Monatsarchiv für Dezember 2006

Werbefilm für Jesus

Sonntag, den 24. Dezember 2006

Idea.de berichtete von einer Werbeagentur, die einen Jesus-Kurzfilm produziert hat und ihn dem Jesus-Center in St. Pauli geschenkt hat.

Der Kurzfilm wird in der Weihnachtszeit in einem Hamburger Kino gezeigt. Nach Angaben von Tom Hauser von der Agentur macht der Film auf verblüffende Weise deutlich, „dass Jesus nach wie vor unter den Menschen weilt.“


Frohe Weihnachten

Samstag, den 23. Dezember 2006

Frohe Weihnachten mit der Zosse-Posse

Faulen und Fresse polieren

Donnerstag, den 21. Dezember 2006

Weihnachten, das Fest des Friedens. Manch einer nutzt die besinnliche Zeit, um ein wenig über die “fairsten” Sportszenen des vergangenen Jahres nachzudenken… :-)

Man sollte sich mal überlegen, ob man nicht Sport verbietet. Bei so viel Gewalt! Das sind doch alles potentielle Amokläufer…

Frisierte Stimmungsschwankungen

Dienstag, den 19. Dezember 2006

Es ist interessant, wie sich die Grundstimmung in der Berichterstattung über den “berühmtesten Arbeitslosen Deutschlands”, Henrico Frank, in den letzten Tagen entwickelt hat. Ich beziehe mich in der folgenden Aufstellung auf Bild.de und Spiegel.de.

Am 13. berichteten beide Blätter über die Pöbelattacke und die Antwort Becks.
Bild.de:

Dann der Auftritt von Henrico Frank (37): Der Arbeitslose – lange strähnige Haare, Nasenpiercing, Zottelbart – drängelte sich an den SPD-Chef heran, brüllte: „Sie sind für Hartz IV verantwortlich – und ich habe keinen Job …!“
Beck drehte sich um, rief dem offenbar alkoholisierten Arbeitslosen zu: „ Wenn Sie sich waschen und rasieren, dann haben Sie in drei Wochen einen Job!“

Spiegel.de:

Wirbel um Kurt Beck: Ein Arbeitsloser beschimpfte ihn auf einem Weihnachtsmarkt wegen Hartz IV. Da riet ihm der SPD-Chef, er müsse sich nur waschen und rasieren, schon “haben Sie in drei Wochen einen Job”. Beck versucht sich jetzt in Vorwärtsverteidigung – FDP und Union greifen ihn an.

Während im Bild-Artikel die Stimmung ironisch bis ausgewogen ist, kritisiert der Spiegel Beck und zieht dazu auch Äußerungen anderer Passanten und von FDP und Union heran. Beide weisen jedoch darauf hin, dass Beck dem Arbeitslosen helfen will.

Ganzen Artikel lesen…

Tynn, die Sau

Sonntag, den 17. Dezember 2006

Ich habe bei der Überprüfung meiner theglade-Metatags heute zufällig “Tynn” bei Google eingegeben – und bekam eine Vielzahl von (norwegischen) Ergebnissen. Also habe ich nach einer Übersetzung gesucht, und ein Deutsch-Norwegisches-Onlinewörterbuch auf Heinzelnisse.info gefunden.
Dort ergab die Suche nach “tynn” unter anderem folgendes:

tynn (adj.) : dünn, spärlich

tynner : Verdünner

tynntarm: Dünndarm

tynnleppet multe: Großköpfige Meeräsche

Vielleicht war ja derjenige, der “Tynn” damals auf Matzes Mathe-LK-Tisch geschrieben hat, ein Norweger?

Sabbatschänder extrem

Sonntag, den 17. Dezember 2006

Während bei uns die Diskussion um Ladenöffnungszeiten am Sonntag relativ gemäßigt verlaufen, ist das in Israel etwas anders. Israelnetz berichtet vom Boykott gegen die Fluggesellschaft El Al.

Die israelische Fluggesellschaft El Al spürt allmählich die Folgen eines inoffiziellen ultra-orthodoxen Boykotts – sie schätze die täglichen Verluste auf rund 180.000 Euro, hieß es aus einer internen Quelle.

