Zitate übers Internet.

Achtung! Nicht immer witzig, manchmal auch schockierend…

Jahresstatisik

Freitag, den 18. Januar 2008

Nachdem mein Counter nun ziemlich genau ein Jahr gelaufen ist, hier eine kleine Statistik:

  • Besucher gesamt: 38409
  • Besucher pro Tag: 104,37
  • max. Besucher pro Tag: 296 (am 08.10.2007)
  • Seitenaufrufe gesamt: 263479
  • Seitenaufrufe pro Tag: 715,98
  • max Seitenaufrufe pro Tag: 1878 (am 06.10.2007)

Die Seitenstatistik ist etwas verfälscht, da eine Zeit lang sehr viele Spamkommentare zu bestimmten Seiten von Bots gemacht wurden.

Von den Suchwörtern her sind die TOP 10 bezeichnenderweise nicht diejenigen, die man denkt, bzw. die ich eigentlich gerne hätte. Aber seht selbst:

  1. Schneider
  2. Tobias
  3. Kebekus
  4. lustige
  5. Carolin
  6. straßennamen
  7. bildzeitung
  8. anne
  9. behnert
  10. 55555117

“Theologie” schafft es immerhin auf Platz 29.

Soll man Nokia boykottieren?

Freitag, den 18. Januar 2008

Die Politiker machen es vor (Spiegel.de):

SPD-Fraktionschef Peter Struck treibt es mit den symbolischen Gesten auf die Spitze und hat laut “Bild” sein Nokia-Handy abgeschafft. “Was Nokia in Bochum vorhat, ist eine Riesensauerei. Ich habe heute mein Büro gebeten, mir ein anderes Handy zu besorgen”, sagte Struck dem Blatt zufolge. Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) lasse sogar prüfen, ob ein Nokia-Boykott des gesamten Ministeriums zulässig ist. “Ich habe den Leiter unserer Zentralabteilung angewiesen, zu schauen, ob und unter welchen Bedingungen wir bei Nokia aussteigen können.”

Mal abgesehen davon, dass die paar weniger Handys Nokia kaum jucken können – es ist dennoch eine starke symbolische Geste. Aber ist sie auch sinnvoll? Meines Erachtens nur, wenn Nokia tatsächlich eine “Subventionsheuschrecke” ist. Aber das ist offensichtlich nicht klar, das Wirtschaftsministerium mahnt zu Sachlichkeit.

Ich habe noch nie ein Nokia-Handy besessen, und werde mir vermutlich auch keines kaufen. Ich boykottiere also quasi mit.

Meine Frage ist jedoch in der Tat, ob ein Boykottaufruf tatsächlich gerechtfertigt wäre.

Der noch größere Lauschangriff

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Bei Spiegel.de (“Schäuble will weitere Lockerungen“) heute gesehen:

Abgeordnete, Strafverteidiger und Geistliche sollen künftig vor Abhörmaßnahmen des BKA nicht mehr absolut geschützt sein. In den jüngsten Entwurf des neuen BKA-Gesetzes ist der Abhörschutz weiter eingeschränkt worden, bestätigte das Bundesinnenministerium.

[...]

Demnach sollen im Einzelfall auch Telefone und Räume bislang besonders geschützter Berufsgruppen abgehört werden können [...]

Was soll man dazu noch sagen?
Wann wird endlich die Gedankenlesmaschine erfunden, dann könnte Schäuble sogar noch in die Köpfe der Menschen sehen. Dann wäre er vielleicht zufrieden…

Der Spießer und seine Schuld

Mittwoch, den 16. Januar 2008

Nachlesenswert: Der Zeit-Autor Jens Jenssen hat in seinem Video-Kommentar einen Diskussionsbeitrag zum Angriff der ausländischen Jugendlichen auf den Rentner in der Münchner U-Bahn geliefert.

Unter anderem sagt er darin:

Man fragt sich doch, ob dieser Rentner, der sich das Rauchen in der Münchener U-Bahn verbeten hat und damit den Auslöser gegeben hat zu einer zweifellos nicht entschuldbaren Tat, eben sicher nur in der Kette einer unendlichen Masse von Gängelungen, blöden Ermahnungen, Anquatschungen zu sehen ist, die der Ausländer, namentlich der jugendliche, hier ständig zu erleiden hat.

