Archiv der Kategorie 'Games'

Wichtiges Update von LOZP

Mittwoch, den 14. Oktober 2009

An alle, die evtl. Legend of Zosse-Posse spielen:

Unbedingt die neueste Version benutzen, da ihr sonst Armin niemals zum Strahlen bringen könnt (Totalabsturz!). Version Beta 0.2c vom 14.10.2009 gibt es hier: Legend of Zosse-Posse

Das Militär und die Computerspiele

Sonntag, den 10. Mai 2009

Ich habe es schon so oft gelesen, auf deutsch und auf englisch (meist von Deutschen geschrieben). So oft, dass es einfach stimmen muss:

Solche Spiele wurden entwickelt in den USA, um Soldaten ihre Hemmungen zu nehmen. Entweder sitzen in den Think-Tanks der Militärs putzig-weltfremde Naivlinge. „Oder wir erkennen an, dass die Spiele schädlich sind.“

Ich muss dazusagen: Ich weiß nicht, ob es stimmt. Ich habe keine Ahnung, wofür das US Militär tatsächlich Computerspiele benutzt. Aber ich habe etwas auf der Homepage der US Army gefunden: „History of Military Gaming“

In today’s personal-gaming age, Smith said entertainment games and technologies are being modified and used in the military domain, and traditional games have been re-tooled for casual gamers and sold for entertainment.

„We are much more comfortable with using entertainment technologies for military training today,“ Smith said. Military-training simulations like JANUS and SIMNET have been incorporated into simpler commercial games. „America’s Army,“ a modification of Unreal Tournament;“ DARWARS Ambush,“ and adaptation of „Operation Flashpoint;“ and X-Box’s „Full Spectrum Warrior“ have all been used by the military.

„Marine Doom“ was one of the earliest examples of modifying games for training purposes, Smith added.

The game was an early modification of idSoftware’s „Doom II.“ Marine Lt. Scott Barnett, the project officer, and Marine Sgt. Dan Snyder, a designer and modeler, tweaked the commercial off-the-shelf product in the mid-1990s to enhance teamwork, coordination and decision-making training.

„It was primitive, but they showed the big idea of using games for training,“ Smith said.

Was das nun tatsächlich im Endeffekt bedeutet, das muss sich jeder selbst zusammenreimen. Ob und wie die Armee tatsächlich Spiele zur Enthemmung von Soldaten verwendet, dafür habe ich (natürlich, mag man sagen) nirgends Beweise gefunden. Aber wirklich entwickelt hat die Armee diese Spiele nicht, sondern bestehende modifiziert. Das zumindest kann man glauben, denn wer jemals Wolfenstein 3D, den ersten Ego Shooter, gespielt hat, dem dürfte klar sein, dass das nicht zum Training für Soldaten benutzt werden konnte.

Eine nicht objektive Quelle hat den Zusammenhang zwischen Computerspielen und dem Militär nochmals zusammengefasst: „Das Militär und die Computerspiele„.

Und an einem Punkt stimmt der Vorwurf des Hemmungsabbaus natürlich schon. Denn ein Ziel dieser Spiele ist, dass die Soldaten ihre Reaktionszeit verbessern. Das bedeutet im Klartext: Wenn der Feind auftaucht, schneller schießen.

Bitte, bitte, bitte lesen. Echt.

Freitag, den 8. Mai 2009

Um einen groben Überblick über Computerspiele und ihre Wirkung aus wissenschaftlicher Sicht zu bekommen, empfehle ich dringend folgende Diplomarbeit von Ferenc Nagy zu lesen: Computerspiele – Rezeption und Wirkung.

Was ich bisher angelesen und überflogen habe, war sachlich, nahm verschiedene Positionen gleichermaßen auf und stellte sie gegenüber. Besonders zu empfehlen ist Abschnitt 8 über die Risiken von Computerspielen.

Wer wenig oder keine Ahnung hat und wirklich qualifiziert über Computerspiele reden möchte: Lesen!

Killerspiele für Christen

Donnerstag, den 14. Dezember 2006

Über unsere Killerspiel-Debatte (von der man in den letzten Tagen gar nichts mehr hört… komisch) kann man in den USA nur lächeln. Dort gibt es bereits eine verschärfte Version: Killerspiele mit „christlichem“ Inhalt. Spiegel.de berichtet im Artikel „Glaub oder Stirb“ über die radikal-christlichen Spielemacher.