Bisher haben die ultra-orthodoxen Rabbiner keinen offiziellen Boykott ausgesprochen. Doch viele Mitglieder ihrer Gemeinschaft weichen auf andere Fluggesellschaften aus. Wenn ein ultra-orthodoxer Jude einen Rabbiner danach fragt, wird er den Rat bekommen, El Al zu meiden. Der Grund: Vor zwei Wochen waren El Al-Flugzeuge entgegen den sonstigen Gepflogenheiten nach Schabbat-Beginn in der Luft gewesen.

[..]

Andere Fluggesellschaften scheinen hingegen ihre Chance auf dem ultra-orthodoxen Markt zu sehen. Air Canada hat am Mittwoch in einer Zeitung der Glaubensgruppe inseriert. Die Gesellschaft versprach Vorteile für Passagiere und koschere Mahlzeiten.

Man stelle sich das mal übertragen auf Deutschland vor: Strenggläubige Katholiken und Protestanten boykottieren Shell wegen der sonntäglichen Öffnung der Tankstellen (und zwar so, dass es merkbar ist). Daraufhin schließt Aral alle Tankstellen am Sonntag, bietet zusätzlich täglich Messen und Kurzandachten zu jeder vollen Stunde und verkauft Weihrauch, Gesangbücher und Bibeln. Das wär doch mal was!

Andererseits habe ich auch nach längerem Suchen keine Stelle in der Tora gefunden, an der steht, dass während des Sabbats keine Flugzeuge in der Luft sein dürfen. Aber vielleicht hab ichs auch überlesen…

Burnsday!!!!

Samstag, den 16. Dezember 2006

Heute ist mal wieder Burnsday! Vor 12 Jahren hat der Kranz gebrannt! Ich habe die Geschichte ja bereits im Kieler Logbuch im Jahr 2004 erzählt, daher hier nochmal der Beitrag als Zitat:

Leute, wisst ihr was heute ist? Burnsday! Ja, heute vor zehn Jahren (Gott, bin ich alt…) hat der Kranz gebrannt!!! Und es ist Zeit endlich die ganze Geschichte zu erzählen, nachdem viele schon so oft gefragt und spekuliert haben.

Also, es war so: Am Do, den 15.12.94 hing der Adventskranz noch schön direkt über meinem Kopf in Zimmer 304. Allerdings war er aus. Dann kam Steffi auf die glorreiche Idee, dass man doch die Kerzen anzünden könnte. Daraufhin wollte Heidrun unbedingt die Kerzen anmachen, stieg auf Steffis Tisch (die hinter mir saß) und zündete die Kerzen an. Und sie brannten… und brannten mittags… und als der Unterricht schon längst vorbei war brannten sie immer noch… und brannten abends… und brannten runter… und brannten weiter… die Schnur brannte… alles fiel runter und brannte weiter… und der Kranz brannte… und er brannte sich in den Linoleumboden (direkt an meinem Platz)… und der Duft des schmorenden Linoleumbodens durchdrängte das ganze Schulhaus… und siehe, es war ein großer Nebel im Raum 304. Und als wir morgens mit dem Fahrrad auf das Schulhaus zufuhren, war Licht in unserem Zimmer und wir wunderten uns. Vor allem, weil die Fenster auch so milchig waren… Jedenfalls war erstmal kein Unterricht und Schweiges war noch ganz gelassen. Erst in der dritten Stunde kam er nochmal leicht angesauert in unser Ausweichzimmer und verkündete, dass die Schule jetzt ausfällt, weil Kinder über Kopfweh klagen würden (man erinnere sich an den Duft des Linoleums im Haus, der sich noch verstärkt hatte, weil die Klimaanlage angeworfen wurde und alles nochmal schön verteilte).
Die Feuerwehr entlüftete daraufhin das Schulhaus am Wochenende (zum Glück war Freitag) und alle waren dankbar und froh, dass die Schule ausgefallen war.

Das ist der Grund, liebe Lessing-Schüler, dass in Raum 304 vier Bodenplatten eine andere Farbe als der Rest des Bodens haben. Denn siehe, es gibt keinen Schüler mehr an der ganzen Schule, der dieses alles miterlebt hat.. *schnüff*

Schweinehals.de-Inhalte wieder online!

Samstag, den 16. Dezember 2006

Nachdem ich das Archiv von theglade auf Vordermann gebracht hatte, ärgerte es mich, dass schweinehals.de noch immer offline war. Also habe ich einige der alten Inhalte ins theglade-Archiv eingebaut und die Seite darauf umgeleitet.