Das nimmt die Bildzeitung zum Anlass, gegen ihn zu schießen. Und “kritische” Kommentare zu Jenssens Beitrag sind in großer Zahl eingegangen, wie man bei der Zeit selbst nachlesen kann.

Zur Qualität der Kommentare lasse ich mich an dieser Stelle nicht aus, sie zeugen wieder einmal davon, wie rabiat, besserwisserisch und radikal einzelne Elemente der Gesellschaft gegen Meinungen vorgehen, die nicht dem Mainstream (oder ihrem persönlichen Eindruck davon) entsprechen.

Ich möchte jedoch an dieser Stelle auf Jens Jenssens Antwort bei der Zeit verweisen (“Erschrocken“), wo er sich zu den Vorwürfen aus den Kommentaren äußert.
Sowohl den Vorwurf des “1. Klasse-Fahrers” als auch den des verkappten Leninisten entkräftet er und hält gleich zu Beginn fest:

Keineswegs habe ich, wie mir die meisten unterstellen, die an der Münchener Gewalttat beteiligten Ausländer zu rechtfertigen versucht. Die Pointe bestand ja gerade darin, dass es sich um bekannte Intensivtäter handelte, die für die Masse der hier lebenden ausländischen Jugendlichen gerade nicht repräsentativ sein können: umso fragwürdiger, dass an den Münchner Vorfall eine Ausländerdebatte geknüpft wurde.

Auch wenn ich den Beitrag von Jenssen an vielen Stellen für überzeichnet halte – damit hat er Recht. Denn es ist kaum verwunderlich, dass die Intensivtäter auf diese Weise reagiert haben. Die Frage ist doch: Hätten alle ausländischen Jugendlichen so reagiert und den Rentner verprügelt? Hier kann man meines Erachtens nicht “ja” sagen, aber es gibt einige in Deutschland, die so tun, als könne und müsse man das.

Natürlich sind die Täter schuld an der Tat, und nicht der Rentner. Man darf jedoch tatsächlich nicht unterschlagen, dass die Ursache der Tat der Hinweis des Rentners auf das Rauchverbot war. Damit hatte er natürlich Recht. Aber Recht haben allein hilft nicht – schon gar nicht gegen unerschrockene Kriminelle (die ja, wie der Ausdruck kriminell schon zeigt, eben nichts vom Recht halten).

Hätte er deutsche Jugendliche mit ähnlichem kriminellen Hintergrund darauf hingewiesen, wäre der Effekt unter Umständen der gleiche gewesen. Nur, dass dann weder Koch noch die Bildzeitung einen Grund für die Aktionen der letzten Wochen gehabt hätten.

Nochmal Jenssen:

Und ich beharre allerdings darauf, dass Deutschland ein Spießer-Problem hat. Und dass in diesem Land mit unerbetenen und zudringlichen Ermahnungen, Ratschlägen, Besserwissereien und scheelen Blicken jeder Ausländer schlechte Erfahrungen macht, auch Briten, Franzosen oder Österreicher.

Ich glaube, er hat damit zumindest nicht völlig unrecht. Schlechte Erfahrungen mit Einheimischen machen aber alle Ausländern überall in der Welt… in manchen Ländern werden sie belächelt, in manchen mißtraut man ihnen, bei uns ermahnt man sie besserwisserisch und in den meisten Ländern werden sie einfach nur beschissen.

Dschungelcamp – mal genau hinschauen

Dienstag, den 15. Januar 2008

Der RTL-Schwachsinn geht in die dritte Runde: das Dschungelcamp ist wieder da.

Nachdem das ZDF bei der letzen Staffel über die wirklichen Umstände dieser B-Promi-Gedächtnissendung berichtet hat (YouTube-Video), haben die beiden Moderatoren wohl beschlossen, mit diesen “falschen” Wahrheiten aufzuräumen.

Dirk Bach und die Zietlow haben also aus ihrer Hängekonstruktion, quasi dem Outdoor-Studio über den Bäumen des Dschungels, den Vorwurf, das alles wäre gar nicht echt, aufgegriffen und mit einem furiosen Kameraschwenk “bewiesen”, dass es sehr wohl mitten im Dschungel ist.