„‚Left Behind: Eternal Forces‘ ist eine gewalttätiges Videospiel, in dem wiedergeborene Christen versuchen, alle zu missionieren oder zu töten, die nicht ihrer extremen Ideologie folgen“, sagte ein Sprecher der Gruppe „Campaign to Defend the Constitution“. „Nachdem man jemanden getötet hat, muss man die eigenen Seelenpunkte wieder aufladen, indem man betet – ich denke, die Botschaft ist außerordentlich deutlich“, so der Sprecher.

Nun ja, die Idee ist innovativ… ähnliches gibt es in zahlreichen Filmen, ich verweise nur mal auf die „Gods Army“-Serie. Ich fühlte mich sofort daran erinnert:

Das Spiel basiert auf der in den USA extrem populären Buchreihe „Left Behind“, die in einem postapokalyptischen Amerika spielt. Gott hat die Gläubigen zu sich genommen, auf der Erde zurück bleiben die Verzweifelten, die nun im ständigen Kampf mit dem Satan und seinen Truppen liegen.

Kritik am Spiel wird scharf zurückgewiesen, schließlich geht es ja darin gar nicht ums Töten.

In Wahrheit gehe es nicht in erster Linie um Gewalt, sondern darum, „dass das Spiel Gebete und die Verehrung Gottes fördert“. Töten im Namen Gottes gebe es darin nicht. In einer etwas bizarren Wendung angesichts des tatsächlichen Marktes für Video- und PC-Spiele – der von Sportspielen dominiert wird – fügte er hinzu: „Es wird natürlich getötet, es ist schließlich ein Videospiel.“

Es geht nicht in erster Linie ums Töten? Aber das sagen die Counterstrike-Hersteller doch auch. Man sollte das mal unseren Politikern erzählen, die würden vielleicht sogar die christlichen Fundamentalisten verbieten aus Angst vor Amokläufen. Denn was könnten solche Spiele für Folgen haben? Amokläufe von christlichen Fundamentalisten unter Gothic-Fans? Pietisten, die Gemetzel auf Homo-Festivals veranstalten? Ich weiß es nicht..
Es bleibt nur die Hoffnung, dass das Spiel trotz guter Verkaufszahlen nur mäßigen Erfolg haben wird. Und diese Hoffnung ist berechtigt:

[..] mancher Käufer dürfte die Entscheidung trotz aller Begeisterung für die religiösen Untertöne aber schnell bereuen. Das Spiel gilt der Fachpresse nämlich als ziemliche Niete: Es sei grafisch nicht auf der Höhe der Zeit, die Bedienung umständlich und auf Dauer schlicht lästig.

Nochmal Killerspiele

Dienstag, den 21. November 2006

Habe gerade eine Rede von Stoiber gesehen, in der er sagte, Killerspiele müssten verboten werden, da sie Jugendliche zur Gewalt verleiten würden. Die Kinder orientieren sich angeblich an den Handlungen der Spiele und ahmen es in der Realität nach.

Wenn sich jemand an Doom für einen Amoklauf orientieren wollte, müsste er nur eine Stihl-Säge kaufen (die gibts auch ohne Waffenschein) und dann ein Gemetzel veranstalten. DAS wäre „Killerspiel“-inspiriertes Amoklaufen.

Und noch zum Quake-Level von der Schule des Amokäufers, den er angeblich erstellt hat (laut Bildzeitung, Spiegel.de berichtige das inzwischen):
Ich habe selbst einmal den dritten Stock meiner Schule als Level für Doom nachgebaut, und für ein eigenes Ballerspiel (!), das „Return to insanity“ heißen sollte (wurde aber nicht fertig). Zusätzlich gab es Spiele von mir, in denen in diversen Räumen der Schule diverse Personen auftraten (wer die Spiele kennt, weiß wovon ich rede). Mal abgesehen davon, dass ich nie an meiner Schule Amok gelaufen bin – Schulen werden ständig als Levels für Ballerspiele nachgebaut, denn sie eignen sich einfach dafür: sind groß mit vielen Räumen – und die Schüler sind täglich dort. Außerdem ist es wesentlich cooler, statt eines mittelalterlichen Schlosses ein richtiges Gebäude nachzubauen, dass die Kumpels auch kennen. Sowas schafft Ansehen unter Freunden und Mitschülern… DESHALB machen das die Jugendlichen, nicht um für einen Amoklauf zu üben.