Es ist relativ unwahrscheinlich, dass ich irgendwann mal wieder etwas auf schweinehals.de mache, aber immerhin gibt es jetzt wieder Zugriff auf das Beste aus 3 Jahren Schweinereien. Freut euch auf Herrn Indiefresse, das Dreckschwein und Bild der Sau!

BW gegen SH

Samstag, den 16. Dezember 2006

Mit dem aktuellen Spiegel.de-Artikel “So sozial sind die Bundesländer” wurde ich an eine alte Diskussion in meinem Beitrag “Omas Albtraum” erinnert. Es ging darin um eine Aufzählung von Vorteilen und Nachteilen der Bundesländer Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein zwischen Joachim, Katja und mir.

Ich zitiere nun den Spiegel-Artikel:

Der Stuttgarter Ministerpräsident Günther Oettinger ist stolz. Baden-Württemberg ist nicht nur das reichste, sondern auch das sozialste Bundesland in Deutschland.
[..]
Sozialer Verlierer ist laut Studie Schleswig-Holstein – von Platz 2 auf Platz 8.

Matt!

Update auf theglade

Freitag, den 15. Dezember 2006

Das Archiv von theglade hatte ein Update bitter nötig. Wirklich viel habe ich nicht gemacht, nur die Übersicht der Domains ist jetzt wieder aktuell. Ebenso sind alle Zosse-Posse-Tiere auf dem neuesten Stand.
Nachdem ich mehrfach darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass die Bildergalerie “27 Jahre Tobi” seit 2005 nicht mehr weitergeführt wurde, ist dies nun zum Jahresende ebenfalls geschehen. Viel wird in diesem Jahr eh nicht mehr passieren, wenn man vom Zosse-Posse-Weihnachtsessen und Silvester mal absieht ;-)

Killerspiele für Christen

Donnerstag, den 14. Dezember 2006

Über unsere Killerspiel-Debatte (von der man in den letzten Tagen gar nichts mehr hört… komisch) kann man in den USA nur lächeln. Dort gibt es bereits eine verschärfte Version: Killerspiele mit “christlichem” Inhalt. Spiegel.de berichtet im Artikel “Glaub oder Stirb” über die radikal-christlichen Spielemacher.

“‘Left Behind: Eternal Forces’ ist eine gewalttätiges Videospiel, in dem wiedergeborene Christen versuchen, alle zu missionieren oder zu töten, die nicht ihrer extremen Ideologie folgen”, sagte ein Sprecher der Gruppe “Campaign to Defend the Constitution”. “Nachdem man jemanden getötet hat, muss man die eigenen Seelenpunkte wieder aufladen, indem man betet – ich denke, die Botschaft ist außerordentlich deutlich”, so der Sprecher.

Nun ja, die Idee ist innovativ… ähnliches gibt es in zahlreichen Filmen, ich verweise nur mal auf die “Gods Army”-Serie. Ich fühlte mich sofort daran erinnert:

Das Spiel basiert auf der in den USA extrem populären Buchreihe “Left Behind”, die in einem postapokalyptischen Amerika spielt. Gott hat die Gläubigen zu sich genommen, auf der Erde zurück bleiben die Verzweifelten, die nun im ständigen Kampf mit dem Satan und seinen Truppen liegen.

Kritik am Spiel wird scharf zurückgewiesen, schließlich geht es ja darin gar nicht ums Töten.

In Wahrheit gehe es nicht in erster Linie um Gewalt, sondern darum, “dass das Spiel Gebete und die Verehrung Gottes fördert”. Töten im Namen Gottes gebe es darin nicht. In einer etwas bizarren Wendung angesichts des tatsächlichen Marktes für Video- und PC-Spiele – der von Sportspielen dominiert wird – fügte er hinzu: “Es wird natürlich getötet, es ist schließlich ein Videospiel.”

Es geht nicht in erster Linie ums Töten? Aber das sagen die Counterstrike-Hersteller doch auch. Man sollte das mal unseren Politikern erzählen, die würden vielleicht sogar die christlichen Fundamentalisten verbieten aus Angst vor Amokläufen. Denn was könnten solche Spiele für Folgen haben? Amokläufe von christlichen Fundamentalisten unter Gothic-Fans? Pietisten, die Gemetzel auf Homo-Festivals veranstalten? Ich weiß es nicht..
Es bleibt nur die Hoffnung, dass das Spiel trotz guter Verkaufszahlen nur mäßigen Erfolg haben wird. Und diese Hoffnung ist berechtigt:

[..] mancher Käufer dürfte die Entscheidung trotz aller Begeisterung für die religiösen Untertöne aber schnell bereuen. Das Spiel gilt der Fachpresse nämlich als ziemliche Niete: Es sei grafisch nicht auf der Höhe der Zeit, die Bedienung umständlich und auf Dauer schlicht lästig.