Das Wipfelstudio wohlgemerkt. Wenn man genau hinsieht, dann stehen die Moderatoren zwar öfter an einer Brüstung und suggerieren, dass dort unten die Promis wären… man kann jedoch gelegentlich sehen, dass dort unten auch nur weitere Hängebrücken sind. Über dem richtigen Camp wäre jedoch eine Plane – denn sonst wären die Promis viel nässer bei dem Dauerregen. Und Kameras. Viele Kameras. Das Camp kann also nicht unterhalb des Studios sein.

Das bedeutet: Das Wipfelstudio und die Hängebrücken sind dort, wo viele Bäume sind, also vermutlich sowas ähnlichem wie einem Dschungel. Das sagt über die Echtheit des Camps aber leider überhaupt nichts aus – es ist vermutlich mehrere 100 m (oder weiter) vom Studio entfernt und könnte therotisch sogar in einer Halle sein – die Zuschauer würden es nicht merken. Den “Beweis” hätte sich RTL also sparen können… der überzeugt nur Menschen, die zu faul zum Denken sind

Wer das Dschungelcamp ansieht, muss sich spätestens morgen, wenn als Dschungelprüfung ein “Promi” in die Kanalisation (!) muss, darüber im Klaren sein, dass die Sendung eine Unterhaltungs-Show ist. Mit Betonung auf Show.

Kopfnoten für alle

Montag, den 14. Januar 2008

Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit

Das sind die Punkte, in denen Schüler in NRW diese Woche zum ersten Mal Noten erhalten, die sogenannten Kopfnoten (“Kopfnoten sind wie Pickel“). Für die umfangreichen Zeugniskonferenzen fällt sogar teilweise der Vormittagsunterricht aus.

Ich frage mich, welche Noten wohl die Verantwortlichen in Oberschulämtern und Kultusministerium für diese Idee von den Lehrern bekommen würden.
Wäre es nicht sinnvoller, statt der Diskussion über Sozialkompetenz, Konfliktfähigkeit und ihrer Bewertung in dieser Zeit etwas zur Förderung dieser Punkte bei den Schülern zu unternehmen?

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Freitag, den 11. Januar 2008

Die Sensation ist perfekt: Der neue Bayern-Trainer wird Jürgen Klinsmann!

Die Bildzeitung fragt sich gleich “geht das gut?” – und zurecht. Für Bild könnte das nämlich auch eher negativ sein, ist doch Klinsi immer jemand gewesen, der von der Bildzeitung wenig hielt und ihr auch nicht die “Rechte” eingeräumt hat, die sie gerne hätte.

Witzig finde ich auch, dass sich Bayern ausgerechnet Klinsi geholt hat – der ein Sturkopf ist und evtl. Dinge eben nicht so macht, wie es die hohen Herren gerne wollen. Noch dazu haben eben jene hohe Herren Klinsi sogar in seiner Zeit als Nationaltrainer ziemlich kritisiert. Zu Unrecht, wie sich später herausstellte, und später haben das natürlich auch alle nicht so gemeint und sind inzwischen voll des Lobes. So sehr, dass sie ihn jetzt zu ihrem Trainer gemacht haben. Die werden sich unter Umständen noch wundern…
Wie wird dass den überhaupt, frage ich mich: Bleibt er in Amerika wohnen und fliegt wieder hin und her? Das wäre extrem, aber auch extrem cool. Waren nicht Beckenbauer und Hoeneß die, die diese Tatsache vor der WM so furchtbar schlecht fanden?

Eine weitere lustige Sache ist, dass mit Klinsi ausgerechnet ein Stuttgarter Bayern-Trainer wird und dass sicher viele Bayern-Fans ihn eigentlich gar nicht so sehr mögen.

Dumm finde ich persönlich, dass ich jetzt in einem Dilemma stecke. Eigentlich finde ich Klinsmann super, aber für die Bayern kann ich trotzdem nicht sein… so ist Fußball.

PS: Matze, was sagst du denn dazu? Ha ha ha ha ha!