PS: Ich möchte an dieser Stelle nur mal erwähnen, dass auch Wohnheime sich als Levels eignen. Spontan fällt mir da ein gewisses Haus in Tübingen ein, dass sich wunderbar als Quake-Level machen würde – inklusive Mittelalter-Optik.

Ich habe übrigens tatsächlich einmal ein Spiel entworfen, dass „Stiftlerjagd“ hieß… es wurde aber auch nie fertig… es war auch nicht wirklich brutal, man bewarf sich mit Königsberger Klopsen, bis die Gegner kotzen mussten. Angefangen hatte ich damit nach einem Mittagessen, bei dem es mal wieder Königsberger Klopse mit Kapern gab… damit kann man mich wirklich jagen!

Die Counterstrike-Gesellschaft

Dienstag, den 21. November 2006

Nach dem Amoklauf an der Schule in Emsdetten geht die alte Diskussion wieder los (Spiegel.de: Politiker streiten über Umgang mit PC-Killerspielen).
Während die Grünen grundsätzliche Dinge klären wollen

„Wenn die Informationen zutreffen, dass der Täter gesellschaftlich isoliert war und seine Zeit hauptsächlich mit dem Spielen von Killerspielen verbracht hat, dann muss jetzt verstärkt eine Debatte um Förderung von Medienkompetenz und einer sinnvollen Computernutzung geführt werden“, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck.

prescht die CDU richtig vor:

[…] der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach. „Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der 18-jährige Täter sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit sogenannten Killerspielen beschäftigt hat, müsste der Gesetzgeber nun endlich handeln“, sagte er. PC-Killerspiele wie „Counterstrike“ müssten verboten werden.

[…]

Bosbach forderte in der „Netzeitung“ eine Verschärfung des Jugendschutzes: „Wir brauchen einen wirksamen Jugend-Medienschutz, aber keine Killerspiele, die zur Verrohung führen können.“ Ähnlich äußerte sich der Brandenburgs Innenminister Jörg Schöhnbohm (CDU): „Killerspiele leisten einen verhängnisvollen Beitrag zur leider wachsenden Gewaltbereitschaft und fördern aggressives Verhalten. Deshalb muss konsequent gegen Spiele vorgegangen werden, die Gewalt verherrlichen“, sagte Schönbohm.

Es ist schön, wenn es so einfach ist. Die SPD sieht alles etwas differenzierter:

SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sprach sich dafür aus, ein Verbot gewaltverherrlichender Spiele zumindest in Betracht zu ziehen. Er stellte allerdings klar, dass nicht jeder, der ein Killerspiel spiele, „automatisch zum Massenmörder“ werde. Nötig sei vor allem eine generelle Auseinandersetzung mit den Ursachen von Jugendgewalt.

In der Tat. Es mag zwar sein, dass in Einzelfällen solche Spiele die Gewaltausbrüche gefördert haben, aber ein pauschales Urteil ist dann wohl doch zu hart. Schließlich müsste ich dann ebenfalls ein Massenmörder sein… und was für einer. Ich habe schließlich schon Gewaltspiele (DOOM und Wolfenstein 3D waren auf dem Index) gespielt, da konnte die Counterstrike-Generation noch nicht mal sprechen…

Das Problem ist ein grundsätzliches, wie auch der Präsident des Lehrverbandes, Josef Kraus, feststellte.

„Brutale Computerspiele und Videofilme gaukeln Jugendlichen den schnellen Sieg des Stärkeren vor“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Auswege für den Verlierer bieten sie nicht.“ Kraus kritisierte auch den Werteverfall in der Gesellschaft: „Drogen, Konsum, Spaß sind die einzigen Werte, die Pop- und TV-Stars noch vermitteln.“ Von Eltern und Lehrern verlangte er, ihren Kindern durch eigenes Handeln ein positives Zukunftsbild zu vermitteln.