Türkische Ungerechtigkeiten

Dienstag, den 12. Dezember 2006

Erdogan ist stinkesauer. Spiegel.de berichtet, dass er der EU unfaire Entscheidungen vorwirft.

Die Forderung der EU, dass die Türkei ihre See- und Flughäfen für das EU-Mitglied Zypern öffnen müsse, sei “eine Ungerechtigkeit gegenüber der Türkei”, sagte Erdogan heute vor Abgeordneten. Die EU sei nicht in der Lage, den Konflikt um die geteilte Mittelmeerinsel Zypern zu lösen.
[..]
Die geforderte Anerkennung des EU-Mitglieds Zypern bezeichnete Erdogan als “Ungerechtigkeit”. Die Türkei habe das sogenannte Ankara-Zusatzprotokoll, das eine Ausweitung der Zollunion auf die neuen EU-Mitglieder vorsieht, nur unterzeichnet, weil sie mit einem Ende der internationalen Isolierung des türkisch kontrollierten Nordens gerechnet habe. Erdogan bekräftigte den Wunsch nach einer “gerechten, dauerhaften und umfassenden Lösung” des Zypernproblems im Rahmen der Uno.

Ich frage mich, was es aus Sicht der Türkei bringen soll, das Problem an die Uno weiterzugeben. Erstens juckt die Uno nicht, ob die Türkei in der EU ist oder nicht. Und zweitens steht auf der Info-Seite des Auswärtigen Amtes über Zypern:

Die Herrschaftsgewalt der Regierung erstreckt sich seit 1974 de facto nicht auf den Norden der Insel. Dort hat sich unter dem Namen “Türkische Republik Nordzypern/Türk Kuzey Kibris Cumhuriyeti” ein von der Staatengemeinschaft mit Ausnahme der Türkei nicht anerkanntes Gebilde mit eigener “Regierung” etabliert.

Die Türkei kann doch nicht erwarten, dass sich plötzlich alle (die Staatengemeinschaft) nach ihr richten sollen?
Erdogan wirft der EU fehlende politische Weitsicht vor. Ich vermute eher, dass bei der Türkei die Weitsicht bisher gefehlt hat. Sie hätten sich doch denken können, dass eine EU mit Mitgliedsland (!) Zypern nicht einfach über die Nichtanerkennung dieses Mitgliedslandes hinwegsieht! Wenn die Türkei in die EU will, dann ist es doch nicht Sache der EU, Kompromisse einzugehen. Dass die Verhandlungen jetzt erst (teilweise) ausgesetzt wurden, ist meines Erachtens bereits ein großes Entgegenkommen.

Ich verstehe diese Denkweise und die fordernde Haltung der Türkei nicht. Die Position der EU und der UNO zu Zypern ist eindeutig. Die Türkei muss Zypern anerkennen und ihre Häfen und Flughäfen öffnen. Solange dies nicht geschieht, muss die Antwort der EU sein: “Du kommst hier net rein!”

Nochmal HSV (HSV-Fans gegen Bild 2:0)

Dienstag, den 12. Dezember 2006

Die Bildzeitung spricht heute davon, dass der “HSV immer chaotischer” wird und schildert dann ebenfalls den Hergang mit den einleitenden Worten:

Der HSV steht auf einem Abstiegs-Platz. Jetzt passte sich auch ein Großteil der Mitglieder dem Niveau an….

Zweitligafans haben also kein Niveau? Aha. Und ich dachte immer, die Bildzeitung würde die Niveaulosen ansprechen. Da hab ich mich wohl geirrt… die lesen wahrscheinlich FAZ.

Wesentlich interessanter ist der Artikel über HSV-Spieler Atouba. Unter der Überschrift “Plötzlich haben ihn alle wieder lieb” schreibt Bild.de:

Die Fans feierten den Verteidiger gegen Nürnberg (0:0) mit Plakaten („We love you Atouba“) und Sprechchören, seine Mitspieler machen sich stark für ihn.

Plötzlich lieben alle Atouba!

Dabei war der Profi gegen ZSKA Moskau (3:2) noch ausgerastet, hatte den Zuschauern viermal den Mittelfinger gezeigt.

Unverständlich ist das vor allem für die Bildzeitung selbst. Hatte sie doch letzte Woche im Artikel “4x Stinkefinger – kein Rauswurf!” seinen Rauswurf gefordert:

Die Witz-Strafe: Atouba muss 50 000 Euro zahlen, die in Fan-Projekte fließen. Dazu ist er vereinsintern nur zwei Spiele gesperrt.

Ein Skandal! Atouba beleidigt alle Fans – und darf weiter seine Millionen kassieren. Beim HSV verdient der Afrikaner 1,2 Mio Euro Jahres-Gage. Bis 2009.

Man prophezeite ihm auch weitere Pfeifkonzerte:

Bei den Zuschauern ist Atouba unten durch. Patrick Grützner (27) vom Fan-Klub „Chosen Few“: „Mit dieser Aktion wollte Atouba seinen Abgang provozieren.“ Im Januar soll der Kameruner wieder für den HSV auflaufen. Da droht ihm das nächste Pfeif-Konzert…

Dass die Zuschauer aber jetzt hinter Atouba stehen, passt nicht ins Weltbild der Bildzeitung. Ebenso wie der Rauswurf der Presse bei der Versammlung. Die Atouba-Aktion von Bild war der Versuch einer Stimmungsmache, die bei den Fans gescheitert ist. Ein Teil der Fans hat geantwortet und per Stimmungsmache die Presse ausgeschlossen. Beim HSV ist eben alles anders. Mal sehn, wie die Bildzeitung reagiert..

Presse raus!

Dienstag, den 12. Dezember 2006

Spiegel.de berichtet heute gleich in zwei Artikeln (Hamburger SV: Rote Karte für die Presse), dass es bei der Hauptversammlung des HSV zu einem Bundesliga-Eklat kam.

Nach Tumulten und Schmährufen gegen die Presse stimmte in einer schriftlichen Abstimmung die Mehrheit der 1589 anwesenden Mitglieder für den Ausschluss der rund 50 Reporter, Fotografen und Kamerateams, die mit “Auf Wiedersehen”- Gesängen aus dem Saal des Hamburger Congress Centrums geleitet wurden.

Das war wohl ziemlich bitter für die Presse, aber sie musste die “demokratische Entscheidung” akzeptieren. Wie es zu dem Ausschluss kam, ist eigentlich gar nicht klar, was die Sache noch bitterer für die Reporter machte:

Die waren umso fassungsloser, da die Attacke auf die Presse offenbar spontan entstanden war. Niemand wusste recht zu erklären, wie die Sprechchöre einer klaren Minderheit die Stimmung schließlich völlig zum Kippen brachte und immer mehr Gegner einer zumindest halböffentlichen Versammlung mobilisierten.

Mal abgesehen davon, dass die Hauptversammlung später ohne Ergebnis oder Entlastung der Vorstands abgebrochen wurde, finde ich den Rausschmiss der Presse schon wieder irgendwie lustig. Die Medien (besonders die Bildzeitung) machen doch ständig vor, wie die Meinung einer Gruppe plötzlich die Gesamtstimmung umkippen lassen kann. Diesmal ging es aber mal gegen die Presse…
Es ist durchaus verständlich, dass bei den Anhängern des “unabsteigbaren” HSV die Nerven inzwischen blank liegen. Und dass man irgendjemandem eine reindrücken wollte. Und wer bietet sich da besser an als die Presse, die sowieso oft bei den Fans Anlass zu Ärger gibt? Natürlich wird ein Ausschluss der Reporter nicht dazu führen, dass die Medien weniger oder besser über den HSV berichten, aber zumindest hat man ihnen mal gezeigt, dass es auch ohne sie geht.

Oje, oje…

Montag, den 11. Dezember 2006

Ich habe heute (vermutlich unglücklicherweise) festgestellt, dass beim Metzger im Real marinierte Holzfällergrillscheiben total günstig sind. Noch günstiger als Hals! Und die schmecken auch noch super!

Ich muss zwar anmerken, dass ich heute das Mittagessen ausgelassen habe, aber ich glaube, ich hätte auch sonst ohne Probleme das ganze Ding verdrücken können. Zum Glück habe ich nen Stepper… aber ob der gegen Holzfällersteaks ankommt? Ich glaube nicht…