Es ist Ironie, dass er dies ausgerechnet der Bildzeitung sagte, die mit ihrer Berichterstattung auch nicht wirklich gegen den Werteverfall arbeitet. Seine Forderung nach Vorbildfunktion und Vermittlung eines positiven Zukunftsbildes von Eltern und Lehrern (und damit auch dem Staat) ist jedoch völlig richtig. Allerdings ist das schwer. Viel schwerer, als einfach den Gewaltspielen die Schuld zu geben und sie zu verbieten.
Noch dazu kann niemand garantieren, dass es nach einem Verbot keine Amokläufe von Jugendlichen mehr gibt. Verbote von Spielen bringen sowieso nichts, solange sie in anderen Ländern gekauft werden können (oder online runtergeladen werden). Dieses Verbot würde das Problem nicht lösen, sondern wäre ein reines Selbst-auf-die-Schulter-Klopfen der Politiker.

Nachtrag: Bernd-Michael Haese hat zu dem Thema eine ähnliche Meinung, siehe nordelbien-blog.

Retro-gaming deluxe: Privateer unter XP

Montag, den 5. Juni 2006

Da wir am Wochenende mehrfach Besuch hatten, habe ich ein bißchen aufgeräumt und dabei auch meine PC-Spielesammlung sortiert. Bei der Gelegenheit wollte ich dann mal checken, ob ein Teil meiner alten Spiele auch noch unter XP läuft.
Die ersten Versuche scheiterten kläglich, aber dann fand ich glücklicherweise im Internet die Dosbox, und damit lief sogar das alte Kelloggs-Spiel „Tony and Friends in Kellogg’s Land“. Ich kann das Programm nur jedem empfehlen, besonders wenn man so viele DOS-Games hat wie ich.
Für jeden, der dies nicht hat, aber möchte, gibt es Home of the Underdogs, eine Seite mit hunderten von alten Spielen (meistens legale Vollversionen!). Dort fand ich auch Wing Commander Privateer, eines der besten Weltraumspiele aller Zeiten. Und es läuft in der Dosbox, sogar mit Speechpack!
Ich habe auch eine Seite gefunden, auf der man unter dem Namen Privateer Gemini Gold das komplette Spiel aus dem Jahr 1993 einfach für XP originalgetreu nachgebaut hat. Allerdings merkt man schon, dass es eine Kopie ist – und an das alte Original kommt die Version einfach nicht hin, auch wenn die Steuerung und die Grafik im Flug natürlich im Remake wesentlich besser sind.
Leider muss ich ne Hausarbeit schreiben, sonst würde ich die ganzen Ferien durchspielen…

The Legend of the Zelda-Fanpage

Donnerstag, den 6. April 2006

Beim stöbern auf meinem Rechner bin ich auf meinen alten NES-Emulator gestoßen und haben angefangen, das alte NES-Spiel „The Legend of Zelda“ zu spielen. Meines Erachtens eines der besten Adventures, die es jemals gab. Da ich aber nicht so viel Zeit habe, wie früher jeden Screen für eine Karte abzuzeichnen und alles zigmal nach Items zu durchforsten, habe ich nach Karten im Internet gesucht. Auf einer tollen Fanseite für alle Zelda-Episoden (www.zfans.de) fand ich dann tatsächlich auch Oberwelt- und Palastkarten für Zelda 1. Total happy habe ich mich also Level um Level weitergekämpft und heute habe ich dann tatsächlich Level 6 geschafft (von 9), indem ich die Karte von zfans.de benutzt habe.
Soweit, so gut. Die Seite lief wunderbar, die Hinweise waren super und ich war guten Mutes, das Ding heute oder morgen zu beenden (früher haben wir Monate gespielt!). Als ich aber mit Level 6 fertig war und dann die Karte von Level 7 anschauen wollte, kam ein 404 Fehler. Nicht gefunden… Ich habe es mit Level 8 versucht… ging auch nicht. Erst habe ich befürchtet, dass die letzten Level nicht mehr auf der Seite waren, also Deadlinks auf der Übersichtsseite. Aber weit gefehlt… es war noch schlimmer. Als ich die Übersichtskarte laden wollte – fehlte sie auch. Ich überprüfte meine Internetverbindung, aber sie ging.
Also, nochmal ganz von vorn. Ich gab www.zfans.de in meinen Browser ein, und bekam plötzlich eine Baustellenseite „Hier entsteht eine neue Internetpräsenz“. Die haben mir also praktisch „unter der Maus“ die Homepage geschlossen. Ich war und bin erschüttert! Habt ihr sowas schonmal erlebt? Dass eine Seite dichtmacht, auf der ihr gerade seid?